Identität – Die Verbannung alles „Greifbarem“

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Liebe Deutsche Kriegsgefangene in Merkelland,

Ihnen mag vielleicht aufgefallen sein, dass „nach und nach“ so ziemlich alles verschwindet, oder besser gesagt „verschwunden wird“, was man anfassen und sehen kann! Um Ihnen einige Beispiele zu nennen:

Die Deutsche Währung

Zur Jahrtausendwende wurde die eigentlich sehr gute und stabile Deutsche Mark durch die Einheitswährung Euro ersetzt. Nicht nur der Wert des deutschen Geldes sank damit rapide in den Keller und brachte nichts weiter als höhere Preise und halbe Gehälter, sondern auch das Monopol „Deutsch“!

Die Barzahlung

Seit einiger Zeit ist es für uns schon fast selbstverständlich geworden mit Karte zu zahlen. Logisch, es ist sehr viel bequemer und einfacher, als ständig zur Bank rennen zu müssen und zu schauen ob man noch genug Bargeld dabei hat. Der Nachteil jedoch ist, dass Sie damit auch nichts mehr „greifbares“ in der Hand haben. Sie überlassen den Ausgleich für Ihre Schulden damit vollkommen der Bank und dass diese, letzten Endes, mit Ihrem Geld machen kann, was Sie möchte, dürfte kein allzu großes Geheimnis mehr sein!

Bücher

Die meisten Menschen, zu denen zähle ich mich leider auch, nehmen heutzutage keine Bücher mehr in die Hand, sondern recherchieren lieber im Internet. Auch dies hat durchaus Vorteile: Man kann schnell und bequem von einem Thema zu anderen springen und muss kein unnötiges Geld ausgeben. Der Nachteil jedoch ist: Im Internet kann man sehr gut und klammheimlich den ein oder anderen Text verändern. Was in einem Buch steht ist stattdessen so gut wie in Stein gemeißelt. Das bekommt kein Mensch dort mehr wegkorrigiert. Man kann eine neue Auflage machen, doch diejenigen, die im Besitz des Originals sind, wird man niemals bekehren können! Sie haben es zu gut Deutsch ja „in der Hand“!

Unterschriften

„Dieses Dokument wurde maschinell erstellt und bedarf keiner Unterschrift!“ Wie oft haben Sie diesen Satz schon gelesen? Schon als ich noch sehr klein war, sagte mein Vater (welcher mir wohl etwas von seinem Pioniergeist vererbt hat): „Mädel, verklage niemals eine Firma! Verklage immer einen Namen!“ Wenn jemand von ihm etwas verlangte, womit er nicht einverstanden war, dann ließ er sich das immer schriftlich und mit der persönlichen Unterschrift des jeweiligen Sachbearbeiters geben und er scheute sich auch nicht davor zu sagen: „Im Zweifelsfall ziehe ich Sie persönlich dafür zur Verantwortung!“ Dies ist heute ja kaum noch möglich, da angeblich alles ohne Unterschrift „rechtskräftig“ sein soll. Oftmals wissen Sie also gar nicht, wen Sie überhaupt verklagen sollten!

Titel und Grade

Es ist auch kein Geheimnis, dass es heutzutage möglich ist, sich diese einfach „zu kaufen“! Ob Sie nun auf einer Passagierliste als „VIP“ geführt werden möchten oder gerne ein „Von“ im Namen hätten, spielt überhaupt keine Rolle. Geld macht es möglich! Genauso sieht es auch mit Studienabschlüssen aus. Früher gab es den „Dipl.Ing“ und da wusste man, dass jemand wirklich was studiert und gelernt hatte. Heute gibt es Kunstworte wie „den Bachelor“, der nicht einmal die Hälfte des „Dipl.Ing“ studieren musste. Womit wir gleich beim nächsten Thema wären:

Die Deutsche Sprache

Aus dem Hausmeister wurde der Facility Manager, aus dem Putzpersonal das Cleaning, aus dem Arbeitsamt das Jobcenter. Angeblich weil es „besser klingen soll“! Doch was sollte an Hausmeister, Putzpersonal und Arbeitsamt schlecht sein? Wenn wir dies so wahrnehmen, dann nur weil unsere „Regierung“ durch die öffentlichen Medien diese Worte in unserem Kopf durch Umerziehung und Herabwürdigung hat schlecht werden lassen. Worte wie „cool, outen und easy“ verwenden wir schon völlig unbewusst. Mal abgesehen davon, dass jeder Mensch jenseits der 80 unweigerlich aussteigen muss, weil er nix mehr versteht, bedeutet dies auch, das wenn auch langsame, so doch unweigerliche Verschwinden der deutschen Sprache!

