Ist „der Holocaust“ eurozentrisch?

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Von Kevin Barrett

“Osten bleibt Ost und Westen bleibt West,
sich einen, das werden sie nicht…”

Kiplings berühmte Zeilen beziehen sich bestimmt auf „den Holocaust“.

Im Westen – Europa und den gemäßigten Ländern, die es durch Völkermord kolonialisiert und besiedelt hat – glauben die meisten Menschen, daß zwischen 1942 und 1945 sechs Millionen Juden, und ungezählte andere, von der Regierung in Nazi–Deutschland, meist in Gaskammern mit Blausäure, systematisch vernichtet worden sind.

Im Osten und Süden – jenen durch den europäischen Imperialismus und Kolonialismus schikanierten Ländern, in denen eine beträchtliche Anzahl der Opfer überlebt haben – glaubt eine breite Mehrheit nicht an „den Holocaust“.

Die obigen Zahlen der Studie, Global 100, des ADL zeigt, daß nur etwa einer von fünf Asiaten – und einer von zehn Arabern und Afrikanern – vom „Holocaust“ weiß und daran glaubt.

Als mir diese „Holocaust-Kluft“ zum ersten mal bewußt wurde, lebte ich in Marokko und forschte von 1999-2000 im Rahmen des Fulbright-Programms. Meine marokkanischen Kollegen, ob Professoren oder Graduierte, stellten manchmal Fragen wie: „Wie denken Sie über Robert Faurisson?“ Ich lernte bald, daß Faurisson, der von den westlichen Medienorganisationen der Mächtigen als „Holocaust-Leugner“ diffamiert wird, in Marokko und, wie ich später lernte, in der gesamten islamischen Welt als intellektueller Held betrachtet wird.

Egal wie sehr Sie Faurisson und seinen vielen Bewunderern aus Nordafrika und dem Mittleren Osten widersprechen mögen, müssen Sie zugeben, daß wir in einer weitgehend bunt gemischten Welt leben, in der gegensätzliche Ansichten und historische Interpretationen koexistieren müssen, zumindest bis eine freie und offene Debatte zu einem Konsens führt.

Wenn marokkanische Universitäten die Übereinstimmung mit Faurissons Ansicht zur Voraussetzung für Studium und Lehre machen würden, würden wir Nordamerikaner zu Recht darüber klagen. Bisher sind wir gegenüber der Empörung blind, die wir bei der breiten Mehrheit der Intellektuellen im Mittleren Osten und Nordafrika durch unsere Weigerung erzeugen, Faurisson und allen, die seiner Meinung sind, zu erlauben ihre tatsächliche Ansichten in den Universitäten Nordamerikas und Europas zu vertreten und darzustellen.

Während ich diese Zeilen schreibe, wird Tony Hall von der University of Lethbridge Opfer eines kriminellen Komplotts von Verleumdern und Meinungsmachern, die ihn absurderweise als „Holocaust-Leugner“ diffamieren. Diese, Professor Hall unbekannten, Individuen scheinen ein abscheuliches „tötet alle Juden“-Bild erstellt zu haben, das sie geschafft haben als obskuren Kommentar auf seine Facebook-Seite zu stellen. Nach der Erstellung und Veröffentlichung des beleidigenden Bildes taten sie sich mit Facebook zusammen und brachten FB, durch die Weigerung Unternehmens das Bild vom Netz zu nehmen, dazu eklatant gegen seine eigenen Richtlinien zu verstoßen – eine Weigerung, die es B´nai Brith erlaubte einen Skandal zu erzeugen.

Für Einzelheiten zu diesem haarsträubenden Versuch Professor Hall zu verleumden, lesen sie Rafiqs Artikel,  Canadian professor libelously targeted as “anti-semite” in coordinated attack.

Als klar geworden ist, daß Prof. Halls Verleumder, anstatt der Professor selbst, das anstößige Bild erstellt und verbreitet zu haben scheinen, mußten sie auf ein Rückzugsgefecht zurückgreifen. B´nai Brith Canada, die Anführer des anti-Hall Lynchmobs, veröffentlichte soeben einen Artikel mit der Titel „Academic Freedom Does Not Include Holocaust „.

Sie betitelten/verleumdeten Hall als „Holocaust Leugner“, weil er, wie sie sagen, „ein überzeugter Vertreter der Führung einer ´offenen Debatte über den Holocaust´ ist.

Wie kann ein Befürworter einer „Debatte“ über ein Thema gleichzeitig dessen „Leugner“ sein?! Diese Behauptung ist selbstverständlich absurd. Die offensichtliche Schlußfolgerung daraus ist, daß B´nai Brith, nicht Tony Hall, nicht an den Holocaust glaubt, weil sie scheinbar der Meinung sind, daß die offizielle westliche Version der Geschichte in sich zusammenfallen würde, wenn jemals eine Debatte darüber erlaubt erlaubt werden würde.

Das Sprachrohr von B´nai Brith, Bernie Farber, klagt in einem haarsträubend verleumderischen Artikel:

Beim Kommentieren des, den Holocaust leugnenden, Buches Tell The Truth And Shame The Devil von Mehuhin, erklärte Hall: „Beim Lesen dieses Textes muß ich eine Menge Vorstellungen neu beurteilen“. Er fuhr fort und sagte, daß das Buch ein „sehr dramatischer Rückblick auf die Geschehnisse in Europa im 2. Weltkrieg sei“.

