Stephen Leeb: China auf dem Weg zur Welt-Dominanz

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Von Stephen Leeb

In einer weitestgehend farblosen Woche an den Märkten scheint die einzige Meldung, welche überhaupt irgendeine Reaktion hervorrief, jene über Chinas Handelsdaten zu sein. Die Zahlen in den Schlagzeilen berichteten, im Gegensatz zu den Erwartungen, dass chinesische Exporte und Importe im September verglichen mit Zahlen aus dem laufenden Jahr zurückgegangen sind – wobei die Exporte um mehr als 10 Prozent auf Dollarbasis fielen.

Wenn man jedoch etwas genauer hinschaut, dann sind die Dinge nicht ganz so, wie sie scheinen. Ein Hinweis: die westlichen Märkte fielen stärker, als die chinesischen Märkte. Wenn die Meldungen tatsächlich so schlecht für China wären, dann sollte man erwarten, dass die Reaktionen in China erheblich schlimmer wäre, als im Westen.

Zudem beruht der unerwartet hohe Rückgang beim Handel auf Monatsergebnissen. Aber die Quartalszahlen sprechen eine vollkommen andere Sprache: die Exporte und die Importe im dritten Quartal waren höher, als im Quartal davor – es gab zum ersten Mal im laufenden Jahr einen Anstieg von Quartal zu Quartal.

Mit anderen Worten, die Handelsdaten zeigen kein taumelndes China. Ironischerweise liefern sie dagegen eine beunruhigende und deutliche Botschaft an den Westen, jedoch aus einem anderen Grund.

Die wirklich relevante Nachricht ist, dass die Exporte aus China in Länder entlang der “Seidenstraße“ im laufenden Jahr explodiert sind. Die Exporte nach Pakistan, Russland, Polen, Bangladesch und Indien haben um mehr als 11 Prozent zugelegt. Dies ist eine bemerkenswerte Zahl, insbesondere in einer Welt mit kaum 3 Prozent Wachstum. Es kann als massiver wirtschaftlicher Unfall angesehen werden, dass China mit den Seidenstraßen-Ländern im Jahr 2016 mehr als $ 1 Billion umsetzen wird, was mehr als 25 Prozent seines Gesamthandels ausmacht. Der Handel mit den USA liegt im Vergleich bei unter 20 Prozent.

Die bisher noch im Ausbau befindliche Seidenstraße wird von annähernd 4,5 Milliarden Menschen bewohnt – wenn man China mit einbezieht. Indem kontinuierlich Land- und Seerouten aufgebaut werden, welche diese gewaltige Bevölkerungsmasse miteinander verbindet, legt China die Basis für expandierenden Handel. Durch ihre politischen Banken und diverse Entwicklungsbanken, darunter die AIIB, wird China zur vordersten Front bei der Entwicklung von Infrastrukturen in dieser enorm großen Region.

Laut Oxford Economics werden sich die Infrastrukturausgaben im Osten auf über $ 5 Billionen jährlich belaufen. Derartige Ausgaben werden China den Schlüssel zu dem geben, was nach wie vor die Bausteine des weltweiten Wachstums sind: Rohstoffe – von den sehr seltenen, wie seltene Erden, bis zu jenen, von denen es reichlich gibt, wie Eisenerz.

Chinas Eisenerzimporte der vergangenen 10 Jahre:

Wenn sich das weithergeholt anhört, dann schauen Sie sich den obigen Chart an – dieser hat selbst mich überrascht. Er zeigt, dass Chinas Eisenerzimporte stetig und erheblich gestiegen sind. Wenn wir uns die Durchschnittslinie auf Basis von vier Quartalen anschauen, dann sehen wir, dass Chinas Eisenerzimporte in den vergangenen fünf Jahren (darunter auch die Spitze des Jahres 2011) um jährlich 9,3 Prozent gewachsen sind.

Bei Öl, Kupfer und den meisten anderen wichtigen Rohstoffen sieht es sehr ähnlich aus. China häuft sie weiterhin an, als würde es kein Morgen geben und vielleicht wird es auch so kommen, zumindest wenn es um die Fähigkeit des Westens geht, noch ausreichend davon zu bekommen.

Ich stimme der Einschätzung zu, dass China selbst nach wie vor massiv Infrastruktur innerhalb der eigenen Grenzen aufbauen muss. Trotzdem wird ein erheblicher Anteil der von China akkumulierten Rohstoffe in den Aufbau der Infrastruktur in den 40 oder 50 Ländern fließen, welche die Seidenstraße bilden (auch bekannt als “Ein Gürtel, eine Straße“).

Unterm Strich bedeutet dies, dass China letztlich eine erhebliche Portion der weltweiten Rohstoffe, zusammen mit einer erheblichen Portion des Welthandels, kontrollieren wird. Und dies wird China ein massives und unanfechtbares Druckmittel für die Kontrolle des Weltwährungssystems an die Hand geben.

Lassen Sie mich also die Schlagzeilen aus dem September umformulieren:

“Chinas Handelsdaten zeigen expandierendes Wachstum entlang der Seidenstraße, durch den steil wachsenden Anstieg der Importe wichtiger Rohstoffe nähert sich China der Weltherrschaft über den Kommerz.“

Der nächste Schritt wird der Handel von Öl-Futures in Shanghai sein, wodurch ein östliches Benchmark für Öl etabliert werden wird. Neben anderen Dingen wird China durch seine Kapazitäten zur Ölraffinierung und Stahlproduktion sicherstellen, dass es jederzeit Zugriff auf notwendige Güter hat. Das Öl-Benchmark wird in Yuan ausgezeichnet werden, wie auch andere an der Börse in Shanghai gehandelte Rohstoffe.

China wird dann Gold in die Gleichung einbringen, entweder indem der Yuan direkt oder der SDR-Währungskorb mit Gold gedeckt und so der SDR als Währung für den Rohstoffhandel etabliert wird. Oder – und dies wäre die komplizierteste, aber vielleicht beste Lösung – Gold würde zum sechsten Bestandteil des SDR-Währungskorbs.

Wenn man ein Gold-Investor ist, dann spielt die genaue Methode letztlich keine Rolle. Sie alle weisen auf dasselbe Endergebnis hin: Gold und Goldminen, sowie Silber, werden sich auf eine historische Reise nach oben begeben.

Quelle: Nachtwächter


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