Mensch Meyer! – Ein Abgesang auf die „Offenkundigkeit“

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Von Jürgen Graf

Was sich in Deutschland in Sachen „Holocaust“ derzeit tut, bietet Anlaß zu vorsichtigem Optimismus. Zwei Artikel des Leitenden Spiegel-Redakteurs Fritjof Meyer, von denen der erste im Mai 2002 und der zweite im November 2003 erschien, könnten ungeahnte Folgen für den Mythos von den Auschwitz-Gaskammern nach sich ziehen, auch wenn sie vorerst nur von einem verschwindend kleinen Teil der bundesdeutschen Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen werden. Beide Artikel sind die Folge des für die Allgemeinheit nicht erkennbaren, aber immensen Druckes, den die revisionistischen Forscher mit ihren Studien auf die Gralshüter der orthodoxen „Holocaust“-Version ausüben.

Der erste Beitrag erschien in der Mai-Ausgabe 2002 der Zeitschrift Osteuropa unter dem Titel „Die Zahl der Opfer von Auschwitz. Neue Erkenntnisse durch neue Archivfunde“ und revidierte die offizielle Auschwitz-Version in zwei zentralen Punkten.[1] Zunächst gab Meyer die Gesamtopferzahl des Lagers mit 510.000 (darunter 356.000 Vergaste) an. Diese Ziffer beträgt weniger als die Hälfte jener 1,1 Millionen Opfer, die Franciszek Piper, Leiter der historischen Abteilung des Auschwitz-Museums, geltend macht,[2] und liegt noch um 120.000 unter der von Jean-Claude Pressac in seinem 1994 erschienenen Buch Die Krematorien von Auschwitz genannten Mindestzahl von 630.000 Toten.[3]

Meyers Berechnungsgrundlage war ungemein verschroben: Er ging von der Maximalkapazität der Krematorien aus und nahm gleichzeitig an, diese seien während ihrer ganzen Betriebszeit stets restlos ausgelastet gewesen. Eine ähnliche Argumentation wäre folgende: Herrn Meyers Auto erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km pro Stunde. Folglich fährt Herr Meyer vom Moment, wo er den Motor einschaltet, bis zum Augenblick, wo er ihn ausschaltet, stets mit 200 Stundenkilometern, auch wenn er sich nachts auf einem gewundenen Waldpfad fortbewegt oder sich in einer Großstadt durch den Stoßverkehr quält. Auf diese – und andere – Ungereimtheiten der Meyerschen Berechnungsmethode hat Carlo Mattogno hingewiesen.[4] Dies änderte freilich nichts daran, daß Meyers Zahl – die immer noch mehr als das Dreifache über der tatsächlichen, aus den Dokumenten hervorgehenden Ziffer von ca. 136.000 Auschwitz-Toten[5] liegt – die weitaus niedrigste bis dahin von einem Vertreter der Judenvernichtungs- und Gaskammergeschichte genannte ist.

Noch wesentlich folgenschwerer war Meyers zweite Revision. Er meinte, in den Krematorien von Birkenau hätten lediglich Probevergasungen stattgefunden, die aber – unter anderem wegen der ungenügenden Ventilation – fehlgeschlagen seien. Der Massenmord durch Gas habe sich „weitgehend“ – d.h. im Klartext fast ausschließlich – in jenen beiden Bauernhäusern von Birkenau abgespielt, die man in der einschlägigen Literatur als das „rote Haus“ und das „weiße Haus“ oder als die „Bunker“ von Birkenau zu bezeichnen pflegt.[6] Diese These stellte die ganze tradierte Geschichtsversion auf den Kopf. Robert Jan van Pelt, der seit Jahren als namhaftester Verfechter des offiziellen Auschwitz-Bildes gilt, schreibt in seinem Buch The Case for Auschwitz über die (angebliche) Gaskammer des Krematorium II von Birkenau:[7]

„Diese 2500 Quadratfuß, auf denen die Deutschen vielleicht nicht weniger als 500.000 Leichen produziert haben, waren für die Neuzeit, was der Parthenon für die griechische Polis und die Kathedrale von Chartre für die Christenheit gewesen war.“

