Egon von Greyerz: Target2 und der $ 2,25 Billiarden-Alptraum

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Von Egon von Greyerz

Gold zu besitzen bedeutet keineswegs eine Sorgenwand hinaufzuklettern. Jedem, der die Probleme versteht welchen sich die Welt jetzt gegenübersieht, gibt physischer Goldbesitz Seelenfrieden und die beste Absicherung welche man für Geld kaufen kann.

Warum also sind weniger als 0,5 % der weltweiten Finanzanlagen in Gold und Goldaktien investiert? Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens haben 100 Jahre massiver Kreditexpansion und Geldschöpfung hauptsächlich jene Anlageklassen aufgebläht, welche Investoren auch verstehen – seien es Aktien, Bonds oder Immobilien. Darüber hinaus haben Finanzrepressionen, welche allgemeinverständlich Manipulationen genannt werden, die meisten Finanzmärkte vollkommen entstellt.

Mit Hilfe von Derivaten können Regierungen, Zentralbanken, Investmentbanken und Hedgefonds falsche Märkte in den meisten Investmentbereichen erschaffen. Wenn ein Markt massiv und global ist, wie der Währungsmarkt, dann ist er sehr schwer zu manipulieren – es sei denn mehrere große Staaten schließen sich dabei zusammen. Aber in einem kleinen Markt, wie dem Gold- und Silbermarkt, ist es extrem einfach die Preise zu manipulieren; dies gar noch mehr, wenn der Großteil davon mit Unterstützung und dem Segen von Regierungen durchgeführt wird.

Jede Manipulation endet in Tränen

Je länger es dauert, bevor ein Markt wieder zu seinem unmanipulierten Gleichgewicht findet, umso größer wird die Korrektur sein. Derweil glauben Investoren, dass ihre Portfolios weiter in den Himmel wachsen. Niemand fürchtet sich vor der Tatsache, dass das Verhältnis von Preis und Ertrag 80 % über dem historischen Durchschnitt steht oder dass Bondzinsen bei null oder in manchen Fällen gar negativ stehen. Aber in Blasenmärkten bedarf es nicht viel, um die Stimmung zu verändern.

Es wird viel über den Trump-Effekt geredet. Wird der neue US-Präsident weiterhin die Stimmung am Markt anheizen oder wird er einen Zusammenbruch auslösen? Natürlich ist es nicht Trump, welcher die Richtung der Märkte verändert. Viel wahrscheinlicher ist, dass er einfach nur einer der Auslöser ist, welche den Kredit- und Aktienmarkt zum Platzen bringen. Wenn Märkte überkauft, überbewertet und übergeliebt sind, dann bedarf es nicht viel um die Richtung umzukehren. Und genau da stehen wir jetzt. Eine Veränderung der Stimmung und Angst wird die Märkte von jetzt auf gleich drehen.

Kurzfristig ist der Goldpreis ein Spiegel dieser Angst. Langfristig ist das Einzige was Gold jedoch tut, die Entwertung von Papier-Währungen aufzuzeigen. Seit 1971, als Nixon den US-Dollar von der Golddeckung löste, hat die US-Währung 97 % seiner Kaufkraft verloren. Da die Entwertung einer Währung jedoch auf täglicher Basis nicht bemerkt wird, wird sein Effekt von der Öffentlichkeit niemals verstanden.

Nur wenige Menschen erkennen, dass die Steigerungen bei Häuser- oder Nahrungsmittelpreisen die Folge von Kreditexpansion und Geldschöpfung sind. Wir werden niemals eine Schlagzeile sehen wie: “Der Dollar verliert Kaufkraft aufgrund ökonomischer Misswirtschaft“, oder dass Gold aufgrund der Abwertung des Dollars steigt. Seit 2011, als Gold einen temporären Höchststand von $ 1.920 erreicht hatte, haben wir selten positive Schlagzeilen über Gold erlebt. 2016 gab es die ersten Anzeichen dafür, dass Gold wieder Meldungen wert war, aber die erstarben schnell wieder, als Gold $ 250 von seinem Juli-Hoch 2016 fiel.

Am 24. Februar jedoch sahen wir Schlagzeilen über Gold und Angst wie:

  • “Gold nähert sich Viermonatshoch, inmitten gestiegener politischer Unsicherheit“
  • “Gold nähert sich Viermonatshoch, während politische Bedenken in Europa andauern“
  • “Gold liebt Trump“

Und ein Marktkommentar lautete: »Der Anstieg der Aktien in diesem Jahr sagt uns, dass Investoren zuversichtlich bezüglich Trumps Amerika sind, aber der Anstieg beim Gold besagt, dass man sich auch darüber bewusst ist, dass das alles ganz furchtbar schief gehen könnte.«

Der $ 2,25 Billiarden-Alptraum

Dieser Kommentar sagt alles: es wird alles ganz furchtbar schief gehen. Das ist die unabänderliche Konsequenz von 100 Jahren Kreditexpansion von praktisch nichts auf $ 250 Billionen, plus weltweiter ungedeckter Verbindlichkeiten von grob $ 500 Billionen, plus Derivaten in Höhe von $ 1,5 Billiarden. Dies ergibt eine schwindelerregende Gesamtsumme von $ 2,25 Billiarden.

