Deutschland – September 2016 – Menschen im Angstmodus

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Es kommt näher

Meinen “Onkel Hans” sehe ich nicht oft, obwohl er nicht weit entfernt wohnt. Er ist Mitte 70. Letzten Samstag traf ich ihn zufällig. Seine ersten Worte waren:

„Diese Menschheit muß untergehen.“

Mein Gemeinderat, der mir täglich über den Weg läuft, sagt dasselbe. Er meint, DIE wären alle verrückt geworden. Ein besonderes Bonbon hat er gerade inpetto und er versteht die Welt dabei nicht mehr. Obwohl er als Selbstständiger und seine Frau beträchtliche monatliche Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, werden die beiden eine voraussichtliche Rente von 2.200 EUR beziehen. Zu zweit versteht sich.

Er fühlt sich betrogen. Noch dazu, weil er viele Informationen hat und sieht, wo das Geld aktuell hinausgeschmissen wird und wem es nachgeworfen wird. Aus seiner Sicht ist es einfach. Geld erhalten die, die nichts einbezahlt haben.

Ich sehe Veränderung an ihm. Seine Souveränität beginnt zu bröckeln, da kommt was auf ihn zu, daß er trotz seiner Insiderinformationen nicht versteht. Der Leiter des gemeindlichen Bauhofs, den ich ebenfalls schon lange nicht mehr gesehen habe, versteht die Welt nicht mehr und meint: „Es wird immer schlimmer!“.

Die Unruhe wächst

Das sind nicht die einzigen in meiner Umgebung, die stetig unruhiger werden. Die Welt ist aus den Fugen geraten (so kommentiere ich das) und das wird von ihnen verstanden. Dabei dauert dieser Prozess schon lange, aber jetzt werden die Wirkungen bei allen deutlich sichtbarer. Ich denke, es handelt sich schlichtweg um „Angst“, nur findet jeder seine eigenen Worte dafür. Da kommt etwas Undefinierbares näher!

Die Gesellschaft bewegt sich, verändert sich

Ein Dritter am Stammtisch in der elterlichen Gaststätte meint, daß der Sieg der AfD in MeckPo keine Überraschung, aber mit 20% zu niedrig sei. Die Gesellschaft bewegt sich, das stimmt! Aber die Bewegung wird Fahrt aufnehmen, wenn sich an dem nichts ändert, was man die vergangenen Jahre geschaffen hat.

Ich gehe aber nicht davon aus, daß die Volksparteien ihren Kurs ändern. Die Inhalte der Informationen werden sich ändern oder besser, man schweigt ganz. Aber eine generelle Kursabweichung oder gar Umkehr um 180 Grad? Daran wird man sich nicht heranwagen. Nebenbei wächst die Angst. Der kleine Waffenschein ist nicht nur im Moment sehr gefragt.

Wenn man sich selbst anlügt

Die klassischen Ausreden gibt es noch. „Da kann man nichts machen!“, das ist mein persönlicher Favorit. Ich höre ihn schon so lange, daß er in mir nichts mehr auslöst. Aber ich schaue mir meine Mitbürger an, die das sagen. Ist es ihnen wirklich egal oder schwingt da die Angst mit? Ganz egal ist es ihnen nicht, die Angst ist spürbar und es wird noch schlimmer werden. Ein Blick in die Gesichter genügt.

Vorbei die Ungezwungenheit und die herzige Fröhlichkeit vergangener Jahre. Unverständnis, Sorge und Angst sind an den Stammtischen angekommen. Als Münchner bin ich gespannt, wie viel von dieser Angst dieses Jahr auf dem Münchner Oktoberfest ankommen wird? Mit mir darf man heuer nicht rechnen. Trotz aller vollmundigen Versprechungen bleibt ein komisches Gefühl. Mein Geld gebe ich lieber woanders aus, ich gehe auf Nummer sicher. Wer hingehen will, geht aber hin.

Wenn „höher geschaltet“ wird

Im Moment erlebe ich gerade mit, wenn man den Regler eine Stufe höher schaltet und eine Situation der Marke „Da kann man nichts machen“ ganz nah eintritt. Ein Telefonausfall samt FAX in einem gut zehn Jahre laufenden System der Kommunikation im heimischen Betrieb genügt, um eine Phase des „Durchdrehens“ bzw der „Panik“ auszulösen. Wenn das jahrelang Gewohnte wegbricht und die Aussicht auf Veränderung verzögert wird (die Telekom schaltet in diesem Fall auf internetbasierte Telefonie erst in drei Wochen um) und man ersatzweise nur mit einem Notfall-Handy kommunzieren kann, bricht selbst in dieser einfachsten Struktur alles zusammen.