Lassen wir hier die Frage außer acht, wie es um den Geisteszustand eines Menschen bestellt sein muß, der einen solch abartigen Vergleich anstellt, und begnügen wir uns mit der Feststellung, daß laut dem führenden Vertreter der offiziellen Auschwitz-Geschichte in der Gaskammer des Krematorium II rund eine halbe Million Menschen getötet wurde. Da ja auch in den Krematorien I, III, IV und V fleißig gemordet worden sein soll, ergibt sich daraus, daß die überwältigende Mehrzahl der Opfer in den fünf Krematorien vergast worden sein muß und nicht in den Bauernhäusern.

Die BRD-Medien reagierten kaum auf den Meyer-Artikel; nur in der Welt vom 28. August 2002 kläffte ein Ketten-Köter der politischen Orthodoxie aufgeregt Alarm, und die zwiespältige Nationalzeitung des Dr. Gerhard Frey lobte Meyers Erkenntnisse als „die Wahrheit“, womit sie die behaupteten Menschenvergasungen ausdrücklich als historische Realität anerkannte. Ansonsten schwieg man sich über den genierlichen Beitrag aus. Dies war nur zu begreiflich. Nach herrschender bundesrepublikanischer Usance hätte Meyer für seinen Beitrag nämlich vor Gericht antraben müssen und mit ihm die Redaktion der unter dem Patronat Rita Süßmuths erscheinenden Zeitschrift Osteuropa, die ihm die Möglichkeit zur Veröffentlichung seiner Thesen eingeräumt und sich somit der Beihilfe schuldig gemacht hatte.

Die BRD-Justiz geht bei ihren Prozessen gegen Revisionisten regelmäßig davon aus, daß der Massenmord in den Krematorien von Auschwitz-Birkenau eine „offenkundige, nicht mehr beweisbedürftige Tatsache“ sei. Dementsprechend werden bei diesen Verfahren jeweils sämtliche Beweisanträge der Verteidigung mit dem Hinweis auf eben diese „Offenkundigkeit“ abgeschmettert. Aufgrund seines 1993 erschienenen Gutachtens, in dem er zum Schluß kam, aus bautechnischen, im Fall des Krema II auch aus chemischen Gründen hätten in den Krematorien keine Massenvergasungen von Menschen stattfinden können,[8] wurde Germar Rudolf anno 1995 in Stuttgart zu einer Gefängnisstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung verurteilt; die Schlußfolgerungen des Gutachtens galten dem Gericht als „Leugnung“ des Holocaust und somit als „Volksverhetzung“. Dabei war Rudolf auf die Frage der Opferzahl des Lagers gar nicht eingegangen und hatte allfällige Vergasungen in den zwei Bauernhäusern nicht ausdrücklich bestritten (schließlich kann man Gebäude, die nicht mehr existieren und von denen keine Baupläne vorhanden sind, weder bautechnischen noch chemischen Untersuchungen unterziehen).

Es war ein geradezu genialer Schachzug Horst Mahlers und seiner Mitstreiter, Fritjof Meyer mit Strafanzeigen einzudecken und sich selbst wegen Verbreitung seines Artikels anzuzeigen. Da das BRD-Establishment einen politischen Prozeß gegen einen Leitenden Spiegel-Redakteur sowie Rita Süßmuths Osteuropa ungefähr so dringend benötigt wie ein Mensch einen Kropf, blieb der Justiz gar nichts anderes übrig, als sämtliche Strafanzeigen abzuweisen. Dadurch anerkannte sie, daß die Reduzierung der Auschwitz-Opferzahl auf weniger als die Hälfte der heutigen offiziellen Ziffer, vor allem aber das Bestreiten der Massenvergasungen in den Krematorien keine „Holocaust-Leugnung“ und keine „Volksverhetzung“ mehr darstellt und sich infolgedessen die Rechtslage grundlegend geändert hat. Die einzig logische Konsequenz ist, daß nicht nur das Urteil gegen Germar Rudolf zu kassieren ist, sondern zugleich auch noch alle anderen Schuldsprüche bei Verfahren, bei denen Staatsanwaltschaft und Richter entsprechend argumentiert haben. Von nun an wird, wie Horst Mahler treffend festhielt, jeder weitere Revisionistenprozeß für das BRD-System zum Bumerang. Ein Richter, der einen Revisionisten jetzt noch unter Berufung auf das „Offenkundigkeitsprinzip“ verurteilt, weiß, daß er flagranten Rechtsbruch begeht, und wird nicht die geringsten mildernden Umstände für sich in Anspruch nehmen können, wenn er dereinst für sein Handeln zur Rechenschaft gezogen wird.

