Egon von Greyerz: So verheerend wird die Zerstörung des weltweiten Finanzsystems sein

0
268

Von Egon von Greyerz

Nur sehr wenige Menschen erkennen den enormen Vermögenstransfer, welcher in den kommenden 5 Jahren geschehen wird. Die meisten werden 75-90 % ihres Vermögens verlieren und manche alles.

Was interessant ist, ist dass Investoren den Großteil ihres Geldes nicht verlieren müssten, wenn sie ein paar wenige Maßnahmen ergreifen würden, um ihr Vermögen zu schützen. Ich spreche oft mit Vertretern von Familien, welche ihre Vermögen aus der Größenordnung von $ 100en Millionen auf viele Milliarden ausgebaut haben. Ohne Ausnahme glauben diese, dass zum Aufbau eines Unternehmens oder für die Investitionen, welche diese Vermögen geschaffen haben, irgendwelche Fähigkeiten vonnöten wären.

Es bedarf eindeutig einer Menge Fähigkeiten und eines bisschen Glücks, um ein ansehnliches Vermögen aufzubauen. Aber die Größenordnung von heutigen Vermögen hat nichts mit Investment-Fähigkeiten zu tun, sondern mit der enormen Kredit- und Geldschöpfung, welche die Welt seit der Schaffung der FED 1913 erlebt hat. Dies hat globales Wachstum in Vermögenswerten erschaffen, welches seines Gleichen sucht.

Aktien sind ein massiver Nutznießer der größten Geldmengenexpansion gewesen, welche die Welt jemals erlebt hat. Wenn wir uns den DOW seit dem Beginn des letzten großen Wirtschaftszyklus anschauen, welcher Anfang der 1980er Jahre begonnen hat, dann sehen wir einen bemerkenswerten Anstieg.

Anfang der 1980er stand der DOW bei 850 und heute sind es 18.870 Punkte. Das ist ein Zuwachs von 18.000 Punkten innerhalb von nur 36 Jahren. Dies bedeutet, dass der DOW seit 1981 im Schnitt um 9 % pro Jahr gestiegen ist. Ein 9 %iger jährlicher Anstieg bedeutet, dass der Index sich alle 8 Jahre verdoppelt hat. Was für ein großartiges Investment. Man kauft 1980 Aktien im Wert von $ 10.000 und hat heute, im Jahr 2016, $ 220.000 – ohne einen Finger dafür krumm gemacht zu haben. Dazu kommt, dass es im Schnitt eine Dividende von 2 % gegeben hat.

Aber dieses Wachstum im Aktienmarkt geschah nicht aus sich selbst heraus. Aktien steigen nicht 36 Jahre lang um jährlich 9 % ohne entsprechenden Treibstoff. Und die Erklärung ist ganz einfach: Schulden stellten den benötigten Treibstoff dar, denn die US-Schulden sind ebenfalls jährlich seit 1981 um 9 % gestiegen.

Das Rezept, ein erfolgreicher und beliebter Präsident zu werden, ist also Geld zu drucken und sich zu leihen. Es findet sich eine absolute Korrelation zwischen dem Schuldenzuwachs der USA und dem Wachstum im Aktienmarkt.

Reagan kannte dieses Geheimnis. Während seiner Amtszeit verdreifachte er die Schulden von $ 900 Milliarden auf $ 2,6 Billionen, was zu einer Verdreifachung des DOW von 900 auf 2.700 Punkten führte. Und so ging es weiter. Clinton musste nicht ganz so viel Geld drucken, um den Markt hochzubekommen, aber Bush Jr. musste die Schulden fast verdoppeln und der Markt stand nach seiner achtjährigen Amtszeit dennoch niedriger, als zu deren Beginn. Obama verdoppelte sowohl die Schulden als auch den DOW, im Einklang mit dem langfristigen Trend.

Das Problem für Trump ist, dass wir jetzt an dem Punkt abnehmender Erträge angekommen sind und dies hat bereits mit George W. begonnen. Als Bush Jr. sein Amt antrat, stand der DOW bei 10.800 Punkten und jetzt steht er bei 18.800 – ein Anstieg von 74 %. Um diesen 74 %igen Anstieg des DOW zu erreichen, mussten die Schulden jedoch um 250 % wachsen. Das bedeutet, dass Trump unglaublich viel Geld drucken müssen wird, um den Aktienmarkt weiter steigen zu lassen.

Bedenken Sie, dass der DOW mit seinem Verhältnis von Preis zu Ertrag bei über 20 liegt und die Unternehmensgewinne fallen. Es wird praktisch unmöglich sein, dies aufrechtzuerhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trump nach vier Jahren wiedergewählt wird, ist sehr dünn, was an dem derzeitigen hohen Niveau des Aktienmarktes in Zusammenhang mit den Rekordschulden liegt. Es wäre viel besser Präsident zu werden, wenn die Wirtschaft und die Märkte schwach sind – wie zu Reagans Zeiten.

