Das Argument Verschwörungstheorie und sein CIA-Ursprung

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Was heißt hier Verschwörungstheorie? Wer Menschen als »Verschwörungstheoretiker« bezeichnet, die Sachverhalte kritisch hinterfragen und die offensichtlichen Schwerverbrechen von regierenden Politikern, Wirtschaftsbossen und Journalisten als „Verschwörungstheorie“ abtut, ohne auch noch ein Argument vorzuweisen, der macht sich nicht nur der Mittäterschaft schuldig, sondern outet sich gleichzeitig auch als resistenter Realitätsverweigerer bzw. als Sympathisant oder Mitarbeiter des politischen Machtaperrates. Es war der amerikanische Geheimdienst CIA, der die Wortschöpfungen »Verschwörungstheoretiker« bzw. »Verschwörungstheorie« in den 1960er kreierte, um kritische Zeitgenossen zu diskreditieren und unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Bis heute erfreuen sich beide Begriffe großer Beliebtheit und werden besonders gern von Regierungs- und Medienvertretern genutzt, um all jene mundtot zu machen, die die richtigen Fragen zur richtigen Zeit stellen oder schlichtweg der Wahrheit zu nah kommem.

Jeder kritische Mensch, der abseits der von den “Qualitätsmedien” und Politdarstellern vorgebenen Richtung, Themen, Ereignisse und anderes hinterfrägt, sich kritisch beispielsweise mit 9/11 und dem Zusammenbruch des Gebäudes WTC7 als drittes Hochhaus an diesem Tag beschäftigt, oder der sich im aktuellen Fall mit dem Ursprung des Islamic State beschäftigt oder auch Fragen zum CDC-Patent bzgl. Ebola stellt, landet unweigerlich in der Schublade des Verschwörungstheoretikers. Als Verschwörungstheorie bezeichnet man laut Wikipedia:

(…) im weitesten Sinne jeden Versuch, ein Ereignis, einen Zustand oder eine Entwicklung durch eine Verschwörung zu erklären, also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von Personen zu einem illegalen oder illegitimen Zweck. Der Begriff Verschwörungstheorie wird zumeist kritisch oder abwertend verwendet. (…)

Doch woher kommt dieser Begriff Verschwörungstheorie bzw. warum ist das Stigma, dass jemand ein Verschwörungstheoretiker ist, gleichzusetzen mit dessen öffentlicher “Hinrichtung” als Spinner oder Weltfremder?

Interessanterweise kam der Begriff Verschwörungstheorie erstmals in den Medien nach Bekanntwerden des Warren Reports zur Ermordung John F. Kennedys auf, als man seitens der CIA Kritik(er) am Report und an der Kommission, die ihn erstellt hat, mit nachfolgendem Dokument mundtot machen wollte und sie erstmals in die Ecke der Verschwörungstheoretiker stellte, in dem man regelrechte Tipps zum Ungang mit “unangenehmen Kritikern” und wie man diesen begegnen kann gab:

CIA Dokument #1035-960
Re: Betreffend der Kritik am Warren Report

1. Unser Anliegen. Seit dem Tag der Ermordung des Präsidenten Kennedys, gab es Spekulationen über die Verantwortung für den Mord. Obwohl diese eine Zeit lang ihren Ursprung im Bericht der Warren Kommission (der am Ende des Septembers 1964 erschien) haben, hatten nun verschiedene Autoren Zeit den veröffentlichten Bericht der Kommission und andere Unterlagen zu untersuchen, um neue Vorwände für eine Befragung zu finden, und es hat eine neue Welle von Büchern und Artikeln gegeben, die die Ergebnisse der Kommission kritisieren. In den meisten Fällen spekulieren die Kritiker über die Existenz einer Art Verschwörung, und oft implizieren sie dabei, dass die Kommission selbst beteiligt war. Vermutlich als Folge der zunehmenden Herausforderungen bzgl. des Berichts der Warren Kommission, hat eine vor kurzem durchgeführte Meinungsumfrage angedeutet, dass 46% der amerikanischen Öffentlichkeit nicht glaubt, dass Oswald allein gehandelt hat, während mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass die Kommission einige Fragen offen und ungelöst gelassen hat. Zweifellos zeigen Umfragen im Ausland ähnliche oder möglicherweise sogar weit unerwünschtere Ergebnisse.

2. Dieser Meinungstrend liegt nicht im Anliegen der US-Regierung, einschließlich unserer Organisation. Die Mitglieder der Warren Kommission wurden natürlich aufgrund ihrer Integrität, Erfahrung und Bekanntheit ausgewählt. Sie vertraten die beiden großen Parteien, und sie und ihre Mitarbeiter wurden bewusst aus allen Teilen des Landes ausgewählt. Allein aufgrund des Ansehens der Kommissare, sind die Bemühungen ihre Rechtschaffenheit und Weisheit anzufechten, als Zweifel an der ganzen Führung der amerikanischen Gesellschaft zu bewerten. Darüber hinaus scheint es eine zunehmende Tendenz zu geben, dass Präsident Johnson selbst, als diejenige Person, der man nachsagt davon profitiert zu haben, in gewisser Weise für das Attentat verantwortlich wäre.

