Wird der Goldmarkt wirklich manipuliert?

0
243

Von Ronald-Peter Stöferle

Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Intervention (in den meisten Fällen durch Regierungen, resp. politische Intervention) und Manipulation (als negativeren Deutung von “Einflussnahme“). Die Tatsache, dass Zentralbanken massiv in den Bondmärkten (z.B. über quantitative Lockerung) und bei den Währungen (z.B. beim Schweizer Franken oder dem Renminbi) intervenieren und dass Preise auf das Komma genau gesteuert werden, ist offiziell bekannt und wird als legitim angesehen. In vielen Fällen ist der freie Preisfindungsprozess folglich ein Mythos.

Angesichts der Charakterisierung von Gold als sicherem Hafen ist offensichtlich, dass ein steigender Goldpreis schwindendes Vertrauen ins Finanz- und Währungssystem signalisiert. Es ist gleichermaßen selbstredend, dass weder Zentralbanken noch Politiker ein Interesse daran haben, den Goldpreis in großem Umfang steigen zu sehen, denn dies würde sogar unter den fast blindesten und staatsgläubigsten Marktteilnehmern Zweifel aufkommen lassen. Aus dieser Perspektive erscheinen die Motive für das “Preismanagement“ klar und plausibel. Es wäre somit naiv Interventionen im Preisfindungsmechanismus bei Gold auszuschließen.

Was die meisten Marktteilnehmer einst als plumpe Goldbug-Verschwörungstheorie ansahen, ist nun zur Gewissheit geworden: die Edelmetallmärkte, insbesondere die Gold- und Silberpreise, wurden durch große Banken systematisch manipuliert. Dies wurde am 13. April 2016 bestätigt, als Reuters berichtete, dass die Deutsche Bank in einem Prozess über Silberpreismanipulation einen Vergleich erwirkt hatte. Einen Tag später gab es eine ähnliche Bekanntmachung im Zusammenhang mit der Goldpreismanipulation. In beiden Fällen bezahlte die Deutsche Bank eine Strafe und versprach dabei zu helfen, andere in dem Programm involvierte Banken preiszugeben, indem Sofortnachrichten und andere elektronische Kommunikation unter den Manipulatoren weitergegeben werden. Die anderen beteiligten Banken waren die Bank of Nova Scotia, Barclay’s Bank, HSBC und Société Générale.

Anomalien im Goldhandel waren schon seit geraumer Zeit zu beobachten. Vornehmlich während des Nachmittags-Fix in London kam es in der Vergangenheit zu unverhältnismäßigen Preisrückgängen. Dieses “Phänomen“ wurde unter anderem von Rosa Abrantes Metz und Albert Metz nachgewiesen, welche eine Studie über die gefundenen Indikationen illegaler Preisabsprachen seit dem Jahr 2004 veröffentlichten. In diesem Zusammenhang ist es recht erstaunlich, dass eine fünf Jahre dauernde Untersuchung der US Commodity Futures Trading Commission (CTFC), welche 2013 zum Abschluss gebracht wurde, keinerlei Belege für Manipulationen des Silbermarktes durch große Banken fand.

Man sollte jedoch nicht annehmen, dass die Gold- und Silbermärkte nach dem Vergleich der Deutschen Bank wieder gänzlich frei von Manipulationen sind. Der Vergleich bezog sich nur auf die Manipulation des Gold- und Silberfix. Dies scheint aber nur die Spitze des Eisbergs der Marktmanipulation zu sein. Der Futureshandel an der COMEX ist in diesem Zusammenhang offenbar weitaus wichtiger.

Zusammenfassung

Finanzrepression ist ein historisch fortlaufender Prozess. Sobald Regierungen nicht mehr in der Lage sind ihre Ausgaben mit vorhandenen Mitteln zu decken, greifen sie immer in die Werkzeugkiste zur Finanzrepression. Angesichts der Ausweglosigkeit der heutigen Situation, in welcher die Schuldenberge schon längst jenseits der Nachvollziehbarkeit und strukturelle Defizite offensichtlich sind, müssen Sparer vorsichtig sein. Was können Investoren tun? Sie sollten sich eingestehen, dass ihr Vermögen bedroht ist und sich Informationen über potenzielle Alternativen beschaffen.

Quelle: Nachtwächter


Kapitalfehler
Die Finanzkrise 2008 hat die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds getrieben. Doch ihre Ursachen sind bis heute weder verstanden noch behoben worden. Warum scheitert der Kapitalismus immer wieder daran, unseren enormen Wohlstand fair und nachhaltig zu verteilen? Warum verliert er periodisch seine Innovationsfähigkeit und seine Kraft zur Erhöhung von Wohlstand, Lebensqualität und sozialer Sicherheit? Warum zählen zeitweise nur noch die Interessen von Konzernen, Superreichen und einer Finanzelite, die sich von der Realwirtschaft fast vollständig abschottet…? (weiter)


Vermögen retten – in Silber investieren
Seit Ausbruch der Finanzkrise zweifeln immer mehr Anleger am System des Papiergeldes. Die gigantischen Schulden sowie die ins beinahe Unendliche gewachsene Geldmenge werden in einer Hyperinflation enden und damit unsere Geldvermögen vernichten. Welche Werte sind noch solide? Welche Anlageform erweist sich als »sichere Bank«? Ergreifen Sie eine seltene Chance und profitieren Sie direkt von der Anlageform, mit dem weltweit größten Potenzial und retten Sie Ihr Vermögen…! (weiter)


GOLD! SILBER! JETZT!
Wachsende Unruhe in der Weltpolitik, Rohstoffknappheit und der Kampf der Kulturen, Spekulationen an den Aktienmärkten, ein Crash an den internationalen Börsen, eine Wirtschafts- und Bankenkrise, die auch die Lebensversicherungen erschüttern wird, eine inflationäre Geldpolitik der Notenbanken und der katastrophale Zustand der öffentlichen Finanzen mit einem drohenden Staatsbankrott stellen erhebliche Risiken für das private Vermögen und die langfristige Altersvorsorge dar. Eine Anlageklasse erweist sich in Krisenzeiten jedoch als wertstabil und gewinnbringend: die Edelmetalle Gold und Silber… (weiter)


Der Crash ist die Lösung
Der finale Kollaps wird kommen, weil die wahren Ursachen der Finanzkrise nicht beseitigt wurden. Die Finanzindustrie, die die Krise verursacht hat, ist sogar der Krisengewinner, der wieder mit gigantischen Geldsummen jongliert und im Zweifelsfall von uns gerettet wird! Die Folgen sind volkswirtschaftliche Schadensmaximierung, die größte Insolvenzverschleppung in der Geschichte der Menschheit, Vernichtung unseres Wohlstands durch dauerhaft niedrige Zinsen sowie Enteignung unserer Ersparnisse und Lebensversicherungen, sobald das System kollabiert… (weiter)


Achtung! Bargeldverbot!
Der nächste dreiste Coup auf unser Geld steht unmittelbar bevor: Schon bald drohen Bargeldrestriktionen bis hin zum Bargeldverbot. Die EU arbeitet bereits an konkreten Plänen, das Bargeld 2018 vollständig abzuschaffen. Die Bürger werden dadurch zu »gläsernen« und ferngelenkten Verbrauchern. Der Staat und viele Großkonzerne reiben sich die Hände… (weiter)

Hinterlassen Sie einen Kommentar