Weltfinanzsystem: Die vier Apokalyptischen Reiter?

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Von Jens Blecker

Jeder der sich etwas näher mit dem Finanzsystem beschäftigt hat, dürfte wissen wie schwer die Schlagseite mittlerweile ist. Ungeheure Mengen an ungedeckter Liquidität wurden über den Märkten ausgeschüttet um – zumindest zeitweise – das schlimmste zu verhindern. Während bereits 2008 das Ende – eingeleitet durch die Pleite von Lehman Bros. – an die Tür klopfte, konnte so doch das tote Pferd noch bis in das Jahr 2016 getragen werden. Es gibt allerdings Anlass die aktuelle Situation mit großer Sorge zu betrachten.

In diesem Artikel werde ich nur auf die – in meinen Augen – dringendsten Gefahren eingehen, alles Andere würde den Rahmen einfach sprengen. Zu einigen Themen werden noch weitere Artikel folgen, in denen ich detaillierter Erklären werde wie ich zu der Einschätzung gelange, so zum Beispiel die Deutsche Bank.

Beginnen wir mit einem Thema, welches in den letzten Jahren aus dem Fokus geraten ist. Die Targetsalden der europäischen Notenbanken. Das Target2 ist ein Clearingsystem mit dessen Hilfe Zahlungsströme innerhalb der Eurozone ausgeglichen werden. Eigentlich müssten sich die Werte immer wieder in Richtung der Nullmarke bewegen. Dem ist allerdings in keinster Weise so.

Als in 2012 die geldpolitischen Maßnahmen massiv gelockert wurden, gelang es den deutschen Targetsaldo von fast 800 Milliarden Euro zeitweilig signifikant auf etwa 450 Milliarden zu senken. Aktuell ist er fast wieder bei dem selben Level angelangt und das trotz der enormen Geldschwemme. Hier eine Grafik von Querschüsse dazu:

target_deutschland_2016_00x442

Inzwischen erreichen die Targetsalden einiger Länder wieder das Niveau des Krisenjahres 2012, allen voran Spanien, Italien und Frankreich. In diesen Ländern gibt es massive strukturelle Probleme. Von Griechenland mal völlig abgesehen. Ich beschränke mich zunächst auf einen weiteren Chart von Italien, der sehr deutlich aufzeigt wie schwer die Verwerfungen im Augenblick sind im Targetsystem:

target_italien_2016_00x442

Italien ist nicht nur wieder bei dem Krisenniveau von 2012 angekommen, es ist bereits massiv überschritten. Italien hat nicht nur Probleme mit der Banca Monte dei Paschi, es sind grundlegende und strukturelle Probleme die meiner Ansicht nach nicht innerhalb des Euro-Korsetts lösbar sind und Italien in den Abgrund reißen dürften. Am Rande sei angemerkt, für Frankreich, Spanien und Griechenland sieht es nicht viel besser aus.

Solange der Euroraum in der aktuellen Form erhalten bleibt, sind die Targetsalden zunächst nur ein bilanzielles Problem, allerdings mehren sich die Zeichen für einen möglichen Kurswechsel in Italien.

Was die Risiken europäischer Banken angeht hier ein Zitat aus einem Artikel bei Goldseiten:

Falls Sie Ihr hart verdientes Geld Banken und Versicherungen anvertraut haben, sollten Sie wissen, welchen Risiken Sie ausgesetzt sind: Die Deutsche Bank hielt Ende des letzten Jahres etwa 15,8 Milliarden Euro italienischer Risikopapiere.

Die Commerzbank hat etwa 10,8 Milliarden Euro italienischer Staatsanleihen in ihren Büchern. In zahlreichen Euro-Rentenfonds liegt die Quote italienischer Anleihen bei über 20 Prozent. Mit von der „Partie“ sind zahlreiche Lebens- und Rentenversicherungen, die in italienischen Papieren investiert sind. Die Allianz etwa, hatte per Ende 2015 ihren Bestand von italienischen Staatsanleihen mit 29 Milliarden Euro ausgewiesen. Zusätzlich hatte der Versicherer 1,5 Milliarden Euro in italienischen Bankanleihen investiert.

