Globales Finanzsystem – am Ende des Wegs angelangt – Teil 2

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Das globale Börsenspielcasino – die wenigen (alternativlosen) Anlagen des Luftgeldes

Wieviele Billionen US-Dollar weltweit in festverzinslichen Papieren als Schulden hinterlegt und fixiert sind, spielt keine Rolle mehr. Sie werden sowieso nie zurückbezahlt. Eine Aktie bedeutet für den Aktionär, an einer Firma mit einem bestimmten Anteil beteiligt zu sein. Wenn die Firma keine Gewinne macht und keine Zukunftsperspektive hat, dann hat der Aktionär seine Sorgen. Die Wirtschaft muß laufen, dann macht es Sinn Aktionär zu sein.

Währungskurse sind nur Austauschverhältnisse über den momentanen „Wert“ zweier Währungen zueinander. Eine Währung bleibt Ausdruck des Vertrauens in eine nationale Volkswirtschaft. Ein künstliches Produkt wie der EURO wird einer einzelnen Volkswirtschaft einer Volkswirtschaftenzwangsgemeinschaft wie der EUROZONE nicht gerecht. Außer das stärkste Mitglied bezuschußt alle schwächeren Mitglieder. Das Volumen an Geld, die globalen Geldmengen, nehmen stetig zu, was letztendlich zu Geldentwertung führt. Der Ölpreis ist normalerweise abhängig von Förderung und Verbrauch. Im Moment scheint zuviel Öl da zu sein, vielleicht ist der aktuelle Rohölpreis immer noch zu hoch?

Unschwer zu erkennen, daß zuviel „an Menge“ da ist

Zuviel Schulden (festverzinsliche Papiere), zuviel Aktienberge und zu hohe Geldmengen (Währungen) weltweit. Alles wächst dynamisch und das heißt nichts anderes, als das es uns über den Kopf wächst. Das Prinzip des „ewigen Wachstums”. An den Finanzmärkten funktioniert es. Noch! Man braucht nur aufs Knöpfchen zu drücken (früher warf man die Druckerpresse an) und schon wird Wachstum generiert. Ein kleiner Teil dieses Wachstums (des Knopfdruckgeldes) kommt in der Realwirtschaft tatsächlich an, aber wenn jeder Haushalt in jedem Zimmer mit zwei Fernsehern, drei PCs und unzähligen Smartphones (ich stelle das absichtlich übertrieben dar) ausgerüstet ist, dann sind die Grenzen des überbordenden Wachstums erreicht.

Deshalb suggeriert man uns ein, noch mehr an Menge und unnützem Zeugs, einschließlich z.B. tausender Fernsehsender und hunderttausender Kino- und Fernsehfilme “on Click” (also auf Knopfdruck) zu konsumieren. Wenn die Geldmengen wachsen, wächst auch die Inflation. „Offiziell“ gibt es kaum Inflation, obwohl sie in jedem Geldbeutel spürbar ist. Ich nenne das die „Discounter-Inflation“, weil wir mit unserer geilen Geizmentalität meinen, wir würden billig einkaufen. Es sind auch diese „Mengen an Null-Prozent-Discounter-Geld“ die sich auflösen müssen. Aber wohin wird der diesem Geld innewohnende „Wert“ fließen?

Die Märkte verlangen stets nach (Wert)-Ausgleich

Gold und Silber könnten diesen Ausgleich liefern und als Wert beinhalten, doch wenn eine alles überwachende Marktmacht dies nicht zuläßt, kann der Wert aus den Papier- und Elektrogeldmärkten nicht in die beiden Edelmetalle fließen. Trotzdem kommt man nicht umhin, „etwas“ an Wertzuwächsen zuzulassen. Denn die Menge an physisch vorhandenem Material ist begrenzt. Der Wert ist in Zahlen darstellbar, der Marktwert ist errechenbar. Grob gerechnet ergibt das weltweit verfügbare physische Gold von 180.000 Tonnen einen Marktwert von „nur“ 7,6 Billionen US-Dollar. (zum Vergleich: die FED-Knöpfchendrücker erzeugten 2008 einfach so 26 Billionen US-Dollar).

Weniger als die Hälfte dieses Goldes ist „börsengerecht“ handel- und lieferbar. Der größte Teil ist verarbeitet und weltweit verteilt, hauptsächlich in Schmuck. Wer dieses Gold besitzt, gibt es ungern (höchstens im Notfall) wieder her. Bei Silber ist meines Wissens der Markt noch enger, allerdings gibt es bei Silber die Recyclingkomponente. Ohne Recycling wäre der physische Markt ziemlich ausgetrocknet.

Wenn der Deckel vom Topf fliegt

Die Bewegungen an den Finanzmärkten sind gegenwärtig eingeschlafen. Ist das Ende des Wegs erreicht? Hält jemand, hält eine Institution den Deckel fest auf den unter Druck stehenden Topf bevor es zum Wertausgleich kommt? Der Wertausgleich wird fließen, wahrscheinlich in nur kurzer Zeit. Wieviel Geld aus den Renten- und Aktienmärkten wird über die Wertaustauschkomponente Währung noch die beiden Edelmetalle erreichen?

Sollten die Preise in kurzer Zeit raketenhaft steigen (denn nur physisches Material wird geliefert und bezahlt) werden die beiden Edelmetalle die Funktion „Geld“ übernehmen. Der Geldwert in festverzinslichen Papieren, in Aktien, auf Konten aller Art in allen Währungen auf diesem Planeten wird sich auflösen. Man bekommt nichts mehr für dieses „Geld“. Rohöl bleibt (als Rohstoffvertreter) übrig, nur bezahlt wird dieses Öl in Gold und Silber. Allerdings wird sich der Verbrauch reduzieren. Aber der Wert wird sich angleichen. Wieviele Tonnen Rohöl wird man für eine Unze Gold bekommen? Vielleicht einen ganzen Rohöltanker voll?