Folglich stellt sich nicht die Frage was schief gehen könnte, denn es ist garantiert, dass all diese Verbindlichkeiten zu irgendeinem Zeitpunkt implodieren werden. Und wenn sie es tun, dann wird dies Not und Elend in einem Ausmaß in die Welt tragen, welches sich niemand jemals hätte vorstellen können. Es ist natürlich sehr schwierig das Ende eines großen Zyklus vorherzusagen – da es sich hier kaum um einen 100-jährigen Zyklus handelt, sondern wahrscheinlich um einen 2.000-jährigen. Auch ist es unmöglich vorherzusagen, wie lange der Absturz dauern wird.

Wird er allmählich ablaufen, wie im Dunklen Zeitalter, welches 500 Jahre nach dem Fall des Römischen Imperiums anhielt? Oder wird der Absturz dieses Mal aufgrund der Implosion der größten Kreditblase der Weltgeschichte viel schneller gehen? Letzteres ist wahrscheinlicher, insbesondere da die Blase vor ihrer Implosion noch erheblich wachsen wird.

Der Grund für die Ausdehnung der Blase ist, dass Zentralbanken weltweit, im Versuch das Finanzsystem zu retten, unbegrenzte Mengen an Geld drucken werden. Die Menge geschöpften Geldes könnte problemlos die Größenordnung der offenen Kredite, Verbindlichkeiten und Derivate in Höhe von $ 2,25 Billiarden erreichen. Dies wird aber wahrscheinlich nicht reichen, da die Defizite in Bereichen wie Sozialversicherungen, Pensionen, usw. exponentiell ansteigen werden. Die meisten Menschen werden diese Zahlen heute kaum ernst nehmen, allerdings hat auch niemand Erfahrungen mit dem Ende der größten weltweiten Schuldenblase der Geschichte.

Wir finden in der Geschichte viele Beispiele dafür, was in einer hyperinflationären Wirtschaft passieren kann. Nehmen wir beispielsweise die Weimarer Republik, in welcher der Goldpreis 100 Billionen Mark erreichte. Hyperinflation wird oftmals zu einem grausamen, sich selbst nährenden Kreislauf, bis das Finanzsystem unter dem schieren Gewicht wertlosen hyperinflationären Geldes zusammenbricht, welches von den Zentralbanken gedruckt wurde.

Wir sind nicht mehr weit von dem Moment entfernt, an dem Zentralbanken mit ihrer ordentlichen Ausdehnung des Ponzi-Schemas scheitern werden. Hyperinflationäre Geldschöpfung wird gewiss nicht ordentlich ablaufen. Regierungen haben weder die Fähigkeiten noch die Vorstellungskraft dafür, der Bevölkerung dauerhaft weiszumachen, dass sie echtes Geld aus dem Nichts erschaffen. Aus irgendeinem Grund besteht heute vollkommenes Vertrauen in von den Regierungen mittels der Zentralbanken herausgegebene Schulden-Instrumente. Sobald die Geldschöpfung eskaliert wird dieses Vertrauen schwinden.

Wie kann ein geistig gesunder Investor Schulden-Instrumente eines Landes kaufen, welche sich im Bereich von negativen bis marginal positiven Zinsen bewegen? Insbesondere da es garantiert ist, dass diese Schulden niemals zurückbezahlt werden – zumindest nicht in echtem Geld.

Wird Target2 das europäische Finanzsystem crashen?

Von den vielen Auslösern, welche den Fall des Finanzsystems auslösen könnten, ist ‚Target2“ einer der wahrscheinlichsten. … Wirklich faszinierend ist, dass sich praktisch niemand über Target2 oder seine Folgen bewusst ist. Dies ist ein EU-System, welches nur wenige verstehen und noch viel weniger seine fatalen Konsequenzen. Target2 wird die europäischen Steuerzahler mindestens € 1 Billion kosten; es könnte aber auch ganz leicht auf € 1,5 oder € 2 Billionen oder mehr anwachsen.

Aber wie wir wissen, haben die Steuerzahler kein Geld, also werden es die europäischen Regierungen sein, welche die Rechnung bezahlen. Aber diese haben ebenfalls kein Geld und werden es folglich drucken. Und dies ist ein weiterer garantierter Grund für Hyperinflation. Ein Wahlsieg von Beppe Grillo in Italien oder Marine Le Pen in Frankreich könnten zwei der vielen Auslöser werden, welche die EU und ihr Finanzsystem verwüsten. Dadurch würde die Finanzierung der € 1 Billion im Target2 definitiv wertlos werden.