[hier zur kostenlosen deutschen Ausgabe des besagten Buches von Gerard Menhuin, WAHRHEIT SAGEN TEUFEL JAGEN / Anm. d. Übers.]

Wie kann die „Neubeurteilung von Vorstellungen“ dasselbe sein wie deren Leugnung?! Farber scheint, wie auch B´nai Brith, zu glauben, daß jeder, der Menhuins Argumente liest und bei der Auseinandersetzung mit neuen Indizien offen für die „Neubeurteilung von Vorstellungen“ ist, automatisch zum „Holocaust-Leugner“ wird. So ironisch es klingt, scheinen die Verteidiger des orthodoxen Holocaust tatsächlich insgeheim Holocaust-Leugner zu sein! Sie scheinen zu befürchten, daß die offizielle westliche Darstellung dermaßen fadenscheinig ist, daß sie selbst dem kleinsten Hauch einer kritischen Untersuchung nicht standhält. Wie läßt sich ihr Verhalten anders erklären?

Diese zionistischen Lobbyisten scheinen so davon überzeugt zu sein, daß die Darstellung des Holocaust unehrlich ist, daß sie nicht nur die Reputation und Karriere eines jeden zerstören müssen, der sie hinterfragt, sondern eine solche Hinterfragung für illegal erklären – und revisionistische Historiker hinter Gitter bringen!

Laut Nick Kollerstrom sind allein in Deutschland Tausende Menschen für „Holocaust-Gedankenverbrechen“ verurteilt worden. Ich schlage vor, daß die ersten, die eingesperrt gehörten, jene Zionisten sind, die diese Gesetzt vorangetrieben haben – weil die Tatsache, daß sie diese Gesetze für notwendig erachten, beweist, daß sie tatsächlich selbst nicht an die Historizität des Holocaust glauben und daher selbst „Holocaust-Leugner“ sind. Würden sie tatsächlich an das glauben, was sie vorgeben, wären sie erpicht darauf ihre Gegner in einer freien und fairen Debatte zu schlagen … nicht mit Anklagen und Gefängnisstrafen.

Ich würde, in der Tat, noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, daß jeder, der irgendwen anderen der „Holocaust-Leugnung“ bezichtigt, selbst ein „Holocaust-Leugner“ sein muß. Wenn sie tatsächlich an ihre Version des Holocaust glaubten, würden sie es nicht für notwendig erachten in Beschimpfungen Zuflucht zu suchen und stattdessen empirische Argumente und Beweise vorlegen.

Der Rest der Welt hält den Westen, mit seinem zwanghaften Bild von der „Holocaust-Leugnung“, für völlig verrückt. Schließlich weiß der Rest der Welt, daß der größte Holocaust aller Zeiten der Holocaust des Westens an nichtwestlichen Völkern war. Als Einführung in diese Thematik kann man Schlimmeres tun als Prof. Tony Halls Bücher Earth into Property und The American Empire and the Fourth World zu lesen. Andere Schlüsselquellen enthält Vltchek und Chomskys Werk, On Western Terrorism, das die 50 bis 60 Millionen Menschen dokumentiert, die von der CIA und den Militärinterventionen der VSA seit dem 2. Weltkrieg ermordet worden sind, Alfred Crosbys Ecological Imperialism, das den globalen Genozid und Ökozid des Westens im letzten Jahrtausend aufdeckt,

und Sven Lindqvists „Exterminate All the Brutes”: One Man’s Odyssey into the Heart of Darkness and the Origins of European Genocide

Lesen Sie diese fünf Bücher, und sie werden verstehen, wie nichtwestliche Menschen „den Holocaust“ betrachten.

Kein Wunder, daß sie nicht an die im Westen etablierte „Geschichte der Sieger“ glauben. Der Westen leiert haarsträubende Lügen herunter, um seine eigenen Verbrechen zu verschleiern. Warum sollte es bei der Geschichtsschreibung über den 2. Weltkrieg anders sein?

Wahrscheinlich gelingt es Nicht-Westlern sich nicht von den, durch Massenmedien a la Hollywood orchestrierten, Emotionen und der im Westen etablierten Darstellung mitreißen zu lassen, weil sie sich den Holocaust-Debatten anfangs mit natürlicher Skepsis und Mißtrauen nähern. Weil sie einen so großen Abstand von der westlichen Geschichte der Verfolgungen unter Christen und Juden haben, können nichtwestliche Menschen leidenschaftslos über solche Dinge nachdenken. Und weil sie die haarsträubenden Lügen gesehen haben, welche die Zionisten bei der Konstruktion „Israels“ (ein Euphemismus für den „Völkermord in Palästina“) angewendet haben, sind sie allen und jeder eigennützigen zionistischen Behauptung gegenüber skeptisch.

Wenn die University of Lethbridge Prof. Tony Hall hinauswirft, wird sie entweder (1) alle Studenten und Professoren nichtwestlicher Nationen und/oder mit solchem Hintergrund, besonders aus der MENA-Region und dem Rest Afrikas verbannen oder (2) alle Menschen mit nichtwestichem Hintergrund eine Erklärung unterzeichnen lassen müssen, nach der sie niemals ihre wahren Überzeugungen über „den Holocaust“ äußern werden, während sie an der Hochschule arbeiten oder studieren.

Quelle: Wunderhaft


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