Stephen Leeb: Die zwei neuen Währungen im SDR-Währungskorb des IWF

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Von Stephen Leeb

Das Welt-Geldsystem ist ruiniert. Sofern es nicht sofort repariert wird, sind die Aussichten für weltweites Wachstum gleich Null, wogegen die Aussichten auf weltweites Chaos hoch sind. Und vergessen Sie niemals: im Chaos herrscht Gold uneingeschränkt!

Eine mögliche Form des Chaos könnten galoppierende Rohstoffpreise werden. Eine andere Form wäre ein grausamer deflationärer Zyklus, in dem Preisfindung und Wachstum sehr plötzlich und vollständig versagen. Wie auch immer, Gold wäre der einzig wirkliche Schutz. Wenn Rohstoffe in die Höhe schnellen, wird Papiergeld zweitklassig; niemand wird etwas von echtem Wert – wie Rohstoffe – für schlichte Stücke Papier hergeben. Was die Deflation angeht, so hat Gold in den vergangenen 500 oder mehr Jahren in Bezug auf die Kaufkraft noch in jeder Deflation erheblich zugelegt.

Wirtschaftliches Chaos überall

Anzeichen für wirtschaftliches Chaos gibt es im Überfluss. Gerade erst stellte eine Bloomberg-Schlagzeile fest, dass die Bank of America sagte, die derzeit bei 1,5 Prozent stehenden Zinsen auf 10-jährige Bonds werden fallen und man solle Bonds kaufen. Wer mag sich darüber schon streiten, angesichts der negativen Zinsen für den Euro, den Yen und bald auch das Britische Pfund.

Wägen Sie für einen Moment ab, was niedrige und negative Zinsen bedeuten. Uns wird gesagt, dass niemand das Vertrauen hat in reale Dinge zu investieren. Investoren verlieren über einen 10-jährigen Zeitraum lieber Geld, als dass sie in Dämme, Rohrleitungen oder bessere Stromnetze investieren. Der Handel mit fast wertlosem Papier hat den Glauben an die Zukunft abgelöst.

Wir reden fast ausschließlich über den Westen, aber China und der Osten fürchten sich vor der ansteckenden Natur des westlichen Chaos. Machtkämpfe sind für China ein alter Hut und selbst ein US-Flugzeugträger im Südchinesischen Meer würde Chinas Pläne nicht durchkreuzen können. Aber ein zerfallender, chaotischer Westen vermag es. Obwohl Chinas massive Mengen Gold einiges an Absicherung bieten, ist dies allein doch kein Garant für Wachstum. Die westlichen Märkte sind nach wie vor essentiell.

Das bedeutet, dass eine neue Geldordnung die derzeitige so schnell wie möglich ablösen muss. Es wird eine sein, die China entschlossen ist zu dominieren – nicht um der Hegemonie wegen, sondern zur Sicherung langfristigen Wachstums. Und Gold wird eine bedeutende Rolle spielen, nicht nur als Versicherungspolice, sondern auch als Wachstumsgarant.

Nixon, Gold & die SDRs

Seit den frühen 1970er Jahren hatten die Entscheidungsträger die Idee Dollars durch SDRs [Sonderziehungsrechte des IWF] zu ersetzen. Die vom IWF in den späten 1960ern geschaffenen SDRs sind eine gewogene Kombination wichtiger Währungen und werden vom IWF herausgegeben. George Shultz, Nixons höchstrespektierter Finanzminister, ersann 1972 einen entsprechenden Plan, kurz nachdem Nixon die Bindung des Dollars an Gold aufgehoben hatte. Der Grund hierfür war, dass die USA zu viele Dollars gedruckt hatten und nicht ausreichend Gold hatten, um diese damit zu decken.

In den anschließenden über vier Jahrzehnten frei schwankender Wechselkurse gab es regelmäßig Forderungen, dass die SDRs den Dollar ablösen sollen und – besonders während Zeiten zweistelliger Inflation in den späten 1970ern – den Goldstandard wiederherzustellen und durch SDRs zu decken. Der IWF hat gelegentlich SDRs herausgegeben, aber selbst im schlimmsten Moment der letzten Krise war die herausgegebene Menge kaum mehr als eine symbolische Geste.

In ihrer derzeitigen Form sind SDRs nicht annähernd eine potenzielle Lösung. Im Moment bestehen SDRs aus dem Dollar, dem Euro, dem Yen und dem Pfund. Die zwei vermeintlichen Vorteile – dass sie vom IWF herausgegeben werden und eine Gemeinschaftswährung darstellen – führen zu rein gar nichts. Wenn man vier schlechte Schauspieler hernimmt, dann bekommt man keinen Citizen Kane oder Der Pate, sondern einen Schrottfilm. Und selbst wenn er von irgendeinem edelgesinnten Non-Profit-Studio als öffentliche Dienstleistung zur Unterhaltung der Bevölkerung gedreht wird, wird es nichts bringen, wenn niemand einen solchen Haufen Mist ansehen will.

