US-Zinsentscheid: Erinnerungen an 1929

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Von Andreas Hoose

Die Geschichte wiederholt sich nicht, sie reimt sich aber. Selten hat diese Erkenntnis besser gepasst als in der heutigen Zeit.

Die Überraschung der Woche ist nicht die Tatsache, dass die US-Notenbank die Zinsen angehoben hat – nachdem sie die Anleger ein volles Jahr auf die Folter gespannt hatte. Überraschend ist vielmehr, dass die Fed das Zinserhöhungstempo jetzt deutlich straffen will: Bis 2019 soll der US-Leitzins auf rund drei Prozent klettern.

Das klingt überschaubar, ist es aber nicht:

Vor allem für stark verschuldete Volkswirtschaften sind steigende Zinsen so ziemlich das Schlechteste, was passieren kann. Dazu eine einfache Rechnung: Sollten die US-Leitzinsen auf den historischen Mittelwert von rund fünf Prozent steigen, müssten die USA bei Staatsschulden in Höhe von derzeit 20 Billionen US-Dollar jedes Jahr rund eine Billion US-Dollar Zinsen an die Banken überweisen.

Das entspricht in etwa dem gesamten (!) US-Bundeshaushalt für das Fiskaljahr 2015. Steigen die Staatsschulden mittelfristig aber auf mindestens 25 Billionen US-Dollar, wie das in den USA vor dem Hintergrund des von Donald Trump angekündigten Investitionsprogramms zu erwarten ist, dann genügt auch ein Leitzinssatz von deutlich weniger als fünf Prozent, um die US-amerikanische Volkswirtschaft in Schwierigkeiten zu bringen: Es liegt auf der Hand, dass spätestens dann nichts mehr geht, wenn der Zinsdienst das Haushaltbudget übersteigt.

Die einfache Rechnung zeigt, wie aussichtlos die Verschuldungslage in den Vereinigten Staaten durch die Gelddruckorgie der vergangenen Jahre geworden ist.

Noch viel wichtiger ist aber ein anderer Aspekt: Der Zinsentscheid der Fed vom Mittwoch kann als eine Art Kampfansage an den neuen US-Präsidenten verstanden werden: Steigende Leitzinsen konterkarieren das Investitionsprogramm, das Donald Trump angekündigt hat. Zudem sind der starke US-Dollar und die gestiegenen Renditen bei US-Staatsanleihen bereits eine verdeckte Zinserhöhung. Das heißt, eine Straffung der Geldpolitik wäre zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht nötig gewesen.

Wäre die Fed guten Willens, hätte sie es mit Verweis auf diese Umstände beim aktuellen Zinsniveau belassen können. Doch sie ist nicht guten Willens, und war es auch noch nie. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt das. Dazu gleich.

Ändern kann Donald Trump an der Gemengelage übrigens nichts: Fed-Chefin Janet Yellen wie auch ihr Vize Stanley Fischer werden bis Anfang 2018 im Amt sein. Eine Absetzung durch den US-Präsidenten ist nicht möglich.

Sie fragen sich, wer dann eigentlich die USA regiert? Gute Frage. Mit ein wenig Eigenrecherche werden Sie die Antwort selbst herausfinden…

Damit wird allmählich erkennbar, womit es der künftige US-Präsident zu tun haben wird: Steigende Zinsen und Anleiherenditen dürften während der Regierungszeit von Donald Trump begleitet werden von geringem Wachstum bei gleichzeitig anziehender Inflation, der gefürchteten Stagflation, fallenden Aktienmärkten und steigender Arbeitslosigkeit.

Das Bild deckt sich im Übrigen sehr gut mit unserer übergeordneten Einschätzung: Mit der Aussicht auf einen beschleunigten Zinsanhebungszyklus schafft die US-Notenbank jetzt das Umfeld, um den von ihr selbst installierten Konkursverwalter und Sündenbock Donald Trump in einigen Jahren mit Schimpf und Schande in die Wüste schicken zu können.

Der Vorgang zeigt Parallelen mit der Lage nach 1929: In den 1930er Jahren hatte die US-Notenbank die einsetzende Wirtschaftsdepression durch eine restriktive Geldpolitik deutlich verschärft. Wikipedia schreibt dazu:

„Durch die Bankenkrise wurde auch die Giralgeldschöpfungsfunktion der Banken erheblich gestört.[17] In dieser Situation hätte die US-amerikanische Notenbank (FED) die Banken stabilisieren können, tat dies aber nicht,[18] sondern verfolgte im Gegenteil eine kontraktive Geldpolitik, die die Geldmenge um etwa 30 Prozent („great contraction“) reduzierte,[19] die Deflationsspirale forcierte und damit die Banken- und Wirtschaftskrise weiter verschärfte.[20]“

Damals wie heute war den so genannten „Währungshütern“ selbstverständlich bestens bekannt, was eine restriktive Geldpolitik in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld anrichten würde: Maßlose Spekulationsblasen, etwa bei Aktien, Anleihen oder Immobilien lassen sich damit zuverlässig in die Luft sprengen – mit den bekannten Folgen.

Und genau darum geht es jetzt….

Quelle: Rott & Meyer


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