Bill Fleckenstein: Die Zinserhöhung der FED und die Ungewissheit über deren Auswirkung auf den Goldmarkt

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Bill Fleckenstein im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 14.12.2016


Eric King: »Bill, wie steht es um das, was heute mit der FED passiert ist und wie die Märkte reagiert haben? Ein großer Teil der Rallye im Goldmarkt dieses Jahr wurde jetzt ausgelöscht. Wie denken Sie darüber?«

Bill Fleckenstein: »Die FED hat heute getan, was von ihr erwartet wurde. Aktien wurden ausverkauft, aber sie waren ja auch einen Monat lang nur gestiegen. Der Bondmarkt wurde erschüttert und das wird auch weiterhin das Muster sein, da der Bondmarkt weiter schlechter laufen wird als die Leute denken. Und wenn dann niemand mehr denkt, dass es im Bondmarkt jemals wieder zu einer Rallye kommen kann, wird es natürlich zu einer großen Rallye kommen.

Was die Metalle angeht, so bin ich etwas überrascht, dass sie derart hart getroffen wurden. Andererseits, Silber hat etwa ein halbes Prozent verloren. Gold erging es schlechter als Silber und Platin und gewiss schlechter als Kupfer. Ein Teil der Goldschwäche lag daran, dass der Dollar sehr stark war. Ein weiterer Faktor war das Chaos in Indien. Zum Teil geben die Leute einfach auf.

Die Minen wurden heute recht hart getroffen, aber ich muss sagen, dies ist nicht besonders überraschend, wenn man die Tatsache miteinbezieht, dass sie sich derart gut gehalten haben und Gold derweil immer nur gefallen ist. Wenn sich die Minenaktien also gut halten, weil eine Kehrtwende beim Gold erwartet wird und diese dann nicht geschieht, dann müssen sie zwangsläufig nachziehen.

Es hat sich herausgestellt, dass der Tag nach der Zinserhöhung im vergangenen Jahr der Tiefpunkt im Gold-Futuresmarkt war. Könnte es also heute zu einem Absturz kommen und morgen wieder rauf gehen? Ja, das ist möglich. Aber man kann nicht behaupten zu wissen wann dies geschieht, bis es geschieht.

Mit anderen Worten: Gold ist nur ein Preis. Wenn ich auf Informationen aus bin, kann ich versuchen herauszufinden was in den Märkten passiert – Rückgänge bei Bestellungen oder dergleichen. Man kann an sich ein Stück weit um die Ecke schauen. Bei Gold kann man das nicht, also macht es das Ganze schwieriger. Es ist schwieriger sich ein Modell zu erstellen, anhand dessen man sagen kann: “Diese Fakten bedeuten, dass es steigen wird.“ Und das ist teilweise der Grund, warum es so schwierig ist Gold zu handeln.

Gold könnte morgen niedriger eröffnen und sich dann drehen und dies könnte das Ende der Talfahrt sein. Oder es könnte auch ein wenig länger dauern, ich weiß es nicht. Aber ich erinnere daran, dass Gold im vergangenen Jahr nach der Zinserhöhung fiel und dann am Tag drauf drehte und das war das Ende der Abwärtsbewegung.«

Eric King: »Waren Sie überrascht darüber, wie viel von der Gold-Rallye wieder abgegeben wurde, jetzt, da wir uns dem Jahresende nähern?«

Bill Fleckenstein: »Natürlich war ich das. Ja, auf jeden Fall. Ich hätte niemals gedacht, dass es so abläuft. Ich kann verstehen, dass Unternehmer aus ihrer Sicht heraus denken, dass Trump Dinge tun wird, welche sich günstig auf die Wirtschaft auswirken. Aber der Aktien- und der Bondmarkt sind fehlbewertete Finanzanlagen und sie werden in Schwierigkeiten geraten.

Es gibt keinen Weg, auf dem die FED ohne echte Schmerzen aus der Zwickmühle dieser von ihr selbst erzeugten Blasen herauskommt. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Trump für die fast sicher kommende Defizitfinanzierung auf das Entgegenkommen der FED verlassen wird. Ich sehe also wirklich nicht, warum Gold derart furchtbar agieren sollte. Es ist ja nicht so, als wäre all dies geschehen und der Goldpreis stünde deshalb bei $ 1.900, wie vor ein paar Jahren. Gold ist den Tiefs vom Jahresbeginn entkommen und dass jetzt derart darauf eingeprügelt wird ist überraschend.

Auf der anderen Seite ist teilweise unbekannt, wie störend genau sich das auswirken wird, was in Indien abläuft und wie lange es von Bedeutung ist. Zugleich konnten wir beobachten wie all die Spekulanten aufgegeben haben und bin mir sicher, dass sich jetzt einige Shorts aufgebaut haben. Es gab also ein Stück weit einen perfekten Sturm im Goldmarkt. Sobald dieser vorüber ist, könnten wir eine gewaltige Rallye erleben. Der Sturm muss aber vorüber sein und das ist das Problem – er ist bisher nicht vorüber und nährt sich einfach nur durch sich selbst.«

Quelle: Nachtwächter


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