Im Jahr 1929 erreichte der DOW seinen Höchststand bei 400 und kollabierte dann 1932 auf 40 Punkte. Dieser Absturz um 90 % ereignete sich in einer Zeit, als die wirtschaftlichen Bedingungen in den USA und weltweit viel harmloser waren, als sie es heute sind. Der DOW ist seit 1981 um das 22-fache gestiegen. Die Welt befindet sich in einer historischen Anlage- und Kreditblase beispielloser Größenordnung. Eine Implosion der Schulden könnte den DOW problemlos – wie 1929 bis 1932 – um 90 % abstürzen lassen, womöglich sogar um 95 %, und damit zurück auf das Niveau von 850 Punkten, bei dem dieser Bullenmarkt seinen Anfang nahm.

Dies würde bedeuten, dass er in realen Werten gemessen um 95 % fällt. Ich sage reale Werte, weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass wir das größte Geldschöpfungsexperiment der Geschichte erleben werden, bei dem Zentralbanken, beim nutzlosen Versuch das Finanzsystem und die Weltwirtschaft zu retten, weltweit Billionen oder gar Billiarden an Dollars drucken werden. Diese massive Geldschöpfung könnte dazu führen, dass der DOW nominal oder in hyperinflationären Werten viel höhere Niveaus erreicht.

Der beste Weg den DOW real zu messen ist Gold. Gold ist das einzige Geld, welches die vergangenen 5.000 Jahre überdauert hat und es stellt stabile Kaufkraft dar. Mit der Zeit geht Gold nicht hoch, sondern es sind Papier- oder Fiatwährungen, welche bis auf Null sinken.

Das DOW/Gold-Verhältnis erreichte 1999 seinen Höchststand und befindet sich jetzt in einem Abwärtstrend. Sobald die aktuelle Korrektur vorbei ist, wird sich das Verhältnis weiter Richtung 1:1 bewegen, wo es 1980 lag, als der DOW bei 850 Punkten stand und Gold einen Preis von $ 850 hatte. Die einzige Frage ist, auf welchem Niveau sich der DOW und Gold wiederfinden werden, wenn dieses Verhältnis von 1:1 erreicht ist.

Wird der DOW bei 10.000 Punkten und Gold bei $ 10.000 stehen? Oder werden wir hyperinflationäre Niveaus von 100.000 Punkten beim DOW und $ 100.000 für Gold sehen? Das absolute Niveau ist wirklich irrelevant, denn auf welchem Niveau sie sich auch immer treffen, es wird einen katastrophalen Verlust realen Kapitals für Aktienmarkt-Investoren bedeuten.

Für Aktienmarkt-Investoren bedeutet ein Verhältnis von 1:1 einen Verlust von mehr als 90 % in realen Werten – Aktien im heutigen Wert von $ 1 Million wären dann weniger als $ 100.000 wert. Und bedenken Sie, dass es beim letzten Mal, als der DOW in den Jahren 1929 bis 1932 um 90 % abstürzte, 25 Jahre dauerte, um den einstigen Höchststand wieder zu erreichen.

Der Immobilienmarkt wurde ebenfalls durch diese Schuldenexplosion angeheizt. Ich treffe viele wohlhabende Investoren die glauben, dass Immobilien die beste Form des Vermögenserhaltes ist. Natürlich stimmt es, dass Immobilien in den vergangenen 100 Jahren eine fantastische Investition waren. Hunderte Jahre vor 1913 lag die Inflation stabil bei 1 bis 2 % im Jahr und dasselbe galt für Immobilienwerte. Ein Haus von Anfang des 18ten Jahrhunderts stieg 200 Jahre lang kaum im Preis, bis Anfang des 20ten Jahrhunderts.

Die Gründung der FED führte aber im Großteil der westlichen Welt zu Schuldenwachstum und Geldschöpfung exponentiellen Ausmaßes. Und deshalb sind Immobilienpreise in den vergangenen 100 Jahren tausende von Prozent raufgegangen. Aber zu glauben, dass Immobilien jetzt – nach dem größten Anstieg der Geschichte – reale Werte darstellen, ist sehr gefährlich. In den letzten paar Jahren wurde diese Blase noch zusätzlich mit praktisch kostenlosem Geld zu Null- oder Minuszinsen aufgebläht.

In Gold gemessen erreichten US-Immobilien Anfang der 1970er ihren Höchststand. Der Rückgang eines durchschnittlichen US-Hauses gegen Gold liegt seitdem bei 87 %. Es könnte sein, das die US-Immobilienwerte nicht allzu viel weiter von dort fallen, wenn wir aber den hohen Kreditstand in diesem Markt mit den Niedrigzinsen kombinieren, dass ist es eher wahrscheinlich, dass Häuser in der westlichen Welt noch substanziell weiter fallen werden.