Dies waren nur einige von zahlreichen Beispielen. Doch zählt man diese einmal nüchtern zusammen, so kommt man zu dem Schluss, dass uns nicht nur „unsere deutsche Identität“, sondern auch alles, was wir in der Hand halten können, genommen wird. Die Auswirkungen einer fortschreitenden Entwicklung in diese Richtung dürften und werden fatal sein. Irgendwann werden wir tatsächlich nichts weiter sein, als eine Registriernummer im Internet mit einem virtuellen Fingerabdruck, virtuellem Geld, virtuellen Graden und Ausbildungen und einer virtuellen Identität, die man mit einem einzigen Mausklick löschen kann! Dann ist es auch zum tatsächlich inzwischen schon angepriesenen „Chip“ nicht mehr weit und was man mit einem solchen Ding in Ihrem Körper anrichten könnte, dass wollen Sie sich in Ihren schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen!

Wir sind ja inzwischen auch keine „Menschen“ mehr, sondern Verbraucher, Nutzer und Personen. Dies alles sind, wenn Sie genau hinsehen, nichts weiter als Degradierungen! Ihnen wird damit tatsächlich die Menschlichkeit bzw. das Menschsein abgesprochen.

Ich will weder das Internet, noch alle „Neuerungen“ verteufeln. Die Frage ist nur, inwieweit man dies sinnvoll nutzt und ab wann sie zu einer Falle werden. Eine langfristige Verbesserung der Lebensqualität ist beim jetzigen Weg nicht zu erwarten. Und auch was die Themen „Autonomie und Sicherheit“ betrifft, dürften wir hier eher auf dem Holzweg sein. Wie oftmals schließe ich mit einem kleinen Zitat:

Wehret den Anfängen!“

Der Teufel kommt selten mit offen gezücktem Messer und einer Armee, sondern schleicht gerne auf leisen Sohlen und mit einem freundlichen Lächeln zur Hintertür herein. Seien Sie achtsam und hören Sie genau hin. Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung!

Ein Deutsches Mädchen

6 KOMMENTARE

  1. Es geht für jeden Antrag den sie stellen MÜSSEN sie unterschreiben, aber die anderen weigern sich vehe-
    ment. Sie können eine STEUERERKLÄRUNG abgeben, was darin steht ist uniteressant nur ihre UNTER-
    SCHRIFT zählt.

  2. Gratulation zu deinem Scharfsinn, Deutsches Mädchen.
    Sie wollen uns total auslöschen. Unser Gedächtnis, unsere Sprache, unsere Kultur, unsere Genetik… einfach alles. Total. Wie auch in „1984“ beschrieben.
    Deshalb sollte man z. B. alte Bücher aufheben, nicht jede Belanglosigkeit, aber gute alte Bücher. Wer Kinder hat, kennt bestimmt die Klassiker von Otfried Preußler. „Die kleine Hexe“ z. B. wurde inzwischen politisch korrekt umgeschrieben, weil sich die kleine Hexe wundert, daß sie „Türken und Neger auf der Dorfstraße“ sieht. Aha, es gab mal eine Zeit in Deutschland, wo das nicht selbstverständlich war. Das brauchen die Kinder gar nicht zu erfahren…
    Diese Bücher sind auch sprachlich viel schöner als moderne vergleichbare Literatur. Aber das ist ja auch Teil ihrer Strategie: Verflachung der Sprache, das Niveau senken, schließlich die deutsche Sprache ganz abschaffen.
    Nur ein kleines Detail, ich weiß.
    Ich hebe auch CDs und Schallplatten auf. Dies sind im Gegensatz zu MP3-Daten physikalische Datenträger.
    Gerade im Klassikbereich gibt es alte Tonträger mit hervorragenden Aufnahmen zu absoluten Schleuderpreisen.
    Wichtig ist es auch, Kindern vorzulesen. Ich verzettel mich aber jetzt in Details.
    Deswegen höre ich jetzt auf und sage danke für diesen Artikel.

