Geld ist nicht Reichtum

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Von Bill Bonner

Einige Probleme haben keine einfachen Lösungen. Für einige gibt es überhaupt keine Lösung. Und hier kommen wir wieder ins Spiel und betteln um ein paar Minuten Aufmerksamkeit…

Das Ganze ist nicht wirklich leicht zu verstehen. Wir brauchten 30 Jahre, um die Sache halbwegs in den Griff zu bekommen. Und die meisten der Ökonomen, von denen Sie lesen, darunter auch Nobelpreisträger, haben keine Ahnung, was wirklich los ist.

Wir reden über Geld. Und über das Problem, das vom falschen Quatsch-Kredit-Geld der Fed verursacht wurde. Es hat zu einer weltweiten Schuldenblase geführt. Mit einem sagenhaften Volumen von 300 Billionen Dollar.

Und wie alle Blasen wird auch diese platzen. Wenn dies – so wie wir vorhersagen – der Fall sein wird, werden wir einen höllenhaft hohen Preis dafür zahlen müssen.

Das Erste, was man verstehen muss, ist, was Geld überhaupt ist. Geld ist nicht Reichtum. Sie könnten einen Haufen Dollar … Euro … oder Gold haben … aber wenn es dafür nichts zu kaufen gibt, ist es wertlos.

Geld ist nicht Reichtum. Es misst nur Reichtum … wie eine Uhr eben die Zeit misst.

Wir wissen, dass eine Uhr nicht gleichzeitig auch Zeit ist. Und Sie können nicht wirklich Zeit vermehren, indem Sie eine zusätzliche Stunde auf ihre Uhr malen.

Reichtum ist, was produziert wurde … was verfügbar gemacht wurde …, was man mit Geld kaufen kann.

Geld mit Reichtum in ein und denselben Topf zu werfen ist wie ein Ticket für das Ballspiel mit dem Spiel selbst in einen Topf zu werfen.

Sie sehen sofort, dass es ein Betrug ist, mehr gefälschtes Geld in die Welt zu bringen, um die Wirtschaft zu „stimulieren“. Es stimuliert die Wirtschaft nicht; stattdessen wirkt es wie eine Uhr, die aus dem Gleichgewicht geraten ist. Sie kommen nicht pünktlich zum Flughafen und verpassen ihren Flug.

Sie hören wie Ökonomen sagen, dass ein „starker Dollar gut … oder ein schwacher Yen schlecht ist“. Es ist Unsinn. Das einzige, was zählt, ist, dass das Geld ehrlich sein muss. Wie bei einer Uhr wollen Sie nur, dass sie ihnen die richtige Zeit anzeigt.

Und letztlich kommt es nur darauf an, was man mit dem Geld kaufen kann. Echtes Geld ist eng verknüpft mit der Realwirtschaft und den Waren und Dienstleistungen, die real produziert werden.

Diese Erkenntnis ist das Herz des Say`schen Gesetzes: Sie kaufen Produkte mit Produkten … nicht mit einem Stück Papier.

Schauen Sie nur, was in Simbabwe in den späten 1990er Jahren geschah, als die Regierung das Geld von der Realwirtschaft treffte. Es wurden Billionen Dollar an Papiergeld gedruckt. Aber dieser Reichtum auf „Papier“ führte alle in die Irre…

Die Menschen gingen in ein Café mit einer Milliarde Zimbabwe-Dollar in der Tasche – und stellten fest, dass sie nicht einmal eine Packung Zigaretten dafür kaufen konnten. Investoren steckten Geld in neue Unternehmen. Sie hofften damit vielleicht eine Rendite von fünf Prozent zu machen. In der Hoffnung eine Rendite von 5% zu machen. Aber leider bekamen sie durch die Hyperinflation entwertetes Geld zurück.

Das Geschäftsleben verlangsamte sich … der Output ging ständig zurück … innerhalb weniger Monate waren die Supermarkt-Regale leer.

Echtes Geld ist und bleibt nah an der Realwirtschaft dran. Wenn die Wirtschaft mehr produziert … wird mehr echtes Geld wertvoller. Dann kann mehr gekauft werden. Wenn die Wirtschaft weniger produziert, sagt echtes Geld uns auch die Wahrheit: Es wird weniger wert, da der „output“ rückläufig ist.

Aber im Jahr 1971 machte Präsident Nixon – empfohlen von führenden „monetaristischen“ Ökonomen Milton Friedman – einen verhängnisvollen Fehler. Er trennte den Dollar von der Realwirtschaft ab.

Ein ehrlicher Fehler?

Vielleicht. Friedman war zu dem Schluss gekommen, dass das Geheimnis für eine gute Währung darin liegt, deren quantitative Menge zu steuern.

Wie wissen Sie, ob Sie zu viel oder zu wenig haben?

Sie sehen nur auf die Verbraucherpreise. Wenn die Verbraucherpreise nicht steigen, haben Sie nichts zu befürchten.

Aber so einfach ist es leider nicht…

Quelle: Rott & Meyer

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