Egon von Greyerz: Die große Illusion, Gold $ 80.000 und ein globaler Albtraum

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Willkommen in der wundervollen Welt der Illusionen. Dies ist eine Welt, in der nur wenige Menschen den Unterschied zwischen Realität und Fantasie erkennen. Und vielleicht gibt es auch keinen Unterschied.

Wenn man nur die US-Präsidentenwahl und die Kandidaten betrachtet, erscheint es von dieser Seite des Atlantiks wie eine totale Fantasie. Es fällt schwer, den ganzen Wahlprozess und die Kandidaten ernst zu nehmen. Aber dies ist die Welt, in der wir heute leben.

Nachdem man in der vergangenen Woche Menschen in vielen europäischen Ländern durch Land und Städte laufen und Pokémon-Monster jagen sehen konnte, fragt man sich, ob die Präsidentschaftskandidaten vielleicht auch Teil desselben Spiels sein mögen?

Es scheint, als seien die Märkte ebenfalls eine Illusion. Wie sonst kann der DOW 63 % über dem Hoch des Jahres 2000 stehen, während zugleich allein seit 2014 die Euro-Dow-50-Aktien 45 %, die Schwellenmärkte 36 %, Brasilien und Hong Kong 35 %, der Nikkei 25 % und der Shanghai-Index 49 % gefallen sind. Wir leben in einer vollkommen miteinander verwobenen Weltwirtschaft, aber in den USA scheint es fähigere Illusionisten zu geben, welche der Realität trotzen können.

Während die Unternehmensgewinne stark zurückgehen, es seit einem halben Jahrhundert Konten- und Budgetdefizite gibt, 95 Millionen Menschen nicht arbeiten, fast 50 Millionen auf Lebensmittelmarken angewiesen sind, das BIP im 2. Quartal bei 1,2 % lag (wenn man die reale Inflation zugrundelegen würde, wäre das BIP negativ) und angesichts exponentiell wachsender Schulden von über $ 200 Billionen (inklusive ungedeckter Verbindlichkeiten) fragt man sich, was US-Investoren wohl rauchen.

Der illusionäre DOW schloss im Juli auf einem Allzeit-Monatshoch. Die Aktienmärkte neigen generell dazu, die Realität vollkommen zu ignorieren und US-Aktien im Besonderen leben auf einem anderen Planeten. Der Schiller P/E steht jetzt bei 27 – der historische Schnitt liegt bei 16. Es besteht kein Zweifel, dass der US-Aktienmarkt im Blasenterritorium ist.

Gold $80.000?

Trotz der Manipulation von Gold und Goldaktien wird Gold auf Sicht stets die Wahrheit aufzeigen. Und die Wahrheit ist, dass der massiv aufgeblasene US-Aktienmarkt real unterdurchschnittlich gelaufen ist – trotz der neuen Hochs. Seit Dezember 2015 ist der DOW real um 19 % gefallen – gegen Gold natürlich. Damit steht die DOW/Gold-Ratio bei 13,6.

Der DOW befindet sich gegen Gold seit 1999 in einem langfristigen Abwärtstrend und ist in den letzten 17 Jahren um 70 % gefallen. Aber dort hört es nicht auf. Dieses Verhältnis wird mindestens auf das 1:1 von 1980 fallen, vermutlich sogar darüber hinaus auf mindestens 0,5:1. Wird dies bedeuten, dass Gold bei $ 10.000 und der DOW bei 5.000 stehen wird oder wird er das hyperinflationäre Niveau von 40.000 erreichen, womit Gold dann bei mindestens $ 80.000 stehen würde?

Und gegen Goldaktien ist der DOW über die vergangenen 7 Monate um massive 55 % gefallen. Wir werden wahrscheinlich erleben, wie dieser Index mindestens auf das Niveau von 2010 zurückfällt. Dies bedeutet, dass der DOW noch weitere 72 % gegen den HUI-Gold-Index fallen wird.

Die große Illusion, der $ 2 Billiarden-Albtraum und verlogene Banken-Stresstests

Die Illusion hört aber nicht bei den Aktienmärkten auf. Das weltweite Bankensystem ist eine noch größere Illusion. Das Finanzsystem war 2006 bankrott, aber Regierungen und Zentralbanken weltweit vermochten es durch Finanzspritzen in Höhe von $ 25 Billionen zusammenzuhalten. Jetzt, 10 Jahre später, befindet sich das Finanzsystem in einem viel schlimmeren Zustand als im Jahr 2006.

Die weltweiten Schulden sind seitdem exponentiell um 65 % angewachsen – von $ 140 Billionen auf $ 230 Billionen. Und diese Zahl beinhaltet nicht einmal die ungedeckten Verbindlichkeiten und Derivate in Höhe von weiteren rund $ 2 Billiarden. Wir stehen vor einer Gesamtverschuldung, die 30 Mal größer ist, als das Welt-BIP.