Nachdem Franciszek Piper, Leiter der historischen Abteilung des Auschwitz-Museums, Meyer im November 2003 wegen dessen Artikels attackiert hatte, antwortete der Angegriffene schon kurz darauf mit einer Replik auf Piper. Beide Beiträge sowie Meyers Osteuropa-Artikel, der den Anstoß zur Kontroverse gegeben hatte, sind auf der Website des IDGR („Informationsdienst gegen Rechtsextremismus“) – der somit zum ersten Mal in seiner Existenz etwas Nützliches getan hat – publiziert worden und können dort eingesehen werden.[9]

Auf die plumpen Betrügereien, mit denen der Hohepriester des Lügentempels in Oberschlesien seine Ziffer von 1,1 Millionen Auschwitz-Toten verteidigt, gehe ich nicht ein, da dies Carlo Mattogno im anschließenden Beitrag in diesem Heft mit der für ihn kennzeichnenden Gründlichkeit besorgt. Statt dessen möchte ich auf die neuen, wahrhaft erstaunlichen Eingeständnisse hinweisen, die Meyer den Revisionisten in seiner Replik macht. Daß er dies nicht ohne etliche Konzessionen an die Gebote der Political correctness tut, wird man ihm angesichts des in der BRD herrschenden Meinungsterrors nachsehen müssen; hätte er nicht zumindest streckenweise im Neusprech der Umerziehung geschrieben, so hätte niemand seinen Beitrag veröffentlicht. Ärgerlich ist freilich, daß Meyer auch unnötige Verbeugungen vor der politischen Orthodoxie macht, indem er etwa Mattogno, auf dessen Schriften er sich in diesem Artikel ebenso stark stützt wie in seinem ersten, einfach als „italienischen Holocaust-Leugner“ abtut, oder indem er einen in der „Holocaust“-Literatur seit Jahrzehnten herumgeisternden Befehl Himmlers zur Einstellung der Judenvernichtung beschwört:

„Himmlers Stoppbefehl […] ist bisher kaum beachtet worden. Die Revisionisten unterschlagen ihn, weil er die Tatsache der bis dahin vollzogenen Gasmorde beweist.“

Den Text dieses Phantom-Befehls zitiert er natürlich nicht!

Führen wir uns nun einige der aufschlußreichsten Konzessionen Meyers an die Revisionisten zu Gemüte.

„Wir [d.h. Meyer und Piper] sind uns darin einig, daß die in Auschwitz begangenen Verbrechen ohne Beispiel sind hinsichtlich ihres Umfangs wie der Methode.“

Dieser gleich am Anfang des Artikels stehende Satz wirkt auf den ersten Bild völlig orthodox, stellt aber, um im Jargon der Umerzieher zu bleiben, in Wirklichkeit eine subtile Form der „Verharmlosung“ dar: Wenn die von Meyer behauptete Vergasung von 356.000 Juden in Auschwitz „hinsichtlich ihres Umfangs ohne Beispiel“ war, heißt dies, daß in allen anderen sogenannten „Vernichtungslagern“ sehr viel weniger als 356.000 Opfer zu verzeichnen waren, die offiziellen Zahlen für Treblinka (750.000 – 870.000 Tote) sowie Belzec (600.000 Tote) also weit übertrieben sind und sich auch hier eine Redimensionierung im revisionistischen Sinn aufdrängt.

Mensch Meyer!