Das heißt nichts anderes, als das die beteiligten Leute panisch reagieren oder nahe an einen Nervenzusammenbruch gelangen. Man versteht die Welt nicht mehr, weil es die bekannte Störungsstelle nicht mehr gibt. Helmut Dietl hat 1986 mit der Schauspielerin Erni Singerl in der zweiten Folge von „Kir Royal“ dieses Verhalten eindrucksvoll in Szene gesetzt. Dabei geht es nur um die Benutzung eines Videorekorders, der die Akteurin an den Zusammenbruch bringt (50ste Minute).

Wenn die einfachen Strukturen riesige Probleme schaffen

Ich spreche hier von einfachsten Strukturen und Systemen. In diesem Fall Telefon und FAX, in diesem Fall gehören die Benutzer zur älteren Generation. Die Reaktionen sind anders. Ich weite das allgemein auf mobile Kommunikation, auf Internet, auf Autonavigation, auf Strom, Wasser, Müllentsorgung, Just-in-time-Lebensmittelversorgung usw aus. Im Grunde genommen meine ich unser modernes Leben.

„Da kann man nichts machen!“

Solange dieser Satz allgemein gültig und persönlich weit entfernt ist, löst es nichts oder wenig aus. Wenn aber „da-kann-man-nichts-machen“ plötzlich ganz nah und man selbst davon betroffen ist, löst es ungeahnte Reaktionen aus. Wenn sich „da-kann-man-nichts-machen“ manifestiert und es in einer lösungsgewohnten Welt keine Lösungen gibt, kann man so etwas wie „Veränderungsbereitschaft“ überspringen und in den „Veränderungszwang“ nahtlos übergehen.

„Wer bleibt ruhig und behält einigermaßen die Übersicht ohne panisch zu reagieren?“

Das ist die Frage, die mich bewegt. Und je länger der Zustand anhält, desto potentieller dürfte er sich steigern. Wenn die Dienstleistungs- und Servicegesellschaft nicht mehr funktioniert, schon allein mangels Erreichbarkeit, mag es in einem „circulus vitiosus“ enden, bei dem die Ursache die Wirkung immer weiter verstärkt.

Die Massen-Psycho-Zeitbombe tickt

Das Verhalten ist absehbar, es schlummert in dieser Gesellschaft. Damit komme ich zurück an den Anfang, zu Onkel Hans, zum Gemeinderat und zum Bauhofleiter. Sie äußern sich einfach und direkt, sind sich aber nicht bewußt, daß sie schon auf dem Veränderungstreppchen stehen.

Sie verändern sich bereits, aber wie die Veränderung in ihnen wirkt kann man schwer beurteilen. Vor einem halben Jahr noch oder vor einem Jahr waren sie nicht so weit, aber die ersten Ausläufer der Veränderung haben sie schon lange erreicht und hinter sich. Etwas stimmt nicht und sie selbst sind schon Teil der Veränderung.

Die Lügen werden spür- und fühlbar

Es geht munter weiter, noch mehr Veränderung kommt. Über die Mainstreammedien mag man sich aufregen, was einseitige oder verschwiegene Berichterstattung angeht. Das habe ich auch gemacht. Mittlerweile sehe ich das anders, weil die Lügen nicht mehr verschwiegen werden können. Denn an der Basis stimmt etwas nicht mehr und die Menschen spüren das.

Die Menschen „spüren die Lügen“, das ist die Veränderung, das kommt in „Diese Menschheit muß untergehen“ von Onkel Hans zum Ausdruck. Die „gefühlten Lügen“ machen die Menschen krank. Artikel wie diese „Immer mehr Jugendliche sind psychisch krank“ gibt es im Internet zuhauf. Die Gründe für dieses gesellschaftliche Phänomen sind indes vielfältig.

Nicht „we can change“, sondern „we must change“

Gar keine Frage, wir steuern auf ein „Großereignis der Veränderung“ zu. Es wird immer spürbarer. Bis die kritische Masse erreicht ist. Vielleicht sind es gerade die Mainstreammedien, die mit ihrer Art der Berichterstattung diese kritische Masse herbeiführen, weil die Kluft zwischen Berichterstattung und Realität immer breiter wird?

Das Großereignis wird sich mit einem Ruck einstellen und ich denke, wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Das ist ganz nah und beim Blick auf den Stillstand an den Aktien-, Renten- und Devisenmärkten und bei den Edelmetallnotierungen kommt das durchaus zum Ausdruck. Auf was wartet man an den Märkten?

Wieder einmal nichts gelernt?

In einer späteren Zeit wird man sagen, daß es genug Anzeichen und Warnungen gegeben hat. Doch niemand wollte sie wahrhaben. Hier wiederholt sich die Geschichte. Stets zeigt man in die Vergangenheit und behauptet aus der Vergangenheit zu lernen. Vielleicht ist das einfach nur eine Lüge?

Quelle: Der Bondaffe


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1 KOMMENTAR

  1. Freie Rede und Widerrede hat deren Demokratie noch nie vertragen.
    Mittlerweile jedoch sind sie an einem Punkt angelangt, wo „unsere“ Demokratie die pure Angst der ihr Ausgesetzten bedarf um zu funktionieren.

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