Was also macht Target2 so gefährlich? Es ist ein transeuropäisches Ausgleichssystem, bei dem die Verbindlichkeiten privater Banken auf Zentralbanken und so letztlich die Steuerzahler übertragen werden. Wenn eine spanische Firma Güter aus Deutschland kauft, was von ihrer Bank finanziert wird, dann werden diese Schulden an die spanische Zentralbank verkauft, welche diese Schulden wiederum über die EZB refinanziert. Die EZB ihrerseits sammelt Geld hauptsächlich von deutschen Banken und Investoren ein. Dasselbe passiert zum Beispiel, wenn ein italienischer Bankkunde seine Einlage in Höhe von € 1 Million von einer italienischen Bank zu einer deutschen Bank transferiert, um sein Geld vor dem Risiko der Abwertung oder eines Bail-Ins zu schützen.

Was wir in Europa beobachten, ist eine massive Kapitalflucht aus den Mittelmeerländern nach Deutschland und Luxemburg. Viele Investmentfonds sind in Luxemburg ansässig. Die Konsequenz davon ist, dass deutsche Investoren fast € 800 Milliarden an Süd-Europa verliehen haben und Investoren aus Luxemburg € 200 Milliarden. Die Gesamtsumme von € 1 Billion wird von der EZB garantiert und an Banken in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland verliehen. Durch Target2 leiht sich Spanien € 328 Milliarden, Italien € 364 Milliarden und Portugal und Griechenland zusammen weitere € 150 Milliarden.

Die EZB hat Target2 stets als Ausgleichssystem zwischen europäischen Zentralbanken angesehen und nicht als Finanzierungsvehikel. Keine Ratingagentur hat die Konsequenzen von Target2 verstanden.

Wir wissen natürlich, dass die Mittelmeerländer keine € 1 Billion zurückzahlen werden oder können. Wie so oft steckt nicht der Schuldner in Schwierigkeiten, sondern der Gläubiger. Demnach steckt Deutschland in größeren Schwierigkeiten, als Italien, Spanien oder Portugal. Diese Länder können nicht zahlen, also wird Deutschland die Rechnung übernehmen müssen. Aber deutsche Banken, angeführt von der Deutschen Bank, haben extrem schwache Bilanzen und massive Derivatepositionen. Sie sind also nicht in der Lage zu zahlen. So bleibt nur die EZB und die europäischen Zentralbanken, welche die Druckerpressen hochfahren müssen.

Um das noch einmal deutlich zu sagen: Der Auslöser für das Ende dieser wirtschaftlichen Superblase kann von überall her kommen. Ob es nun Target2 in Europa ist oder ein anderes Land, wie China, Japan, die USA oder die Schwellenländer. Alle haben sie unüberwindbare finanzielle und wirtschaftliche Probleme. Es scheint so, als könnte 2017 das Jahr werden, in welchem viele dieser Probleme ausgelöst werden.

Warnsignal Edelmetallpreise

Die Edelmetalle signalisieren bereits Ärger, wie auch die Schlagzeilen andeuten. Gold ist seit dem Tief im Dezember um 12 % gestiegen und Silber um 17 %. Gold wird den Stand von $ 1.365 wahrscheinlich schnell überschreiten und noch vor Jahresfrist neue Hochs erleben.

Der führende Indikator für die Edelmetalle ist Silber. Als das Gold-/Silber-Verhältnis im Februar 2016 von 84 nach unten drehte, war dies ein klares Anzeichen für das Ende der Korrektur bei den Edelmetallen – insbesondere, da dies mit einem wichtigen Zyklushoch zusammenfiel.

Die Ratio scheint nun in einer ähnlichen Position zu sein wie im August 2009. Seinerzeit erlebten wir eine achtmonatige Bewegung von 68 auf 30 bei der Gold-/Silber-Ratio. Eine vergleichbare Bewegung würde Silber auf $ 65 bringen, wenn Gold ein neues Hoch erlebt. Folglich könnte Silber doppelt so schnell steigen wie Gold.

Im Jahr 2002 gaben wir unseren Investoren den Rat bis zu 50 % ihrer liquiden Mittel in physisches Gold zu investieren. Damals stand Gold bei $ 300. Angesichts der aktuellen weltweiten Risiken glauben wir, dass mit 50 % in physischem Gold und Silber außerhalb des Bankensystems investiert zu sein der beste Weg ist, sein Vermögen vor dem kommenden Kollaps des Papiergeldes und großen Pleiten im Finanzsystem zu schützen.

Quelle: Nachtwächter


Während Angela Merkel es sich gut gehen lässt …
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Kapitalfehler
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Vermögen retten – in Silber investieren
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Der nächste dreiste Coup auf unser Geld steht unmittelbar bevor: Schon bald drohen Bargeldrestriktionen bis hin zum Bargeldverbot. Die EU arbeitet bereits an konkreten Plänen, das Bargeld 2018 vollständig abzuschaffen. Die Bürger werden dadurch zu »gläsernen« und ferngelenkten Verbrauchern. Der Staat und viele Großkonzerne reiben sich die Hände… (weiter)

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