Die politische Klasse bringt einen geistig defizitären Politikertypus hervor

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Von Manfred Kleine-Hartlage

Man könnte sie beinahe bemitleiden: jene austauschbaren graugesichtigen Funktionärstypen der etablierten Parteien, die nun schweißgebadet zusehen müssen, wie ihre Anhängerschaft ihnen unaufhaltsam von der Fahne geht, und denen nichts Besseres einfällt, als ihre Hetze gegen Andersdenkende immer weiter zu verschärfen. Gewiß: So kann man aus Anhängern Fanatiker machen – auf Zweifler aber, die man doch überzeugen möchte, wirkt es nur abstoßend.

Nehmen wir einen typischen Politfunktionär: Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann fordert, „AfD-Agitatoren“ vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen, weil einige von ihnen „ein klar rechtsextremes Weltbild“ hätten. Er dokumentiert damit erstens, daß er nicht weiß, was ein rechtsextremes Weltbild ist, zweitens sein völliges (und für einen Volljuristen blamables) Unverständnis für eine freiheitliche Rechtsordnung, drittens seine Inkompetenz sogar als Parteipolitiker. Die schmutzige Kunst des innerparteilichen Grabenkampfes – ja, die haben Leute wie er gelernt, sie ist das einzige Gebiet, auf dem sie sich wirklich auskennen. Aber bereits mit dem Kampf um Wählerstimmen sind sie überfordert, sofern sie ihn nicht gegen ihresgleichen, das heißt gegen ihre Mitbonzen von der scheinbar konkurrierenden Kartellpartei, sondern gegen Kräfte führen müssen, die dem Volk eine Stimme geben, ihm aus dem Herzen sprechen und in diesem Sinne in der Tat „Populisten“ sind.

Bei der US-Lobbyorganisation und Kaderschmiede „Atlantik-Brücke“, die Oppermann und seine politischen Klone in ihr „Young-Leaders“-Programm aufgenommen hat, gehört die Fähigkeit, Menschen zu überzeugen, wohl zu den eher entbehrlichen Sozialkompetenzen: Wer überzeugen will, muß nachdenken, und wer nachdenkt, ist nicht linientreu. Die Selbstrekrutierungsmechanismen der politischen Klasse bringen einen einheitlichen, geistig defizitären Politikertypus hervor, der sich deshalb auf die Dauer mit demokratischen Mitteln nicht an der Macht halten kann – und es womöglich auch gar nicht soll.

Es spricht Bände, mit welcher Hilflosigkeit diese von der Furcht vor Machtverlust getriebenen Apparatschiks immer wieder zu denselben demagogischen Rezepten greifen, durch deren bedenkenlose Anwendung sie sich überhaupt erst in ihre jetzige Lage manövriert haben: etwa zu der abgedroschenen Masche, die Wähler einer Oppositionspartei als arme Irre abzustempeln, deren „Ängste man ernst nehmen“ müsse, damit sie nicht „rechten Rattenfängern“ in die Arme liefen.

Daß diese Masche nicht mehr zieht, weil sie gerade denjenigen Personenkreis beleidigt, den man bei der Stange halten möchte, wäre einem Franz Josef Strauß aufgefallen, aber dieser Typus ist ausgestorben. Das FDJ-Produkt Angela Merkel ist nicht zufällig Kanzlerin. Sie ist es unter anderem deshalb, weil ihre Politikerkollegen in ihr, dem gelernten kommunistischen Phrasenautomaten, sich selbst wiedererkennen, und zwar in Reinkultur.

Wiederum ist es kein Zufall, sondern entspricht der Logik dieser Konstellation, daß Merkel – durch ihr wahnwitziges „Weiter so“ in der Invasionskrise – spätestens im vergangenen Jahr die letzte Chance verpaßt hat, eine sich immer schlagkräftiger formierende Opposition im letzten Augenblick noch durch Entgegenkommen (phraseologischer, verbaler, symbolischer, in jedem Fall betrügerischer Natur) auszumanövrieren und die Anhängerschaft der etablierten Parteien in jenem sedierten Zustand zu halten, in dem sie jahrzehntelang die schleichende Umvolkung hingenommen hat.

Mit ihrer „Flüchtlings“-Politik, zumal sie durch allgegenwärtige Propaganda unignorierbar gemacht wurde, haben die Regierenden ohne Not das einzig relevante Thema auf die offizielle Tagesordnung gesetzt: Auf die Dauer entgeht niemand der Entscheidung, ob er den von oben geplanten Bevölkerungsaustausch will oder nicht. Da die Antwort für jeden normal gepolten Menschen auf der Hand liegt, werden mittelfristig nur noch ideologisch gefestigte Deutschenhasser und Autorassisten in hermetisch abgeschotteten Milieus an der Seite des Noch-Establishments ausharren – etwa die linksextreme Szene, die Hauptstadtschickeria oder die Medienkaste, die ihre letzten kritischen Köpfe (Matussek, Klonovsky usw.) soeben mit Hilfe einer quasi stalinistischen Säuberungswelle entsorgt.

Die politische Klasse kann niemanden mehr überzeugen, sie kann niemanden mehr erfolgreich betrügen, und was immer sie unternimmt, um die Opposition zu bekämpfen, führt zu deren Stärkung. Sie hat sich selbst aller demokratischen Optionen beraubt. Nichts geht mehr.

Manfred Kleine-Hartlage ist freier Publizist

Quelle: zuerst.de


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1 KOMMENTAR

  1. Herrn Kleine-Hartlages Buch: Das Dschihadsystem, Wie der Islam funktioniert, müsste jedem Politiker als Pflichtlektüre verordnet werden (allerding der Koran auch). Gar mancher könnte/würde zu Verstand kommen und die Realität besser einschätzen können. Aber was hilft alles Wunschdenken, Politiker haben anscheinend keine Zeit, ihr Grundlagenwissen zu vervollständigen.

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