In Anspielung auf die Ernsthaftigkeit, hat das nicht nur Effekte auf den betroffenen Einzelnen, sondern auch auf das ganze Ansehen der amerikanischen Regierung. Unsere Organisation ist dabei selbst direkt beteiligt: Neben anderen Fakten, haben wir Informationen zu der Untersuchung beigetragen. Verschwörungstheorien haben immer wieder unsere Organisation unter Verdacht, beispielsweise durch die fälschliche Behauptung, dass Lee Harvey Oswald für uns gearbeitet hat. Das Ziel dieser Ausführung ist es, Material bereit zu stellen, das dem entgegenwirkt, und die Behauptungen der Verschwörungstheoretiker zu diskreditieren, wie auch die Verbreitung solcher Behauptungen in anderen Ländern zu verhindern. Weitere Hintergrundinformationen werden in einem geheimen Abschnitt und in einer Reihe von nicht geheimen Anhängen geliefert.

3. Aktion. Wir empfehlen nicht, dass die Diskussion über die Frage der Ermordung eingeleitet wird, wenn sie nicht bereits stattfindet. Wo die Diskussion geführt wird, sollten bestimmte Ansprachen gemacht werden:

a. Wenn man die öffentliche Meinung (im englischen Original problem, Anm. d. Verf.) mit [?, unleserlich] und freundlich gestimmten elitären Kontakten (vor allem Politiker und Redakteure) diskutiert, weist man darauf hin, dass die Warren Kommission die Untersuchung so gründlich, wie menschlich möglich, vorgenommen hat, dass die Vorwürfe der Kritiker ohne ernsthafte Grundlage sind und dass eine weitere spekulative Diskussion nur in die Hände der Opposition spielt. Weisen Sie darauf hin, dass Teile der Verschwörungsgespräche scheinbar absichtlich von kommunistischen Propagandisten erzeugt werden. Fordern Sie sie auf, dass sie ihren Einfluss geltend machen, damit die unbegründete und unverantwortliche Spekulation entmutigt wird.

b. Nutzen Sie Propagandatechniken, um die Angriffe der Kritiker zu [negieren] und zu widerlegen. Buchbesprechungen und Reportagen sind für diesen Zweck besonders geeignet. Die nicht klassifizierten Anlagen zu diesen Leitlinien sollten nützliches Hintergrundmaterial für die Weitergabe von Techniken bieten. Als Teil unseres Vorgehens sollten wir darauf hinweisen, soweit zutreffend, dass die Kritiker (I) Theorien aufbauen, bevor die Beweise vorhanden sind, (II) politische Interessen haben, (III) finanzielle Interessen haben, (IV) hastig und ungenau in ihrer Forschung sind oder ( V) in ihre eigenen Theorien vernarrt sind. Im Zuge der Diskussionen über das ganze Phänomen der Kritik, kann eine sinnvolle Strategie sein, Epsteins Theorie des Angriffs herauszugreifen, in dem man den beiliegenden Fletcher [?] Artikel und den Spectator Bericht als Hintergundinformation nutzt. (Obwohl Mark Lanes Buch viel weniger überzeugend ist als das Epsteins und es schlecht wegkommt, wenn man von erfahrenen Kritikern konfrontiert wird, ist es auch viel schwieriger alles in Gänze zu beantworten, da man in einem Morast von nicht zusammengehörenden Details verloren geht.)

4. Findet im Privaten eine Mediendiskussionen statt, die sich nicht auf einen bestimmten Autor bezieht, oder wenn dort Publikationen angegriffen werden, die noch nicht weit verbreitet sind, sollten die folgenden Argumente nützlich sein:

a. Es sind keine wesentlichen neuen Beweise aufgetaucht, die die Kommission nicht geprüft hat. Das Attentat wird manchmal (z.B. durch Joachim Joesten und Bertrand Russell) mit der Dreyfus-Affäre verglichen; doch im Gegensatz zu diesem Fall, hat der Angriff auf die Warren Kommission keine neuen Beweise produziert, keine neuen Schuldigen überzeugend identifiziert, und es gibt keine Einigung unter den Kritikern. (Eine bessere Parallele, wenn auch eine unvollkommene, könnte zum Reichstagsbrand von 1933 gezogen werden, von der einige kompetente Historiker (Fritz Tobias, AJ.P. Taylor, DC Watt) jetzt annehmen, dass sie von Vander Lubbe auf eigene Initiative begangen wurde, ohne entweder für die Nazis oder für die Kommunisten zu agieren; die Nazis versuchten, die Schuld auf die Kommunisten zu schieben, aber letztere hatten mehr Erfolg die Welt davon zu überzeugen, dass die Nazis Schuld gewesen sind).