Aber dies ist ein falscher Vergleich. Sagen wir 5 % des BIP könnte jährlich zum Schuldenabbau eingespart werden – und das wäre sehr optimistisch. Mit 5 % des BIP würde der vollständige Abbau der Schulden über 600 Jahre dauern. Wie auch immer man rechnet, die Welt ist bankrott und wird weder jemals ihre Schulden zurückzahlen, noch sie zu Zinsen oberhalb von Null Prozent bedienen.

Weltweite Banken durchliefen gerade erst illusorische Stresstests. Länder wie Portugal und Griechenland wurden natürlich ausgenommen, denn deren Banken sind bankrott. Die Kriterien wurden so angesetzt, dass jede Bank bestehen würde, außer Monte dei Pashi in Italien. Da die ganze Welt wusste, dass diese Bank bankrott ist, war es nicht möglich zu mogeln. Ansonsten wurden alle Banken in der illusionären Welt als weitestgehend gesund eingestuft.

Am besten schnitten mit der Swedbank und Nordea die schwedischen Banken ab. Dies ist besonders faszinierend, da die Regulatoren in Schweden erst vor wenigen Wochen in einem internen Bericht ihre Bedenken zum Ausdruck gebracht hatten, dass Nordea in einer Größenordnung von SEK 50-80 Milliarden ernsthaft unterkapitalisiert sei. Dieser Bericht wurde schnell unter den Teppich gekehrt und im Stresstest eindeutig ignoriert.

Der Internationale Manipulationsfond

Das totale Versagen des IWF wurde gerade durch das IEO (Unabhängiges Untersuchungsbüro des IWF) offengelegt. IWF steht für Internationaler Währungsfond, aber Internationaler Manipulationsfond wäre passender, denn der IWF ist eine politische Organisation und dient den politischen Zielen seiner Herren.

Der kürzliche IEO-Bericht verurteilte den IWF wegen totaler Fehleinschätzung und Selbstgefälligkeit in Bezug auf Griechenland. Laut dem Bericht waren alle Projektionen und Handlungen des IWF ein Fehlschlag und haben zum Niedergang Griechenlands beigetragen. Mit anderen Worten, der Bericht bestätigt, dass der IWF keine Ahnung hat. Der IWF scheint mehr an politischer Manipulation interessiert zu sein, als an monetärer Unterstützung. Die verbale Einmischung des IWF beim Brexit-Referendum auf Seiten der EU-Befürworter bestätigt dies.

Weltweit kämpfen die Zentralbanken vergeblich darum, aus dem von ihnen selbst verursachten Schlamassel wieder herauszukommen. In Japan versagt Abenomics total, trotz unbegrenzter Geldschöpfung und Negativzinsen. Bevor die japanische Wirtschaft im Pazifik versinkt, wird es zu ewigen Anleihen zu Null- oder Negativzinsen und noch mehr Helikoptergeld kommen.

Japan tut was es kann, um das Rennen der Währungen zum Boden zu gewinnen. Da der Yen im Moment aber stärker wird, macht die Welt das Rennen schwierig für Japan. Die FED hält die Welt seit 2015 in der Illusion, dass die Zinsen 2016 steigen werden. Bereits im vergangenen Dezember, als die FED die Zinsen anhob und weitere Anhebungen andeutete, habe ich gesagt, dass die USA ebenfalls auf Negativzinsen gehen werden und es macht den Anschein, dass dies noch 2016 passieren wird.

Widmen wir uns dem US-Dollar. Dieser macht derzeit einen ausgesprochen kranken Eindruck. Es scheint, als würde der Dollar bald einen großen und langanhaltenden Abwärtskurs einschlagen. Die Welt-Reservewährung ist erheblich überbewertet und angesichts des oben angesprochenen Zustands der US-Wirtschaft, mit immer weiter wachsenden Schulden und Defiziten, wird der Dollar bald seine finale Runde zu seinem innewohnenden Wert von Null beginnen. Das Rennen hat 100 Jahre gedauert, nun aber scheint klar zu sein, dass der Dollar von den großen Währungen als erster im Ziel ankommt. Dies wird signifikante Auswirkungen auf Schulden und die Aktienmärkte haben.

Währungskontrollen kommen

Gold und Silber werden enorm vom Abstieg des Dollars profitieren. In US-Dollar investierte haben immer noch ein Fenster, um aus dem Dollar und aus den USA auszusteigen. Aber es wird bald zu Einschränkungen kommen, welche dies verhindern werden.

Es ist sehr wichtig kein illusorisches Papiergold zu besitzen. Es muss physisches Gold und Silber sein, welches außerhalb des fragilen Bankensystems gelagert wird. ETFs sind nicht zu empfehlen. Die meisten ETFs halten die Metalle nicht offen und eindeutig, egal was sie sagen. Sofern sie es haben, lagern sie das Gold und Silber überdies bei Banken und dort sollten Investoren es nicht haben wollen.

Dazu kommt, dass der Besitz mit Ausfallrisiken verbunden ist, weil es sich um ein Stück Papier innerhalb des Finanzsystems handelt. Physische Edelmetalle, korrekt gehalten, sind die beste Absicherung, welche Investoren gegen ein total verfaultes Finanzsystem besitzen können.

Quelle: Nachtwächter


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