Meyer weist darauf hin, daß die Sowjets nach der Befreiung des KL Auschwitz keine ausländischen Gutachter zuließen, „wie es die Nazis bei Katyn taten“. Kein Wunder: während die Deutschen den Gutachtern in Katyn das Corpus delicti, die Leichen der über 4000 von den Bolschewisten erschossenen polnischen Offiziere, vorweisen konnten, wären die Sowjets nicht imstande gewesen, mit greifbaren, d.h. materiellen oder dokumentarischen Beweisen für die behaupteten Massenmorde aufzuwarten. Belege für den Tod von knapp 150.000 hauptsächlich an Krankheiten gestorbenen Häftlingen hätten sie freilich erbringen können, aber das reichte ihnen ja nicht.

Pipers lächerliche Lüge, wonach die Dokumentation der Lagerleitung vor der Befreiung von Auschwitz „vernichtet“ worden sei, kontert Meyer mit nackten Fakten:

„Die Rote Armee besaß die Unterlagen der Zentralbauleitung, die Sterbebücher, die Kommandanturbefehle, womöglich sogar das ganze Lagerarchiv mit über 127.000 Akten […]“.

„Ilja Ehrenburg zählte schon im Dezember 1944 sechs Millionen jüdische Opfer, wobei er alle in deutsche Gewalt gefallenen Juden für tot erklärte. Seither, für zwei Generationen, diente die horrende Zahl als ‚Keule‘ (Walser) gegen das deutsche Tätervolk, dem ein derart dimensionierter Genozid doch nicht verborgen geblieben sein konnte: Immer noch Kriegspropaganda.“

Ungefähr so hatte es auch der 81-jährige schweizerische Revisionist Gaston Armand Amaudruz formuliert, der freilich, im Gegensatz zu Meyer, wegen „Leugnung“ der Sechsmillionenzahl Anfang 2003 für drei Monate ins Gefängnis wanderte (das erstinstanzliche Urteil hatte auf ein Jahr gelautet).

„Im [sowjetischen] Kommissionsbericht, der ersten Information für die Welt über das befreite Auschwitz, steht kein Wort davon, daß dieses ein Ort der Judenvernichtung war.“

Ei, warum bloß nicht – fanden die vielen tausend im Lager zurückgebliebenen Häftlinge die Judenvergasungen etwa nicht wichtig genug, um ihren Befreiern davon zu erzählen?

Immer noch im Zusammenhang mit dem sowjetischen Kommissionsbericht nach der Befreiung von Auschwitz schreibt Meyer:

„Aussagen sind wiedergegeben, in denen etwa eine ‚Ungarin aus der Stadt Cluj‘, Anna Keppich mit Namen, die Ankunft von ‚3000 ungarischen Gefangenen‘ beschreibt – nichts von der Mordaktion an Zehntausenden ungarischer Juden im Jahre 1944.“

Weshalb stand im Kommissionsbericht nichts über diese Mordaktion? Die Frage stellen heißt sie beantworten.

„Irritationen über eine realistische Dimension hat aber nicht der Autor einer solchen Offenlegung zu verantworten, sondern der Urheber einer annähernden Verzehnfachung [in Wirklichkeit Verdreißigfachung; J.G.] der Opferzahl, sowie jeder, der an dieser Entwürdigung des Menschheitsverbrechens durch seine Instrumentalisierung teilnimmt.“

Wie schade, daß der Leitende Redakteur des berühmten Hamburger Nachrichtenmagazins dies nicht in seinem eigenen Blatt schreiben darf …

Einen „Vergasungszeugen“ definiert Meyer als Menschen, der sowohl den Eintritt der Opfer in die Gaskammer als auch die Einschüttung des Zyklon-B sowie schließlich die Leichen gesehen habe, „und zwar in einem einheitlichen Vorgang“. Dieser Definition kann man sich als Revisionist durchaus anschließen. Nach diesem Kriterium bleiben für Meyer ganze sechs (!) Augenzeugen der Vergasungen in den Krematorien übrig: Tauber für die „Experimentierphase“ (??), die „anfechtbaren Beobachter“ Höß, Bendel, Nyiszli und Müller sowie „eventuell“ Paisikovic. Anders gesagt, es gibt nicht einen einzigen glaubhaften Zeugen, und die laut van Pelt allein im Leichenkeller 1 des Krematorium II von den Deutschen „produzierten“ 500.000 Leichen sind ein Phantasieprodukt. Was Meyer zu diesem geradezu ungeheuerlichen Eingeständnis bewogen hat, ist nur allzu klar: Die technische und chemische Beweisführung der Revisionisten, die er aus Gründen der politischen Korrektheit nicht anerkennen darf.