Weltweit belaufen sich die Forderungen der ausländischen Banken gegenüber Italien auf 550 Milliarden Euro. Französische Geldhäuser tragen mit 250 Milliarden Euro das größte Risiko, auf Platz zwei folgen deutsche Institute mit 92,7 Milliarden Euro. Jedes Kreditinstitut ist engmaschig miteinander vernetzt – fällt ein Dominostein, fallen alle anderen. Es wäre eine Illusion zu glauben, dass einzelne Institute noch stark genug wären, um zu überleben.[1]

Hier noch zwei weitere Charts von Querschüsse, die einen guten Eindruck für den expansiven Wahnsinn vermitteln:

euro_aktiva_geldpolitik

euro_bilanzsumme2016

Ein weiterer Auszug aus dem Artikel bei Goldseiten.de:

Wie dramatisch der Zustand des europäischen Bankensystems ist, zeigen die Kursverluste der größten und wichtigsten Finanzinstitute seit 2007:

• Italien: Unicredit -94%, Intesa -99%, Monte dei Paschi -99%, Banco Popolare -98%
• Frankreich: Credit Agricole -67%, Societe Generale -87%
• Deutschland: Deutsche Bank -86%, Commerzbank -98%
• Spanien: Santander -68%, Bankia -99%
• Großbritannien: Barclays -80%, RBS -97%, Lloyds -86%
• Schweiz: Credit Suisse -77%, UBS -84%

Der Anteil an notleidenden Krediten, so genannten non performing loans, hat in Europa apokalyptische Ausmaße angenommen. Daran ändern auch Badbanks und Bilanztricks nichts.

Ein Artikel in der Welt der aus rein chartechnischer Sicht einen drohenden Marktcrash andeutet, sei hier nur der Vollständigkeit halber angeführt. Zitat:

Doch für das, was ihm seine Kurven derzeit prophezeien, gibt es nur eine einzige Parallele: den Crash von 1987, den größten Börsenabsturz der Geschichte. „Mir gefriert das Blut in den Adern, wenn ich das sehe“, sagt der Banker beim Blick auf den amerikanischen Aktienindex S&P 500 und verwendet dabei eine Formulierung, die an der hartgesottenen Wall Street unüblich ist.[2]

Mit dem S&P 500 wären wir beim nächsten Stichwort. George Soros ist in meinen Augen der skrupelloseste, gefährlichste und einflussreichste Hedgefondsmanager der Welt. Ein Mann, der sein Milliardenvermögen darauf begründete, den Briten durch shorten des Pfunds erheblichen Schaden zuzufügen, der bis heute – 24 Jahre später – zu spüren ist. Von diesen Schockwellen erholte sich die englische Währung nie wieder.

Wenn Soros Milliarden auf einen fallenden Kurs setzt, wird dieser es vermutlich auch tun. Alleine all die Spekulanten welche versuchen im Windschatten dieses Mannes zu segeln, wirken wie ein massiver Hebel. Sendet dann die Charttechnik noch entsprechende Signale, dürfte es kein halten mehr geben. Der S&P 500 wird gerne als Fieberthermometer der Weltbörsen gesehen.

Leider wird die aktuelle Situation – so surreal und verrückt sie auch ist – mittlerweile von den meisten Menschen bereits als Normalität wahrgenommen und daher ist die Sensibilität auf ein absolutes Minimum heruntergefahren. Es scheint als würde all das noch ewig so weitergehen können, dem möchte ich so nicht beipflichten.

Bereits minimale Verwerfungen sind im Stande das Gesamtgefüge in einem Ausmaß zu schädigen, dass eine irreversible Kettenreaktion in Gang kommt. Dieser Gefahr sollte man sich absolut bewusst sein. Es gibt viel zu viele lockere Bausteine im Gesamtkonstrukt, die für sich alleine ungefährlich wirken. Deshalb sollte man nie die möglichen Dominoeffekte aus den Augen verlieren.

Quelle: IKnews


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