… Weil sie irgendwann zuhören werden!

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Viele Menschen, die versuchen auf dieser Welt etwas zu verändern, fragen sich ab einem bestimmten Punkt „warum“ sie das eigentlich machen. Warum setzen sie sich diesem Spott aus? Warum gehen sie das Risiko ein „gesetzlich“ bestraft zu werden? Und warum geben sie sich diese ganze Mühe überhaupt, nur um völlig vergifteten Menschen in einer völlig vergifteten Welt zu helfen? Jeder, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Wahrheit zu sagen, kommt irgendwann einmal an diesen Punkt!

Das ist völlig normal und sogar ein Zeichen von geistiger Gesundheit. Es wäre schier „unmenschlich“ (im Sinne von unnatürlich) nicht von Zeit zu Zeit einmal zu zweifeln. Und Zweifel sind ja auch etwas durchaus Sinnvolles. Sie drängen uns dazu, unsere Ideen, Glaubenssätze und Vorstellungen immer wieder zu hinterfragen und neu zu bewerten. Somit sind also auch Zweifel ein Zeichen geistiger Gesundheit und nicht etwa ein Zeichen dafür, dass man „zu schwach ist“ oder „falsch liegt“!

Entscheidend ist lediglich, wie man mit seinen Zweifeln umgeht. Lernt man sie zu ergründen, zu verstehen und konstruktiv zu überwinden? Oder lässt man sich von ihnen in die Knie zwingen, ohne genau zu wissen, „warum“ man eigentlich aufgibt. Manchmal ist ein Zweifel ja auch tatsächlich begründet, und dann sollte man vielleicht besser umkehren. In jedem Fall stellen Zweifel eine Herausforderung dar, die es zu überwinden gilt und die auch überwunden werden „muss“. Ganz gleich auf welche Art und Weise auch immer.

In den allermeisten Fällen stecken hinter „Zweifeln“, für die es keine logische Erklärung gibt, die man trotz besserem Wissen hat oder die so hartnäckig sind, dass sie grundlos immer wieder kehren unbewusste Glaubenssätze, die uns meist eingeimpft wurden, damit wir „folgsam“ bleiben. In so einem Fall ist es sinnvoll, sich das Gefühl anzuschauen, welches der Zweifel mit sich bringt und ihm „ein Gesicht“ zu geben. Das heißt, es zu erforschen, zu benennen und schließlich zu verändern, indem man den Gedanken hinter dem Gefühl erkennt und entsprechend umformuliert!

Das sind manchmal ganz verrückte Glaubenssätze, wie: „Ich darf die Wahrheit nicht sagen, denn wenn ich ehrlich bin dann gibt es Ärger!“ Diesen Glaubenssatz, beispielsweise, haben die meisten von uns bereits in der Kindheit „anerzogen“ bekommen! Vielleicht haben auch Sie einmal eine dicke Person lauthals als dick betitelt, als Sie klein waren und wurden dafür sofort von Ihren Eltern scharf gerügt. Ihr kindliches Gehirn kannte damals noch keine „Anstandsregeln“ und konnte dementsprechend nicht unterscheiden bzw. die Grenze nicht finden, zwischen „Ehrlichkeit“ und „Unhöflichkeit“.

Was bei Ihnen tatsächlich ankam, war lediglich die Botschaft, dass Sie Schwierigkeiten bekommen werden, wenn Sie einfach nur die Wahrheit sagen! Selbst wenn Sie sich überhaupt nichts böses dabei denken. Und diesen Glaubenssatz übertragen Sie ganz automatisch auf alle anderen Wahrheiten, die es so zu sagen gibt, selbst dann wenn diese höchst notwendig und auch nicht unhöflich sind. Wenn Sie innerlich Zweifel verspüren, dann schieben Sie sie nicht beiseite, sondern hinterfragen Sie sie erst einmal. Dies ist in den allermeisten Fällen auch schon alles, was Sie tun müssen, um sie loszuwerden!

Nun aber zum eigentlichen Punkt: Was ist wenn Sie persönlich überhaupt keine Zweifel haben, sondern ganz im Gegenteil, „absolut sicher“ sind, dass Sie das Richtige tun? Wenn Sie es einfach nur deshalb leid sind, all diese Risiken in Kauf zu nehmen, die das Aussprechen der Wahrheit auf dieser krank gemachten Welt, mit sich bringt? Hauptsächlich vermutlich deshalb, weil Sie irgendwann einmal das Gefühl bekommen, dass niemand diese Wahrheit überhaupt wirklich wissen will!?

