Nur wer souverän agiert, wird respektiert

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Von Marco Maier

Deutschland gilt nach wie vor als Washington höriges Land. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich die Amerikaner den deutschen Westen politisch gekauft. Doch ein Vergleich mit Israel, der Türkei und den Philippinen zeigt auf, dass man gerade mit den Vereinigten Staaten nur als starke, souveräne Nation fair verhandeln kann.

Die Philippinen stehen derzeit wegen der Amerika-kritischen Äußerungen von Neo-Präsident Rodrigo Rua Duterte und dessen vorsichtigen Annäherung an Russland und China durchaus im Fokus der Geopolitik. Seine Amtsvorgänger waren – wie auch das gesamte philippinische Establishment – „Transpazifiker“. Also das, was man in Europa als „Transatlantiker“ kennt. Dementsprechend „billig“ war das Land auch für die geopolitischen Machtspiele Washingtons in Südostasien zu haben.

Seit den 1980er-Jahren haben die Amerikaner insgesamt 11 Milliarden Dollar an die philippinischen Regierungen überwiesen, um sich so die Loyalität der ehemaligen US-Kolonie zu sichern. Das ist billig. Israel, welches deutlich kleiner ist und im Nahen Osten eine Schlüsselrolle für die geopolitischen Interessen Washingtons spielt, erhielt alleine an Militärhilfe in den letzten zehn Jahren aus dem US-Bundeshaushalt schon rund 30 Milliarden Dollar, in den kommenden zehn Jahren sollen es gar um die 38 Milliarden Dollar sein. Hinzu kommen viele weitere Milliarden an diversen Unterstützungen – unter anderem auch aus Deutschland.

Und hier kommt der ausschlaggebende Punkt ins Spiel, den auch die deutsche Bundesregierung berücksichtigen sollte: Eben weil die philippinische Politik mit Loyalisten durchsetzt war (und teils noch ist), konnten sie diese Loyalität für gegeben erachten und mussten sie sich nicht teuer erkaufen. Israel hingegen scheut sich nicht davor, der US-Regierung ans Bein zu pinkeln. In Jerusalem bzw. Tel Aviv weiß man um den geopolitischen Wert des Landes – und verkauft sich entsprechend teuer.

Wenn nun Präsident Duterte also eine außenpolitische Kehrtwende macht und nun Peking und Moskau hofiert, dann kommt dies in etwa jenem Spiel gleich, welches bereits der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, in der letzten Zeit vollzog, um seine innen- und außenpolitischen Pläne sowohl von den USA und der EU als auch von Russland quasi abgesegnet zu wissen. Und Duterte? Auch er kann es sich leisten, den Preis der Philippinen in die Höhe zu treiben.

Deutschland, welches für die US-Hegemonialbestrebungen in Europa, sowie für die Militäreinsätze in Osteuropa, im Nahen Osten und in Nordafrika eine entscheidende Rolle spielt, müsste sich eigentlich dieser entscheidenden Rolle bewusst sein. Anstatt weiter Besatzerknecht zu spielen und sich in Unterwürfigkeit gegenüber Washington zu üben, könnte die deutsche Bundesregierung den Preis dramatisch in die Höhe treiben.

Derzeit lautet die Antwort Berlins auf die Frage „Mann oder Maus?“ lediglich „Piep“. Denn so wie bisher Manila, agiert man in Berlin doch eher wie eine US-Kolonie. Dabei könnte man durchaus auch in die Rolle Israels oder der Türkei schlüpfen und dem US-Establishment zeigen, dass man sich als souveräner Staat versteht der auch eigene Interessen vertritt. Und wenn man in Washington nicht gewillt ist, den entsprechenden Preis zu bezahlen, dann erfolgt eben eine außen- und geopolitische Neuorientierung dorthin, wo der gewünschte Preis bezahlt wird.

Staaten haben Interessen, keine Freunde. Doch so lange man in Berlin noch von „unseren amerikanischen Freunden“ schwadroniert, spielen deutsche Interessen keine politische Rolle. Das weiß man auch in Washington und lässt sich dafür den Aufenthalt der eigenen Truppen in Deutschland auch noch fürstlich entlohnen, anstatt – wie es eigentlich sein sollte – für die Nutzung deutschen Bodens für deren militärischen und geheimdienstlichen Aktivitäten auch ordentlich zu bezahlen.

Denn immerhin macht die deutsche Politik das Land damit zum direkten Ziel von russischen (und ggf. auch chinesischen) Atomraketen, sollten die Amerikaner tatsächlich einen neuen Weltkrieg vom Zaun brechen. Auch Deutschland hat Interessen, wenngleich dies bei den deutschen Politikern offenbar nicht der Fall ist.

Quelle: Contra-Magazin


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1 KOMMENTAR

  1. Lieber Herr Meier, die genannten Staaten sind souverän, Deutschland nicht. Deutschland hat nur einen Waffenstillstand, der ,,Krieg“ ist noch nicht aufhehoben. Jeder erzählt uns, die Feindstaatenklauseln seien obsolet, aber warum werden sie dann nicht aufgehoben? Es herrscht noch immer Besatzungsrecht (und die Deutschen Mitteldeutschlands, jetzt Ostdeutschland enannt, haben nur neue Herren bekommen durch die ,,Wiedervereinigung“) Ich bin kein Revisionist – und bei einem Friedensvertrag muss sowieso auf alle Genbiete verzichtet werden, in denen seit über 70 Jahren andere Völker leben. Das ist der Preis für die Dummheit eines Mannes. (Für die Dummheit einer Frau zahlen wir, wenn wir nicht endlich aufwachen, einen noch viel höheren Preis, nämlich den der Auslöschung eines Kulturvolkes namens Deutsch!). Also ohne Aufhebung der scheinbar obsoleten Feindstaatenklauselbn UND eines einfahen Friedensvertrages, kann Deutschland gar nicht souverän handeln.

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