Wer da von der Vergasungsgeschichte noch retten will, was zu retten ist, muß sich notgedrungen in die Birkenauer Bauernhäuser flüchten; schließlich kann kein Fred Leuchter und kein Germar Rudolf dem Mauerwerk von nicht mehr bestehenden Gebäuden Mörtelproben entnehmen und auf Cyanidspuren untersuchen lassen, ebenso wenig wie man in ihnen nach eventuellen Zyklon-Einwurfluken Ausschau halten kann. Genau diesen Weg wählt Meyer und fügt hinzu:

„Auch für diesen Themenkomplex bedarf es einer umfassenden speziellen Untersuchung, die ich vorlege, wenn der Wunsch nach einer Publikation besteht.“

Er besteht, Herr Meyer, er besteht! Wir freuen uns auf Ihre Publikation; wenn es soweit ist, wird man sie mit Mattognos Studie zu den „Bunkern“ vergleichen können, die ca. Ende 2004 auf Deutsch vorliegen soll.

Weswegen die „Bunkerzeugen“ glaubhafter sein sollen als die abgehalfterten „Zeugen“ der Vergasungen in den Krematorien, ist wahrhaftig unerfindlich, zumal es sich in etlichen Fällen um ein und dieselben Leute handelt. Wenn beispielsweise der französisch-jüdische Auschwitz-Häftling André Lettich berichtet, in den Muffeln der Krematorien seien jeweils sechs Leichen zugleich verbrannt worden, wird Meyer dies mit Fug und Recht als Lüge bezeichnen – doch ist derselbe Lettich etwa glaubwürdiger, wenn er die technisch nicht minder aberwitzige Aussage macht, nach den Vergasungen in den Bauernhäusern seien die Türen nach 20 bis 25 Minuten Ventilationszeit geöffnet und die Leichen entfernt worden, obgleich die Blausäure ca. zwei Stunden benötigt, um den Zyklongranulaten zu entweichen, und an eine Lüftung vor Ablauf dieser Zeit gar nicht zu denken ist? Will Meyer die Morde in den Bauernhäusern mit den Erzählungen dieses Lettich nachweisen? Oder mit der Zeugenaussage des Richard Böck, der über den Leichen Vergaster einen blauen Dunst schweben sah, obschon Blausäure völlig farblos ist? Oder vielleicht mit dem Augenzeugenbericht des Milton Buki, laut dem die Leichen der Opfer blaue Flecken aufwiesen, obwohl der Leichnam eines Blausäuretoten nicht blau, sondern rot verfärbt ist? Oder gar mit den Verrücktheiten des Maurice Moshe Garbarz, gemäß dem ein Gräberkommando in Birkenau in einer Nacht ein „Schwimmbad“ (Massengrab) von 1.500 bis 2.700 m³ Größe aushob?[10] Nun, Herr Meyer stellt uns ja nach dem Motto „Quantität geht über Qualität“ nicht weniger als 41 (!) Augenzeugen der Schreckensbauernhäuser in Aussicht; dies sind weit mehr, als Hilberg und Pressac an Zeugen für alle angeblichen Vergasungsanlagen in Auschwitz zusammen mobilisieren können, so daß sich unter diesen 41 eine ganze Reihe Zeugen befinden müssen, deren Wichtigkeit selbst den beiden erlauchtesten unter den „Holocaust“-Forschern entgangen ist. Hoffentlich zitiert Herr Meyer möglichst lange Auszüge aus diesen Berichten, damit recht herzhaft gelacht werden kann.