In einem solchen Fall müssen Sie natürlich nicht Ihre Motivation hinterfragen, sondern sich einen ganz anderen Gedanken „angewöhnen“! Nämlich: „Die Menschen werden Ihnen eines Tages zuhören!“ Warum? Weil sie es müssen! Es ist eine Form des Müssens, die nicht durch einen „äußeren“ Zwang entsteht, sondern durch einen „inneren“! Genauso wie es vermutlich bei Ihnen selbst auch gewesen ist, als Sie sich für die Wahrheit öffneten. Sie taten dies nicht weil Ihnen jemand eine Pistole an den Kopf hielt und Sie dazu zwang. Nein, Sie taten es aus einem ganz persönlichen „inneren“ Leidensdruck heraus! Und die Entstehung dieses Drucks ist hoch individuell und von Person zu Person verschieden!

Obwohl Sie einst vermutlich ein genauso „Systemgläubiger, unhinterfragender, in eine bestimmte Richtung konditionierter Gutmensch“ waren (wie die meisten von uns…) geschah eines Tages etwas, das Sie aufwachen ließ. Etwas, das Ihren Geist öffnete, Ihren Horizont erweiterte und jene Knebelstasi in den hintersten Winkeln Ihres Gehirns in die Luft sprengte, die Sie stets erfolgreich vom Reflektieren und damit selbstständig Denken abhielt! Die jene Verdrahtung im Gehirn durch schmorte, die darüber entscheidet ob ein Mensch in seinem Leben Herr oder Sklave ist!

Und genau an diesem Punkt haben Sie damit begonnen zuzuhören! Sie haben plötzlich Leuten zugehört, denen Sie zuvor unmöglich zugehört hätten, geschweige denn überhaupt hätten zuhören wollen! Und Sie können Gift darauf nehmen, dass jene Menschen, denen Sie auf einmal zuhörten, nicht erst eine Woche vor Ihrer Bereitschaft zuzuhören mit dem „Reden“ angefangen haben. Diese Menschen haben, ganz ähnlich wie Sie jetzt, die Wahrheit schon viel länger gekannt. Und sie haben sie immer und immer wieder erzählt, gepredigt und erklärt … Immer und immer wieder!

„Obwohl“ sie verleumdet, belächelt und verhetzt, oder zum Teil sogar bestraft wurden! Sie haben das getan, einzig damit Sie persönlich, genau jetzt, die Möglichkeit haben zuzuhören! Und mit Sicherheit wurden auch diese Menschen, die Ihnen letztlich die Augen öffneten hin und wieder von Zweifeln geplagt. Doch anstatt diesen Ängsten und Zweifeln nachzugeben folgten sie einer Stimme, die wusste, dass „Gutding nun mal Weile haben möchte“ wie es im Volksmund so schön heißt.

Und letzten Endes war es gut und richtig, dass diese Menschen, die Ihnen letztlich die Augen öffneten, nicht aufgaben. Dass sie geduldig und tapfer blieben, solange bis Sie endlich bereit waren, ihnen zuzuhören. Und nun ist es Ihre Aufgabe die Fackel der Wahrheit aufrecht zu erhalten und so lange am Brennen zu halten, bis der nächste Mensch bereit ist, sie zu übernehmen und sein persönliches Feuer an dem Ihren zu entzünden!

Und wenn Sie jemals Zweifel oder Hoffnungslosigkeit verspüren sollten, dann denken Sie zurück an die Zeit, als Sie selbst noch lachten oder schimpften über jene Menschen, die die Wahrheit sagten. Einfach weil Sie damals noch nicht „bereit“ für die Wahrheit waren. Und denken Sie daran zurück, wie Sie es einfach eines Tages wurden, obwohl Sie dies niemals für möglich gehalten hätten. Auch Sie haben eines Tages Menschen zugehört, die Sie zuvor belächelten oder verurteilten, nur weil es Ihnen so „anerzogen“ wurde. Auch Sie haben sich gerade deshalb für einen „anständigen“ Menschen gehalten. Und auch Sie hatten das große Glück aus dieser Gedankenmatrix, diesem Seelenknast ausbrechen zu dürfen.

Und nun, da Sie frei sind, endlich frei und selbstständig denkend, endlich in einer Welt lebend, die Sie auch wirklich verstehen können, weil Sie die Wahrheit wissen. Eine Welt, die Sie genau deshalb auch früher oder später verändern werden … tragen Sie die Fackel der Wahrhaftigkeit nicht nur mit Stolz, sondern auch mit Geduld! Geben Sie den „Noch“blinden die Chance, ihre Augen an das Licht der Wahrheit zu gewöhnen, genauso wie Sie ihre Zeit benötigten um die Wahrheit sehen und annehmen zu können. Und bleiben Sie so lange stark bis der Mensch nach Ihnen kräftig und mutig genug geworden ist, um diese heilige Fackel weiter zu tragen!

Und vergessen Sie niemals jene Wahrheit über die Wahrheit: „Die Wahrheit wird sich über kurz oder lang immer ihren Weg ins Licht bahnen. Nicht weil sie gut ist und nicht weil sie schlecht ist! Sondern schlicht, weil sie wahr ist! Und wenn etwas wahr ist … dann werden die Menschen auch irgendwann zuhören!

Ein Deutsches Mädchen

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