Ein Mindestziel ist das Niveau von 1980, was real gegen Gold einen Rückgang um 50 % bedeuten würde. Wenn man sich jedoch die Blasennatur dieses Marktes vor Augen führt, dann werden es wohl eher 75 bis 90 % sein, also mindestens auf den Wert von 10 auf dem folgenden Chart:

Der Rückgang bei Anlagewerten und die folgliche Zunahme des Goldwertes könnte in den kommenden fünf Jahren geschehen. Falls dem so ist, werden Investoren mit Aktien und Immobilien in Wirklichkeit 75 bis 95 % ihrer Werte verlieren. Dies sollte nicht als sensationell angesehen werden, sondern einfach nur als gesunde Korrektur der größten Anlage- und Schuldenblase der Geschichte.

Ja, es wird Elend und eine erhebliche Anpassung für die meisten Menschen bedeuten. Aber dies ist eine notwendige Anpassung, damit die Welt wieder ohne exzessive Schulden wachsen kann. Denn mit $ 250 Billionen an Schulden und Billiarden an Derivaten besteht für die Weltwirtschaft keine Chance zur Weiterentwicklung. All diese Schulden müssen zusammen mit den sie deckenden Anlagen implodieren.

Gold wird eindeutig als Schutz gegen die kommende Vermögensvernichtung dienen. Es muss jedoch physisches Gold sein, welches außerhalb des Finanzsystems und außerhalb des Heimatlandes des Investoren gehalten wird. Gold muss auch in einem politisch sicheren Land mit einem Gold-Ethos aufbewahrt werden.

Die derzeitige Korrektur beim Goldpreis sollte vollkommen ignoriert werden. Diese wird durch Manipulation und einen temporär starken Dollar hervorgerufen. Es ist wichtig sich gegen die vorstehenden Risiken abzusichern und Gold ist die größtmögliche Sicherheit, welche man überhaupt besitzen kann. Menschen, die nicht im Besitz von Gold sind, stehen vor monumentalen finanziellen und menschlichen Risiken.

Quelle: Nachtwächter


Kapitalfehler
Die Finanzkrise 2008 hat die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds getrieben. Doch ihre Ursachen sind bis heute weder verstanden noch behoben worden. Warum scheitert der Kapitalismus immer wieder daran, unseren enormen Wohlstand fair und nachhaltig zu verteilen? Warum verliert er periodisch seine Innovationsfähigkeit und seine Kraft zur Erhöhung von Wohlstand, Lebensqualität und sozialer Sicherheit? Warum zählen zeitweise nur noch die Interessen von Konzernen, Superreichen und einer Finanzelite, die sich von der Realwirtschaft fast vollständig abschottet…? (weiter)


Vermögen retten – in Silber investieren
Seit Ausbruch der Finanzkrise zweifeln immer mehr Anleger am System des Papiergeldes. Die gigantischen Schulden sowie die ins beinahe Unendliche gewachsene Geldmenge werden in einer Hyperinflation enden und damit unsere Geldvermögen vernichten. Welche Werte sind noch solide? Welche Anlageform erweist sich als »sichere Bank«? Ergreifen Sie eine seltene Chance und profitieren Sie direkt von der Anlageform, mit dem weltweit größten Potenzial und retten Sie Ihr Vermögen…! (weiter)


GOLD! SILBER! JETZT!
Wachsende Unruhe in der Weltpolitik, Rohstoffknappheit und der Kampf der Kulturen, Spekulationen an den Aktienmärkten, ein Crash an den internationalen Börsen, eine Wirtschafts- und Bankenkrise, die auch die Lebensversicherungen erschüttern wird, eine inflationäre Geldpolitik der Notenbanken und der katastrophale Zustand der öffentlichen Finanzen mit einem drohenden Staatsbankrott stellen erhebliche Risiken für das private Vermögen und die langfristige Altersvorsorge dar. Eine Anlageklasse erweist sich in Krisenzeiten jedoch als wertstabil und gewinnbringend: die Edelmetalle Gold und Silber… (weiter)


Der Crash ist die Lösung
Der finale Kollaps wird kommen, weil die wahren Ursachen der Finanzkrise nicht beseitigt wurden. Die Finanzindustrie, die die Krise verursacht hat, ist sogar der Krisengewinner, der wieder mit gigantischen Geldsummen jongliert und im Zweifelsfall von uns gerettet wird! Die Folgen sind volkswirtschaftliche Schadensmaximierung, die größte Insolvenzverschleppung in der Geschichte der Menschheit, Vernichtung unseres Wohlstands durch dauerhaft niedrige Zinsen sowie Enteignung unserer Ersparnisse und Lebensversicherungen, sobald das System kollabiert… (weiter)


Achtung! Bargeldverbot!
Der nächste dreiste Coup auf unser Geld steht unmittelbar bevor: Schon bald drohen Bargeldrestriktionen bis hin zum Bargeldverbot. Die EU arbeitet bereits an konkreten Plänen, das Bargeld 2018 vollständig abzuschaffen. Die Bürger werden dadurch zu »gläsernen« und ferngelenkten Verbrauchern. Der Staat und viele Großkonzerne reiben sich die Hände… (weiter)

Hinterlassen Sie einen Kommentar