Egon von Greyerz: Globale Superblase vor der Implosion

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Von Egon von Greyerz

Nur wenige erkennen die kommenden Gelegenheiten in allen Anlagemärkten in den nächsten etwa fünf Jahren. Aktien, Bonds und Immobilien werden dann zu Bruchteilen ihrer derzeitigen Preise erhältlich sein.

In der vergangenen Woche sprach ich auf KWN von meiner Erwartung, dass Aktien und Immobilien möglicherweise um ganze 90 % einbrechen werden. Die Meisten werden dies für eine sensationalistische Spekulation und unmöglich halten, aber vergleichbare Abstürze haben sich in der Geschichte ereignet.

Zu keiner Zeit der Weltgeschichte gab es eine Kreditblase eines Ausmaßes, wie ihr die Welt heute gegenübersteht. Einzelne Länder haben Depressionen erlebt, welchen oft Hyperinflation folgte, aber niemals zuvor gab es in jedem einzelnen industrialisierten Land ein Jahrhundert exponentiellen Wachstums von Schulden, Anlagewerten und Inflation – was wahrscheinlich zu einem globalen Zusammenbruch führen wird.

Es ist natürlich unmöglich den Zeitpunkt eines 100-jährigen Superblasen-Zyklus zu benennen. Das Ganze läuft bereits viel länger, als viele von uns es für möglich gehalten haben. Aber Regierungen, Zentralbanken und Geschäftsbanken haben es geschafft, endlose Mengen an Geld ins System zu pumpen, um das Ponzi-Schema am Laufen zu halten.

Die Meisten verstehen nicht, was mit ihrem Geld geschieht. Sie glauben, dass ihr Dollar, Pfund oder Euro noch den selben Wert wie vor 10 oder 25 Jahren hat. Seit der Gründung der FED 1913 in den USA sind alle großen Währungen im Wert um 97 bis 99 % gefallen. Das bedeutet, dass die Ersparnisse um den selben Wert vernichtet worden sind.

Ersparnisse sind für das gesunde Wachstum einer Volkswirtschaft jedoch essentiell. Sie sind die Basis für Investitionen in Wachstum in allen Bereichen der Wirtschaft – ob es nun der Produktionsbereich, der Wohnungsbau oder die Infrastruktur ist. Für echtes Wachstum müssen Ersparnisse vorhanden sein.

Das von der Welt erfahrene Wachstum der letzten paar Jahrzehnte – besonders seit im Jahr 1971 die Golddeckung des US-Dollars aufgehoben wurde – basierte auf einer massiven Ausweitung der Schulden. Kreditschöpfung führt zu Währungsabwertung und in realen Werten wird praktisch keinerlei Wachstum erreicht. Deshalb steigen die Durchschnittseinkommen in vielen Ländern, wie in den USA oder in Großbritannien, für normale Arbeiter auch nicht.

Die globale Superblase wird implodieren

Die Welt wird sehr bald erleben, wie falsch und gefährlich das globale Wachstum gewesen ist, denn es beruht auf dem Fundament von Papiergeld. Dieses Fundament wird in den kommenden Jahren kollabieren und die Welt wird dann erkennen, dass alle Wertanlagen auf Blasenniveaus aufgeblasen wurden und den Großteil ihres Wertes verlieren werden.

Trump wird der Tradition seiner Vorgänger weiter folgen und die US-Schulden um mindestens 9 % im Jahr ausweiten, vermutlich aber erheblich mehr, denn er hat große Infrastrukturausgaben versprochen. Dazu kommt, dass er höchstwahrscheinlich mit einem großen wirtschaftlichen Abschwung in Verbindung mit Problemen im Finanzsystem zu tun bekommen wird. Dies wird sehr wahrscheinlich zu Geldschöpfung in astronomischen Größenordnungen und zu Hyperinflation führen.

Das Gemälde unten zeigte im Original Obama und Bernanke, welche die US-Schulden verdoppelt haben. Aber Trump und Yellen werden wahrscheinlich noch mehr schaffen und eine Flut von gedrucktem Geld hervorrufen. “Après Nous le Deluge“ (Nach uns die Sintflut) sagte Madame de Pompadour, die Geliebte von Ludwig dem XV. zu ihrem französischen König, nachdem sie eine Schlacht gegen die Preußen im Jahr 1757 verloren hatte. Der nachfolgende Verfall der französischen Wirtschaft endete in der französischen Revolution. Der kommende Verfall der US-Wirtschaft könnte leider zu einem ähnlichen Ergebnis führen.

Der Effekt implodierender Schulden und dazu massiver Geldschöpfung wird für die Wenigen, welche jetzt die richtigen Maßnahmen zum Schutz ihrer Vermögen einleiten, eine im Leben einmalige Gelegenheit werden.

Wer heute in den USA oder in Europa ein Haus kauft, wird einen Preis dafür bezahlen, welchen er in realen Werten niemals wieder in seinem Leben erleben wird, auch wenn die nominalen Preise aufgrund der Hyperinflation sogar noch höher gehen könnten. Niemand sollte davon ausgehen, dass man seine Kredite mit hyperinflationärem Geld zurückzahlen können wird.

