Bedrohung für die Gesellschaft: Künstliche Intelligenz, Sexroboter oder Werteverfall?

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Der Mann, dessen Software den Schachweltmeister besiegte, Demis Hassabis, will die ultimative künstliche Intelligenz entwickeln – SZ

Auch Microsoft ist dran und behauptet „Künstliche Intelligenz ist eine demokratisierende Technik“ – heise

Während Facebook-Ingenieure an einer Mensch-Maschine-Schnittstelle arbeiten, mit der man per Gedankenkraft von einer App zur anderen kommunizieren kann, fordert das EU-Parlament bereits Gesetze und Regeln für Roboter. Und dies genau 25 Jahre nachdem der Supercomputer HAL9000 in dem Filmdrehbuch von „2001 Odyssee im Weltall“ in Betrieb genommen worden sein soll – am 12. Januar. Das verrät uns die gegen Verschwörungstheorien angeblich so resistente Süddeutsche Zeitung. Im EU-Parlament weiß man offenbar nichts von den Asimov’schen Gesetzen, auch als Robotergesetze jedem Science fiction Fan geläufig:

  1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen wissentlich verletzen oder durch Untätigkeit wissentlich zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
  2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
  3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.

Damit wäre die Entwicklung von Waffensystemen mit echter „künstlicher Intelligenz“ schlichtweg unmöglich. Uih, da hätten wir noch mal Glück gehabt. Doch schon vor einem Jahr warnte eine ehemalige hochrangige Microsoft Mitarbeiterin vor der autonomen Roboterarmee, die Menschen auf Befehl töten könnte. Dabei handelt es sich um die in der Flüchtlingshilfe engagierten und deshalb für Verschwörungstheorien ebenfalls völlig unverdächtige Anke Domscheit Berg, die neuerdings Mitgliedin bei den Linken ist. Aus solch einer vertrauenswürdigen Quelle können unmöglich FakeNews stammen.

Der wahre Stand der Dinge zum Thema künstliche Intelligenz ist unklar, doch die Experten lassen mehr oder weniger einhellig verlauten, noch ist es nicht so weit, dass man von der sogenannten Singularität sprechen könnte. Voranschreiten wird in jedem Fall die Automation, die auf der einen Seite immer mehr Arbeitsplätze vernichten und auf der anderen Seite neue Berufsfelder für Menschen schaffen wird. Es stimmt nicht, dass nur die „Jobs für die Dummen“ wegfallen, wie es immer behauptet wird.

So wurden Buchhalter wegen dem Siegeszug der ersten Büro PCs immer überflüssiger, Stenotypisten gibt es so gut wie gar nicht mehr, Putzfrauen braucht man dagegen heute noch immer. Während der ersten industriellen Revolution war es ähnlich, beispielsweise wandelte sich das vielfältige Handwerk Weberei allmählich zu einer stupiden monotonen Maschinenbedienertätigkeit. Jetzt geht es weiteren Jobs an den Kragen. Putz- und Saugroboter werden immer leistungsfähiger, Drohnen könnten bald Pakete aus Luftschiffen ausliefern, so schwebt es Amazon vor, aber dazu muss die Infrastruktur vorhanden sein.

Driftet die Menschheit auseinander?

Bei all den Szenarien über die technologisierte Zukunft werden immer die vielen Regionen vergessen, in denen die Menschen nicht mal freien Zugang zum Wasser oder Energieversorgung kennen. Dort wird sich nichts so schnell verändern – der Wandel betrifft die Ballungsräume und wird die Menschheit eher noch mehr spalten statt zusammen bringen.

Menschen, die vom Ochsenkarren in ein autonom fahrendes Googlemobil wechseln, dürften in dieser Welt kaum zurecht kommen, auch wenn sie ihnen vom Smartphone vertraut erscheint. Wenn hier keine zivilisatorischen Brücken gebaut werden, wonach es derzeit nicht aussieht, liegen Segen und Fluch der neuen Technik näher beieinander als ihre Entwickler uns vorgauckeln. Dennoch gibt es wohl kein Zurück, es wird weiter gehen.

Rebellion der Maschinen?