b. Kritiker überbewerten in der Regel bestimmte Dinge und ignorieren andere. Sie neigen dazu, mehr Gewicht den Erinnerungen der einzelnen Zeugen zu geben (die weniger zuverlässig und divergierend sind – und daher mehr Ansatzpunkte für die Kritik bieten) und weniger der Ballistik, Autopsie und fotografischen Beweisen. Eine genaue Untersuchung der Aufzeichnungen der Kommission wird normalerweise zeigen, dass die widersprüchlichen Zeugenaussagen aus dem Zusammenhang gerissen sind, oder von der Kommission aus gutem und ausreichendem Grund verworfen wurden.

c. Große behauptete Verschwörungen wären unmöglich in den Vereinigten Staaten zu verbergen, besonders seitdem Informanten damit rechnen können große Geldsummen usw. zu erhalten. Beachten Sie, dass Robert Kennedy, damaliger Generalstaatsanwalt und John F. Kennedys Bruder, der letzte Mann gewesen wäre der eine Verschwörung übersehen oder verborgen hätte. Und wie ein Rezensent darauf hinwies, hätte der Kongressabgeordneter Gerald R. Ford wohl kaum seine Stimme um der demokratischen Regierung Willen erhoben und Senator Russell hätte alles politische Interesse für ein Aufdecken eines Fehlverhaltens seitens des Chief Justice Warren gehabt. Ein Verschwörer hätte zudem kaum einen Ort für ein Attentat ausgewählt, wo so viel von Bedingungen abhing, die außerhalb seiner Kontrolle sind: die Strecke, die Geschwindigkeit der Autos, das bewegliches Ziel, das Risiko, dass der Attentäter entdeckt werden würde. Eine Gruppe von wohlhabenden Verschwörern hätte viel sicherere Bedingungen arrangiert können.

d. Kritiker werden oft durch eine Form von geistigem Stolz verleitet: sie setzen einige Theorien auf und verlieben sich in sie; sie haben auch die Kommission verspottet, weil sie nicht immer jede Frage mit einer einfachen Erklärung – auf die eine oder ander Art – beantwortete. Eigentlich war das Auftreten der Kommission und das ihrer Mitarbeiter ein ausgezeichneter Schutz dagegen sich gegenüber einer bestimmten Theorie zu verpflichten oder gegen die unerlaubte Transformation von Wahrscheinlichkeiten in Gewissheiten.

e. Oswald wäre für jeden vernünftigen Menschen keine Wahl als Mitverschwörer gewesen. Er war ein “Einzelgänger”, in Vieles verwickelt, von fragwürdiger Zuverlässigkeit und eine unbekannte Größe für jeden professionellen Geheimdienst.

f. Den Vorwürfen, dass der Bericht der Kommission ein schnell ausgeführter Auftrag war, ist zu entgegnen, dass er drei Monate nach dem ursprünglichen Termin herausgegeben wurde. In dem Maße wie die Kommission versuchte ihre Berichterstattung zu beschleunigen, war dies vor allem dem Druck unverantwortlicher Spekulationen geschuldet, die bereits auftraten. In einigen Fällen kam dieser von den gleichen Kritikern, die sich weigerten ihre Fehler zuzugeben und jetzt neue neue Kritik äußern.

d. Solche vagen Anschuldigungen, wie dass “mehr als zehn Personen auf mysteriöse Weise starben” kann immer irgendwie auf natürliche Weise erklärt werden, z.B.: die Betroffenen sind zum größten Teil eines natürlichen Todes gestorben; Mitarbeiter der Kommission befragten 418 Zeugen (das FBI befragte weit mehr Menschen, führte 25.000 Interviews und Re-Interviews), und in einer so großen Gruppe sind eine bestimmte Anzahl von Todesfällen zu erwarten. (Als Penn Jones, einer der Begründer der “zehn mysteriöse Todesfälle”-These, im Fernsehen auftrat, stellte sich heraus, dass zwei der Toten auf seiner Liste aufgrund von Herzinfarkten starben, einer wegen Krebs, einer bei einem Frontalzusammenstoß auf einer Brücke, und einer als ein Fahrer gegen einen Brückenpfeiler auffuhr.)

5. Wenn möglich, zu Gegenspekulation unter Bezugnahme auf den Bericht der Kommission selbst ermutigen. Aufgeschlossene ausländische Leser sollten immer noch durch die Sorgfalt, Gründlichkeit, Objektivität und Geschwindigkeit mit der die Kommission arbeitete beeindruckt sein. Rezensenten anderer Bücher könnten ermutigt werden, dass sie die Idee in Betracht ziehen könnten und hinzufügen, dass sie, zurückblickend auf den Bericht selbst, diesen der Arbeit ihrer Kritiker für weit überlegen betrachten.

Soweit das CIA-Dokument aus dem Jahr 1968. Natürlich wurden die Techniken seit dieser Zeit verfeinert, psychologisch unterlegt und medial unterstützt. Doch zeigt es sehr gut, in wie weit man ungeliebte Fragen, Kritik und Kritiker in ein bestimmtes Licht stellen kann und somit deren Glaubwürdigkeit untergräbt.

Quelle: http://www.anonymousnews.ru


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