Das Absurde daran ist, daß, akzeptiert man Meyers Argumentationsstruktur, überhaupt keine logische Notwendigkeit zum Postulieren irgendwelcher Vergasungen mehr vorliegt. Dies zeigt sich am deutlichsten am Fall der ungarischer Juden, von denen laut Meyer 41.000 vergast worden sein sollen (also weniger als ein Viertel der von Raul Hilberg in seinem Standardwerk genannten Zahl von 180.000[11]). Von den deportierten ungarischen Juden galt nach einem Bericht Eberhard von Thaddens lediglich ein Drittel als arbeitsfähig.[12] Bei einer Gesamtzahl von 438.000 solcher Deportierter ergibt sich daraus eine Ziffer von 292.000 nicht Arbeitstauglichen. Zieht man von diesen die 41.000 laut Meyer Vergasten ab, so bleiben immer noch 251.000 nicht vergaste arbeitsunfähige ungarische Juden übrig, die entweder a) überhaupt gar nie nach Auschwitz gelangten, oder b) von Auschwitz nach anderen Orten überstellt wurden, oder c) in Auschwitz eines natürlichen Todes starben, oder d) am 27. Januar in Auschwitz von der Roten Armee befreit wurden, wobei die überwältigende Mehrheit natürlich der ersten sowie der zweiten Kategorie angehörte. Aus welchem Grund sollen die Deutschen 41.000 arbeitsuntaugliche ungarische Juden ermordet haben, wenn sie eine mehr als sechsmal höhere Zahl am Leben ließen und Tausende von kranken ungarischen Juden in Birkenau medizinisch betreuten?[13] Was spricht gegen die Annahme, daß diese 41.000 ebenfalls anderswohin überstellt worden sind?

Daß ein hochintelligenter, mit der „Holocaust“-Thematik wohlvertrauter Mann wie Fritjof Meyer dies alles nicht kapiert, halte ich für höchst unwahrscheinlich. Ich möchte deshalb eine Hypothese über die Beweggründe aufstellen, die ihn zur Publikation seiner Artikel veranlaßt haben. Normalerweise hat man sich des Spekulierens über die Motive eines Autors zu enthalten, da nur das Sachargument zählt, doch im vorliegenden Fall scheint mir ein Abweichen von dieser Regel gerechtfertigt.

Die hauptsächlichen Nutznießer der „Holocaust“-Lüge im allgemeinen und der Auschwitz-Lüge im besonderen sind der Staat Israel, der internationale Zionismus sowie die politische Führungskaste der BRD. Die intelligenteren unter den Profiteuren der Lüge wissen, daß sich die orthodoxe Version vom Schicksal der Juden im Dritten Reich auf die Dauer nicht retten läßt, und versuchen nun, Ballast abzuwerfen. Dazu schicken sie einen Mann ins Rennen, der als Leitender Redakteur der bekanntesten deutschen Zeitschrift ein erhebliches Ansehen besitzt, über ein gewisses Maß an Courage verfügt und das Thema Auschwitz einschließlich der revisionistischen Beweisführung sehr gut kennt. Wenn diese Hypothese den Tatsachen entspricht, wäre es an der Zeit, die Medien allmählich auf die neue, moderatere „Holocaust“-Version einzustimmen; am 27. Januar 2004 war allenthalben immer noch von 1,5 Millionen Auschwitz-Opfern die Rede, einer Zahl, die selbst nach Franciszek Piper um 200.000 höher ist als die Gesamtziffer der überhaupt je nach Auschwitz Gelangten.

Daß ausgerechnet Fritjof Meyer ausgewählt wurde, um mit halbrevisionistischen Thesen zu Auschwitz vorzupreschen, könnte freilich noch einen anderen Grund haben. Ganz am Schluß seiner Replik auf Piper deutet Meyer nämlich an, daß Angehörige von ihm in Auschwitz umgekommen seien. Daß diese Angehörigen als Kriminelle, Asoziale oder Homosexuelle ins KL kamen, wollen wir nicht unterstellen. Sie wurden also entweder aus politischen Gründen – d.h. als NS-Gegner oder Bibelforscher – oder aus ‚rassischen‘ Gründen nach Auschwitz geschickt.