Lagarde drückt den Yuan in den SDR-Währungskorb

Christine Lagarde, nun in ihrer zweiten Amtszeit als IWF-Chefin, hat es sich zur Aufgabe gemacht die Welt zu retten und sie mag es sogar hinbekommen. Als klar wurde, dass der aus vier Währungen bestehende SDR-Währungskorb im Grunde genommen bedeutungslos ist, hat Lagarde durch Überredung und List die USA und andere Länder dazu gebracht, den chinesischen Yuan als fünfte Währung für die SDRs zu akzeptieren. Das war eine beachtliche Leistung, da der Yuan aus vielerlei Gründen hätte zurückgewiesen werden können.

Zum Einen gewährt China keine Einsicht in die Zusammensetzung seiner Auslandsreserven. Weiter unterliegt der Yuan Devisenverkehrskontrollen, hat keinen einheitlichen Wert – der Wert innerhalb Chinas differiert fast immer ein Stück von seinem Wert im Ausland – und er ist keine frei schwankende Währung. Vielmehr ist er undurchsichtig an einen Korb anderer Währungen gebunden. Wenn der Yuan einen Test zur Aufnahme in den SDR-Währungskorb hätte machen müssen, dann wäre er bei objektiver Betrachtung mit Note 6 durchgefallen.

Trotzdem wird der Yuan, dank Lagardes Gespür für ihre Mission, diesen Oktober zur fünften Währung des SDR-Währungskorbes werden und überdies stärker gewichtet, als das Pfund und der Yen, wenn auch geringer als der Dollar und der Euro. Die Inklusion des chinesischen Yuan wird dem SDR-Währungskorb insgesamt ein größeres Gewicht geben. Einer der Gründe dafür ist, dass er einen bereits fertigen Markt innerhalb Chinas selbst vorfinden wird. Anders als der Westen hat China einen Plan für Wirtschaftswachstum, was auch den Wunsch nach westlichen Währungen für den Kauf westlicher Vermögenswerte mit einschließt – als da wären Goldminen, Ölfelder und IT-Firmen. Folglich hat die Weltbank bekanntgegeben, dass der IWF $ 2,8 Milliarden an SDR-gedeckten Bonds an die Chinesen geben wird. Entsprechend der Charta der Weltbank werden die damit verbundenen Einnahmen wahrscheinlich in die Entwicklung östlicher Volkswirtschaften fließen.

Die Weltbank ist darüber hinaus nicht die einzig vorhandene Entwicklungsbank. Chinas eigene Entwicklungsbanken – darunter die unter dem Radar fliegende China Development Bank und die Export-Import Bank – sind im Besitz von mehr als $ 2 Billionen an Vermögen im Osten – weit mehr als alle westlichen Entwicklungsbanken zusammengenommen.

Gold als 6te Währung im SDR

Eine entscheidende Frage ist, ob darum geworben werden soll, dass die Chinesen diese $ 2 Billionen in SDRs umlegen und dafür versprechen, alle zukünftigen Entwicklungen im Osten zu tragen. Diese Aufgabe wird sich auf Billionen von Dollars in SDRs belaufen, wenn der Yuan nur mit 10 Prozent am SDR-Währungskorb beteiligt ist.

Die Antwort ist ein ausdrückliches Ja. Damit China dies aber tut, müsste es ein sechstes Mitglied im SDR-Währungskorb geben. Sie haben es erraten: Gold. Es ist essentiell, dass Gold eine Rolle im SDR-Währungskorb spielt, wenn die Welt auch nur die geringste Chance haben soll, wieder auf die Beine zu kommen.

Beim nächsten Mal gehen wir stärker auf Details zu der Frage ein, warum Gold wahrscheinlich zum sechsten Bestandteil der SDRs werden wird und erklären dann, warum der Westen nicht in der Lage sein wird, dies zu verhindern. China wird die neuen SDR mit Gold als Bestandteil derweil mit Freuden akzeptieren. Für den Moment fassen wir einfach nur zusammen, dass dies die beste Chance zur Rettung der Welt ist und können versichern, dass wir einen Bullenmarkt bei Gold erleben werden, der jeden Bullenmarkt der Geschichte in den Schatten stellen wird.

Quelle: Nachtwächter


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