Die Forscher träumen von der Singularität, aber das Wesen von Bewusstsein und Leben haben sie noch in kein Konzept pressen können. Wenn es zu einer Rebellion der Maschinen wie in Terminator und ähnlichen Schauergeschichten kommt, dann stecken dahinter Menschen, die diese Maschinen programmiert haben. Vielleicht haben die Maschinen sich auch selbstständig weiter entwickelt, weil das ihr Auftrag ist – eines aber können sie nicht – Bewusstsein entwickeln.

Maschinen können Leben simulieren, aber nicht zum Leben erwachen. Das, was Mensch und Tier und den Pflanzen Leben ein haucht ist jenseits der Materie und nur für die Dauer des Lebens an sie gebunden. Ein Auto ist eben nicht die Weiterentwicklung von einer Kutsche, auch wenn man lange „Wagen ohne Pferde“ dazu sagte. Was im Auto verbaut und verbraucht wird und ursprünglich aus der Tierwelt stammt, ist tot, unbelebt. Auch künstliche Intelligenz wird unbelebt bleiben. Vielleicht macht sie das sogar gefährlicher für die Menschheit, doch man sollte nie vergessen, dahinter stehen Menschen, die diese künstliche Intelligenz benutzen.

Sexroboter und Werteverfall

Sexspielzeuge wachsen seit jeher im Gemüsegarten. Bei dem Genuss dieser veganen Freuden gehören die Männer in dieser Hinsicht eher zum benachteiligten Geschlecht. Die ersten Vibratoren für Frauen wurden Ende des 19. Jahrhunderts erfunden und dienten angeblich nur der Therapie der „Hysterie“. Die dampfbetriebenen Modelle füllten ganze Räume und auch die Kassen der damaligen Frauenärzte. Die Männer wurden bis heute nicht überflüssig durch die neue Erfindung, auch wenn damals viele davor Angst hatten und die Konkurrenz der Dampfmaschinen fürchteten.

Heute ist die Technik weiter. Die Firma RealDoll verkauft seit Jahren erfolgreich sündhaft teure Sexpuppen aus Silikon, die nach Kundenwunsch zusammengestellt werden.

Den weiblichen Sexroboter Roxxxy gibt es auch schon seit ein paar Jahren. Noch fluppt es nicht so richtig. Aber die Entwicklung geht weiter und wirft Fragen auf.

Im Cybersex-Bereich ist Muschi-Control angesagt. Eine Masturbationshilfe für Männer, die per USB an den PC angeschlossen ist. Am anderen Ende könnte die Partnerin mit dem passenden Gegenstück sitzen, in der Realität handelt es sich meist um Webcam-Girls. Der Gang ins digitale Bordell bleibt selbstverständlich kostenpflichtig.

 

Der Sex mit Robotern oder in der Virtual Reality wird zweifellos immer realistischer werden. Welche Fragen ergeben sich daraus für die Menschen, die so etwas nutzen? Was heute noch als Tabu gilt und in die Schmuddelecke gehört, ist morgen bereits akzeptiert und gilt als chic. Wie verändern sich unsere Beziehungen, wenn die totale maschinelle Wunscherfüllung kaum noch etwas zum Erleben auf menschlicher Ebene übrig lässt? Ein Blick auf die Straße könnte heute schon Aufklärung verschaffen.

Wie viel Notiz nehmen die Menschen noch voneinander, während sie mit Smartphones vor der Nase und albernen übergroßen Kopfhörern durch die Stadt laufen? Damit sie nicht unter die Räder kommen, weil man nicht für jeden dieser Zombies in die Eisen gehen kann, braucht es eben das mitdenkende, selbstlenkende Auto, das automatisch bremst, wenn jemand nicht genug acht gibt.

Das Ende einer jeden Gesellschaft wurde stets vom Verfall menschlicher Werte eingeläutet.

Die Rebellion der Maschinen brauchen wir aus vorgenannten Gründen nicht zu fürchten, eine Rebellion der Menschlichkeit sollten wir stattdessen herbei sehnen. Wenn aber der Mensch zur Maschine geworden ist, wird sie ausbleiben.

Quelle: Opposition24


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