Letzteres würde bedeuten, daß Fritjof Meyer ungeachtet seines kerndeutschen Vornamens zumindest teilweise jüdischer Abstammung ist. Will man sich, wenn der Holocaust eines schönen Tages endgültig platzt – beispielsweise weil die russische Regierung, durch die US-Einkreisungspolitik gegen ihr Land in die Enge getrieben, den Schwindel auffliegen läßt -, dann womöglich damit herausreden, daß ein begnadeter jüdischer Forscher namens Fritjof Meyer die Wahrheit, oder fast die Wahrheit, über Auschwitz längst herausgefunden hat, aber leider von engstirnigen deutschen Dogmatikern daran gehindert wurde, seine Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit bekanntzugeben? Die Zukunft wird weisen, ob eine dieser beiden Hypothesen zutrifft. Eines steht jedenfalls fest: Ohne Rückendeckung von oben hätte Meyer seine Beiträge nicht publizieren dürfen. Auf die Fortsetzung der Geschichte darf man folglich gespannt sein.


Anmerkungen


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 8(1) (2004), S. 65-68.


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Wie gestaltete sich Alltag im Angesicht von Verfolgung und Tod? Aktuelle Studien zu den Lebenswelten der Opfer im Großdeutschen Reich, zu ihren Wahrnehmungen, Handlungsspielräumen und Reaktionen, sei es in Berlin, Wien oder Theresienstadt, im Ghetto oder im Versteck. Die verfolgten Juden und „Mischlinge“ erscheinen in dieser Perspektive als Mitglieder von Familien, Organisationen und Gemeinschaften, vor allem aber als handelnde Individuen, die einen Alltag, eine neue Normalität in unnormalen Verhältnissen erstrebten und erfuhren. Diese Menschen versuchten nicht nur zu überleben, sondern zu leben. Eine Veröffentlichung des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin. (weiter)


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In der Bundesrepublik gibt es eine auffällige Diskrepanz zwischen der hier lebenden jüdischen Minorität und der großen symbolischen Bedeutung, die ‚den Juden‘ zukommt. Während diese symbolische Bedeutung durchaus ein Faktor im öffentlichen Bewusstsein ist, wird eine Begegnung mit Jüdinnen und Juden im Alltag kaum erlebt. Das liegt an der geringen Größe der jüdischen Bevölkerung, aber auch daran, dass Jüdinnen und Juden nicht erkennbar sind. „Und nach dem Holocaust?“ vertritt die These, dass diese Begegnung medial vermittelt stattfindet – auf besondere Weise in Spielfilmen, weil hier jüdische Figuren für das nichtjüdische Publikum als solche sichtbar gemacht werden. (weiter)


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Wie das Land nach der Niederlage 1945 von den Siegermächten regelrecht ausgeplündert wurde und warum das Ausmaß der Reparationen bis heute krass unterschätzt wird. Was hinter dem Projekt der europäischen Integration steckt und wie dem Steuerzahler die Rolle des EU-Zahlmeisters aufgezwungen wurde. Wie der Euro zum Enteignungsprogramm verkam und warum die Rechnung für die Katastrophenwährung immer noch nach oben offen ist. (weiter)


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Verheimlicht, vertuscht, vergessen
Geschrieben. Gestoppt. Und doch gedruckt!
Das war wohl noch nie da: Ein Buch wird Opfer seines eigenen Credos! Gerhard Wisnewskis jährlicher Bestseller verheimlicht – vertuscht – vergessen wurde nun sogar seinem Verlag Droemer Knaur zu heiß! Kurz vor Druck wurde die neueste Ausgabe 2016 gestoppt! Begründung: Wisnewski habe in seinem Werk Flüchtlinge »verunglimpft«.
»Tatsache ist, dass das Buch jede Menge Sprengstoff enthält, insbesondere im Hinblick auf die sogenannte „Flüchtlingskrise“, die uns 2015 im wahrsten Sinne des Wortes „heimsuchte“«. (weiter)

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