Bloß keine Unruhe erzeugen

Am Ende des Wegs darf keine Unruhe bei den Marktteilnehmern aufkommen. Bei ruhigen Märkten werden die globalen Medien keine Unruhe verbreiten. Es gibt keine Nachrichten, die Nervosität erzeugen. Etwas Optimismus ist angebracht, aber nicht zuviel bitte. Der Kursstillstand bei Renten, Aktien, beim EUR/USD-Kurs, beim Röhölpreis und bei den Edelmetallnotierungen beunruhigt mich. All das verläuft im Moment gleichzeitig. Es wird aber eine Auflösung kommen.

Die Märkte sind manipuliert

Das seit März 2015 im Gegenwert von 80 Milliarden EUR (80.000.000.000 EUR Knopfdruckgeld) monatlich anhaltende Rentenaufkaufprogramm der Europäischen Zentralbank möchte ich noch kurz anführen. Was ist das? Wir lassen uns ein Aufkaufprogramm, das eigentlich das letzte Aufgebot eines Krisen- und Notprogramms ist, als Unterstützungs- und Hilfsprogramm verkaufen.

Wir akzeptieren die Manipulationsargumente der Marktmacher und erkennen sie nicht mehr als das, was sie sind. Man muß die Masse nicht anlügen, da sie Lügen nicht versteht. Viel schlimmer, man verwendet die Umkehrung. Eine Umkehrung ist eine potenzierte Lüge, aber die Umkehrung funktioniert seit tausenden von Jahren zur Führung und Leitung der Massen. Umkehrung heißt (hier) nur, dass man uns eine Maßnahme als etwas anderes verkauft, als sie in Wirklichkeit ist. Eine der Töchter der Umkehrung heißt „Manipulation“.

„Zum Gelde drängt alles, am Zins hängt alles“

Bedeutet „Null Zins“ am Ende des Wegs angekommen zu sein? Gut möglich, aber wer weiß es genau? Zurückgehen kann man nicht mehr, denn „zurückgehen“ würde bedeuten, die Zinsen zu erhöhen. Das hätte neben geahnten wohl viele ungeahnte Folgen. Schon was derivative Finanzprodukte wie Zinsswaps angeht. Das Volumen ist enorm, es kommt nur auf die Kürze der Zeit eines Anstiegs an (sh. hierzu meinen Beitrag: BANKAKTIEN: Derivatebomben bei Deutscher Bank und Credit Suisse. Wann macht es “Bumm”?).

Allein die Kursrückgänge bzw. Kursverluste bei festverzinslichen Papieren wären irgendwo zwischen gigantisch bis astronomisch anzusetzen. Wieviel Negativzins verträgt der Markt, wieviel Negativzins verträgt das System? Die aktuellen Nullzinsen sind ein gigantisches Experiment der Zentralbanken. Die wenigsten Experimente dürften anfangs gleich erfolgreich verlaufen sein. Und „mein Geld, Ihr Geld“ ist Teil des Experiments. Die Wenigsten bemerken es. Nein, sie sind in ihrer Unwissenheit sogar noch zufrieden wie es ist und vertrauen dem System blind.

Droht bei Negativzinsen der Systemkollaps?

Offen bleibt, bei welchem Negativrenditeniveau ein Zinseszinssystem wie das unsere kollabieren kann bzw. kollabiert? Auf jeden Fall sind wir auf einem guten Weg was noch negativere Zinsen bzw. Renditen anbelangt. Vielleicht sind wir schon am Ende des Wegs angekommen und es darf nicht mehr tiefer, sprich negativer, gehen? Die Schweiz ist übrigens Vorreiter was die Tiefe der Negativzinsen (ich nenne es das “Tiefenexperiment”) angeht. Allerdings habe die Schweizer auch ein Problem mit „der Stärke“ ihrer Währung als Fluchtwährung. Zu tiefe Zinsen schädigen die Währung auf eine ganz andere Weise.

Wenn eine bestimmte Höhe eines Negativleitzinses das Geldsystem sprengt, wäre das ein einzigartiges Ereignis. Das steht in keinem Volkswirtschaftslehrbuch, das hatten wir noch nicht. Das würde als Ausrede und Entschuldigung der Zentralbanker durchgehen. Wie die Geldanleger und „Geldinhaber“ auf die plötzliche Wertlosigkeit reagieren werden bleibt offen. Aber wem man alles nimmt, der hat nichts mehr zu verlieren. Am Ende des Weges werden die Geldinhaber (nicht Geldbesitzer) wohl von einer Gänsehaut des Schreckens befallen werden.

Das System ist am Ende des Wegs angekommen

Der Blick zurück lohnt, denn man erkennt, wie man am aktuellen Standort abgekommen ist. Man stellt fest, daß man nur über eine ausufernde Verschuldungsorgie dort angelangt ist wo man jetzt steht. Man kann weitergehen, doch man weiß genau, daß sich nichts ändern wird. Bergsteiger wissen um die Bedeutung eines Rettungsseiles. Geldanleger wissen um die Bedeutung ihrer Rettungsboote, die befüllt und gepackt sein sollten.

Noch ist alles ruhig an den Märkten, aber das kann sich schnell ändern. Man sollte daher stets auf die Edelmetallpreisentwicklung achten. Das kostet nichts.

Quelle: Der Bondaffe


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