  3. Zu: „Heute gibt es Kunstworte wie „den Bachelor“, der nicht einmal die Hälfte des „Dipl.Ing“ studieren musste.“: ich habe den Bachelor und kann sagen, dass ich durchaus Dreiviertel des Diplomstudiums damit innehabe. Dies erfolgte allerdings in kürzerer Zeit, meist von 8 Uhr bis 20 Uhr. Viele meiner Kommilitonen machten anschließend ihren Master, für den sie dann oft 1,5 Stunden täglich in die Uni kamen… ok, es gab natürlich auch noch die Heimarbeit.

  4. Ich stimme dem Beitrag voll und ganz zu; liegt vielleicht am alter, denn der junge Mensch kennt es ja nicht anders und findet die Neuerungen praktisch und gut.
    Aber die Anmerkung zum Chip ist doch schon durchgeführt worden. In einem amerikanischen unternehmen wurde ein Chip entwickelt, mit dem die Zugangstür geöffnet wird und in der Kantine kann damit auch bezahlt werden, natürlich alles freiwillig …
    Aber man höre und staune, 50 % der Beschäftigten haben sichsofort freiwillig bereiterklärt sich diesen Chip einpflanzen zu lassen.
    Da kann ich auch nur sagen „Wehret den Anfängen“

  5. Wir verlieren auch die gute Handschrift, denn das allermeiste wird mit Tastaturen erzeugt. Viele Menschen hatten auch mit der Zeit auch interessante, individuelle Handschriften die auch schön zum ansehen waren.
    Im weiteren gehen auch Turnvereine, Gesangsvereine, Theatervereine, Tanzclubs, Naturschutzvereine, Wandervereine, usw. verloren, die meisten kämpfen mit dem Nachwuchsproblemen von jungen Leuten.
    Wir sind voll von der Elektronik vereinnamt und umgeben, alle schauen auf Bildschirme des Handy, des Computers oder des TV und mit der Zeit merken sie nicht mehr, dass sie von Menschen umgeben sind mit denen man sich unterhalten könnte, also ein Austausche erfolgt. Und das entspricht dem sozialen Wesen des Menschen und gibt ein Gefühl von Zusammenhang. Es geht nicht darum das eine gegen das andere auszuspielen, nein, sich aber bewusst auch für Gespräche zu entscheiden, diese zu pflegen und das Handy in der Tasche zu lassen ist auch wichtig.
    Also die Vereinzelung

  6. 1+1 =3, das ist die unumstößliche Wahrheit, wenn sie das sagen. Die Menschen, darauf trainiert, glauben es, und wenn nicht, nicht ganz, ist es jedenfalls nicht sehr angenehm darüber nachzudenken, und alles Unangenehme muss weg, wie das geht, haben wir gelernt. Wir wissen nichtmal was wir hier eigentlich aufgeben, schon aufgegeben haben, weil alles verklärt und verfälscht ist, das muß ins Bewußtsein zurück, bevor es zu spät ist. Irgendwann haben sie uns soweit , dass der Gedanke an Widerstand für immer ausgelöscht ist, dafür gibts kein Wort mehr. Die Zukunft ist schon da, wenn wir immer noch glauben alles im Griff zu haben, den Glauben lässt man uns. Deutsche Geschichte, mit allem was da war, mündet in einen „Wirtschaftsstandort“, bewohnt von „Verbrauchern“. Was muss dem schon alles vorausgegangen sein, bis sie uns soweit hatten, ein Volk, das es mit Amerika, England, Frankreich und Russland gleichzeitig aufnahm, und bereit war bis zum letzten zu gehen, lange ist das noch nicht her. Warum lohnt es sich nicht darüber nachzudenken, dass es sich mit Stolz und Würde, Selbstachtung und dem Glauben an etwas Grossem, besser leben und sterben lässt, als mit dem was wir jetzt haben, wo wir nichts finden, weil es zu abstrakt und nicht greifbar ist, weil wir spüren dass es uns nichts angeht, die Menschheit, die Gleichheit, die Vielfalt, die Neue Weltordnung, das alles ohne Gott, ohne Familie, ohne in irgendwas irgendwo verwurzelt zu sein. Dafür lässt man uns die Bilder und Illusionen und sie werden noch viel schöner und beängstigender und realistischer, die Matrix, aus der wir nicht mehr raus wollen,

    Gott mit uns

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