Commerzbank: Der letzte macht das Licht aus

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Von Jens Blecker

Es ist erst wenige Tage her, da wurde der Stresstest für europäische Banken veröffentlicht. Die Quintessenz lautete, „Bitte gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.“ Einige der Aspiranten jedoch, stehen bis zum oberen Ende des Schnorchels im Wasser und bereits ein leichter Windzug lässt das Feuchte Nass unkontrolliert hineinlaufen. Ein ganz besonderer Kandidat ist hier die Commerzbank, nach der Bilanzsumme immerhin die zweitgrößte Deutsche Bank.

Bereits als die Finanzkrise noch nicht mit Unmengen ungedeckten Geldes zugepflastert wurde, schrieb ich einige Artikel zur Commerzbank. Ein beispiellos exzessiver Expansionskurs hatte das ach so solide Geldhaus an den Rand des totalen Zusammenbruchs geführt. Die Gute Nachricht, nun war man „to big to fail“, und somit wurde ein Teil des toxischen Abfalls an die Steuerzahler weitergereicht.

Damit aber nicht genug, mit einer Summe die gereicht hätte um die Commerzbank nach Marktkapitalisierung komplett zu übernehmen, wurde verklappt für einen viertel der Aktien. Zuvor wurde in einem Beispiellosen Houdinispiel eine Zusammenlegung von 10 unterschiedlichen Aktien vollzogen.

Nun war also der Staat und damit auch der Steuerzahler mit 25 Prozent an der Commerzbank beteiligt. Zumindest eine Weile lang, während welcher die Zinscoupons nicht vertragsgerecht eingelöst wurden. Mit Jammerei und Einmalzahlungen mogelte sich die Bank auch dort wieder aus der Affäre.

Im Mai 2013 sah es für den einfachen Beobachter so aus, als würde der Staat nun aus seiner Beteiligung weitestgehend aussteigen und die Steuergelder wieder zurück ins Säckel fließen. Nicht viel mehr als eine optische Täuschung würde ich dazu sagen. Einzig die Sperrminorität wurde aufgegeben und ein geringerer Anteil an Aktien für den gleichen Preis war die Folge. Dazu empfehle ich meinen Artikel:

Commerzbank: Das schwarze Loch für Steuergelder

2011 schrieb ich – recht treffend wie ich finde:

Fazit: Bevor man sich eine Zeitbombe in den Keller legt, die am Markt offensichtlich nicht plazierbar ist, sollte man mit dem Geld lieber ein schönes Strassenfest veranstalten. Dort bleibt nach der Party und dem Kater zumindest noch das Leergut.

Bevor ich nun zu den neuen Hiobsbotschaften komme ein Chart der das beispiellose Versagen offenbart:

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Bei Reuters heißt es aktuell zur Commerzbank:

Commerzbank kämpft um Gewinn – Aktie auf Rekordtief

Zusätzliche Gebühren für Privatkunden und für Mittelständler sogar Strafzinsen sollen die wegbrechenden Zinserträge wenigstens zum Teil wettmachen. Von dem Ziel, auch 2016 wieder auf einen Milliardengewinn zu kommen, verabschiedete sich Finanzchef Stephan Engels am Dienstag endgültig. Die trüben Aussichten verschreckten die Anleger: Die Commerzbank-Aktie sackte zeitweise um mehr als acht Prozent auf ein Allzeittief von 5,27 Euro. Engels reagierte gelassen: „Ich mache mir keine Sorgen um die Stabilität der Commerzbank.“

Das in der Finanzkrise mit gut 18 Milliarden Euro gerettete und teilverstaatlichte zweitgrößte deutsche Geldhaus ist an der Börse gerade noch 6,6 Milliarden Euro wert.[1]

Fazit

Man blickt auf eine beispiellose Serie von Versagen und staatlichen Rettungspaketen. Probleme wurden weder beseitigt noch nennenswert angegangen. Man ist weiterhin „to big to fail“ und man hat einen Finanzchef, der offenbar jeden Bezug zur Realität verloren hat. Wer sich bei diesen Meldungen keine Sorgen um die Stabilität der Bank macht, ist entweder völlig betrunken oder blind. Nun die Kunden weiter abzumelken, kann und wird nicht zu einer Entspannung der Lage führen, wenn überhaupt führt es zu dem Abfluss der einzig echten Aktiva der Bank, den Kunden. Leider werden weder Engels noch Zielke am Ende für das Versagen zur Rechenschafft gezogen werden, im Gegenteil man wird vermutlich trotz leerer Kassen noch mit einer ordentlichen Abfindung davon trotten. Nun behalten wir das einfach im Auge und sehen was die Zukunft bringt.

Quelle: IKnews


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