Es gibt eine Vielzahl von Risiken: viele werden ihre Arbeit verlieren und die Zinsen werden auf 15 bis 20 % steigen. Das größte Risiko wird aber die Wertsicherung von Krediten sein. Die Banken werden Kredite mit großer Sicherheit mit einem Prozentsatz der Inflation indizieren. Es wird wahrscheinlich Notfall-Gesetze geben, welche diese drakonische Maßnahme stützen wird.

Wenn wir uns also vor Augen führen, was in realem Geld gesehen – also in Gold – mit Immobilienpreisen passieren wird, dann sehen wir Konsequenzen, welche heute nur von wenigen erkannt werden. Ein durchschnittliches Haus in den USA kostet heute rund $ 265.000. Nicht dass man für $ 265.000 besonders viel bekommt, aber das ist der Durchschnitt. In Gold gemessen sind dies 7 Kilogramm oder 225 Unzen:

Wie ich in meinem Beitrag vergangene Woche detaillierter ausgeführt hatte, liegt meine Prognose für Gold in den kommenden Jahren bei mindestens $ 10.000 in heutigem Geld. Gemessen in hyperinflationiertem Geld wird es ein Vielfaches sein. Die durch Kredit und Schulden aufgeblasenen Immobilien wird dann kollabieren. Immobilienpreise werden um mindestens 75 % fallen, wahrscheinlich sogar um 90 %:

Ein Rückgang von 75 % für Immobilien ist sehr realistisch und wahrscheinlich das Minimum. Zu dem Zeitpunkt, mit Gold bei $ 10.000, wird ein Haus nicht mehr 7 kg oder 225 Unzen kosten, sondern 0,2 kg oder 7 Unzen. Gemessen in Gold wird der Preis dann um 97 % gefallen sein und das Haus nur 3 % dessen kosten, was es im Jahr 2016 gekostet hat. Das hört sich vollkommen unrealistisch an, aber dies ist die Erfahrung in Ländern unter hyperinflationärer Depression wie in der Weimarer Republik.

Lassen Sie uns auch einen Absturz der Immobilienpreise um 90 % betrachten. Noch unrealistischer, mögen manche behaupten. Aber man bedenke, dass ein durchschnittliches Haus im Jahr 1916 für weniger als 1 % dessen zu haben war, was es heute kostet: $ 2.000 damals, gegen $ 265.000 heute. Bei einem Kollaps der Schulden in Verbindung mit 15 bis 20 % Zinsen, hoher Arbeitslosigkeit und erheblicher wirtschaftlicher Einbrüche, könnte es ganz leicht zu einem 90 %igen Absturz kommen:

Für jemanden, der dieses Szenario für möglich hält – was natürlich nur sehr wenige sein werden -, wird sich die Möglichkeit ergeben, sagen wir im Jahr 2021 ein Haus für 1 % dessen zu erwerben, was es heute kosten würde, wenn er sein Geld in Gold anlegt. Es hört sich unrealistisch an, aber das Risiko besteht, dass heute ein Haus zu kaufen wahrscheinlich zu einer sehr kostspieligen und womöglich ruinösen Erfahrung führen wird.

Was sollte man also tun, wenn man bereits ein Haus besitzt? Sofern Sie ein Preisverfall um 90 % nicht beunruhigt, behalten Sie das Haus um darin zu leben, statt es als Investment zu betrachten. Wenn man dagegen Schulden auf dem Haus hat, welche zu deutlich höheren Zinsen nicht mehr von Ihnen bedient werden können, insbesondere, wenn Sie ihre Arbeit verlieren, dann wäre es besser das Haus jetzt zu verkaufen und dafür Gold zu kaufen. Miete ist in diesem Fall die deutlich bessere Option.

Großer Einbruch der globalen Märkte

Kurzfristig steht Gold unter Druck und könnte noch ein Stück weiter fallen. Es ist sogar möglich, dass man den Preis mittels des Papiermarktes auf das Tief von $ 1.050 vom Dezember 2015 drücken wird. Aber am 4. Dezember finden in Italien Wahlen statt, welche die globalen Märkte in Panik versetzen und einen dramatischen Impakt auf den Goldpreis haben könnten.

Am 13./14. Dezember findet darüber hinaus das sehr wichtige FED-Treffen statt. Die ganze Welt erwartet eine Anhebung der Zinsen in den USA, was zu einem deutlich gestiegenen Dollar geführt hat. Falls die FED die Märkte enttäuscht, wird es einen massiven Schock geben. Aber selbst wenn die FED tut was alle erwarten, so erwarte ich, dass der 14. Dezember der späteste Zeitpunkt ist, an dem sich viele Märkte drehen werden: Dollar runter, Aktien runter und Gold rauf.

Folglich sollten Gold-Investoren die Manipulationen des Papiergold-Preises einfach ignorieren. Es besteht weiter starke physische Nachfrage aus China und Russland. Wenn die Import-Beschränkungen in Indien aufrechterhalten werden, dann wird dies durch Schmuggel umgangen. Jedwede Einschränkung wird nur zu noch höheren Goldpreisen führen, was in Indien bereits geschieht.

Wie auch immer sich Gold kurzfristig bewegt, es wird in heutigem Geldwert mindestens $ 10.000 erreichen. Investoren müssen im Hinterkopf behalten, dass Gold jetzt die preiswerteste Absicherung ist, welche man sich gegen ein verfaultes Finanzsystem zulegen kann und es ist zu den derzeitigen Preisen ein Riesenschnäppchen.

Quelle: Nachtwächter


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