100 Schwarzafrikaner bedrohen Polizisten in Hamburg

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Im Hamburger Stadtteil St. Georg versammelten sich am Dienstag bis zu 100 Schwarzafrikaner und beschimpften und bedrohten Polizeibeamte. Zwei Wochen zuvor schoss ein Polizist in Notwehr auf einen hoch aggressiven, mit einem Messer bewaffneten Ghanaer. Nun kam es zu einem erneuten Zusammenstoß, nachdem ein Somalier in einem Wettbüro Hausverbot erhalten hatte. So hatte es in Paris ebenfalls angefangen –  nun stehen fünf Pariser Vororte seit Tagen in Flammen.

Am 1. Februar wurde ein Hamburger Polizeibeamter, der von zwei Frauen zur Hilfe gerufen wurde, von einem 33-jährigen, aus Ghana stammenden Mann mit einem Messer angegriffen. Zur Abwehr des Angriffes setzte der Polizist zunächst Pfefferspray ein, dann machte er von seiner Schusswaffe Gebrauch. Bereits kurz nach dem Vorfall hatten 20 bis 30 afrikanischstämmige Menschen lautstark gegen das Vorgehen der Polizei demonstriert. Der Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten Martin Dolzer (Die Linke) äußerte sich gegenüber der »taz«, meldete Zweifel an der Notwehrdarstellung der Polizei an und sprach  von »lebensgefährlichem Fehlverhalten der Polizei« und von »einem rassistisch motivierten Hinrichtungsversuch«.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) verurteilt Dolzers Aussage als »widerwärtige Rufmord- und Verleumdungskampagne«. Hamburgs Polizeipräsident Ralf Meyer hat nun, wie die Bildzeitung berichtete,  Strafanzeige wegen übler Nachrede gegen Dolzer gestellt.

»Haut ab«, »Verpisst euch« aber auch »This is not America«

Zwei Wochen später hat sich die Lage im Stadtteil St. Georg nicht beruhigt, wozu Dolzers Kampagne durchaus beigetragen  haben könnte. Am Dienstagabend kam es zu nochmaligen, tumultartigen Szenen. Wie WeltOnline berichtet, wurden nach der Festnahme eines 18-jährigen Somaliers in St. Georg drei Hamburger Streifenpolizisten aus einer Gruppe von fast 100 Schwarzafrikanern bedroht und beschimpft. Der festgenommene 18-Jährige soll zuvor die Angestellten eines Sportwettengeschäfts im St. Georg-Viertel bedroht haben. Dem Mann sei zuvor bereits ein Hausverbot erteilt worden. Als er der Aufforderung, das Sportwetten-Geschäft zu verlassen, nicht nachkam, hatten die Angestellten die Polizei gerufen.

Diese wurde bei der Festnahme mit »Haut ab«, »Verpisst euch« aber auch »This is not America« -Rufen- was mutmaßlich mit den Notwehrschüssen auf den Ghanaer zusammen hängen dürfte, die vom Linken Dolzer als ein » rassistisch motivierter Hinrichtungsversuch« durch die Polizei gedeutet wurde. Die Situation konnte erst beruhigt werden, als weitere Polizeibeamte eintrafen.

So hatte es in Paris auch angefangen –  nun stehen fünf Pariser Vororte seit Tagen in Flammen

Wegen eines ganz ähnlichen Vorwurfes hatten sich am vergangenen Wochenende in Pariser Vorstädten, die mehrheitlich von Immigranten bewohnt sind, bürgerkriegsähnliche Ausschreitungen ereignet. Wie Metropolico berichtete, kam es nach einer Demonstration wegen angeblicher Polizeigewalt gegen einen 22 Jahre alter Franzosen schwarzafrikanischer Herkunft zu massiven Ausschreitungen.

Das Wochenende über wurden Autos in Brand gesteckt, Steine geworfen und Einsatzkräfte attackiert. Am Montag hatten sich die Unruhen auf fünf weitere Pariser Vororte ausdehnt. Der britische Express berichtete von Vorstädten, die in Flammen stehen. Im Internet waren Horden von maskierten Männern zu sehen, die auf den Strassen in blinder Zerstörungswut marodierten.

Quelle: Metropolico


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