Mahnwache vor dem Kanzleramt

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Von Götz Kubitschek

Der Anschlag in Berlin hat unser Land in seiner traditionell friedlichsten Zeit getroffen – vor Weihnachten. Zwölf Tote und fünfundvierzig Verletzte sind die Bilanz eines Angriffs auf Wehrlose.

Die Heuchler in Politik und Medien trauern nun um die Opfer und beten für Berlin – warnen aber gleichzeitig davor, daß es nun „rechte“ Gruppierungen seien, die den Tod Unschuldiger instrumentalisieren und Wasser auf ihre Mühlen leiten würden.

Ich will hier nicht wiederholen, was wir alles schrieben und sagten in den vergangenen zwei Jahren. Nur soviel:

1. Wir konnten bisher Weihnachtsmärkte besuchen, ohne dabei ein mulmiges Gefühl haben zu müssen.

2. Wir konnten bisher Weihnachtsmärkte besuchen, ohne uns dabei an Betonklötzen und schwerbewaffneten Polizisten vorbeidrängen zu müssen.

3. Wir haben kein Verständnis dafür, daß man mit einer Politik der offenen Grenzen Hunderttausende illegal ins Land holt und darauf hofft, daß „wir“ das schafften.

4. Wir hören nun, es gebe keine absolute Sicherheit. Was ist das für ein erbärmliches Geschwätz? Dachte das jemals jemand von uns? Und ist es nicht so, daß es in Deutschland doch recht sicher war, um Welten sicherer jedenfalls als nun?

Mahnwache für die Opfer des Anschlags, direkt vor dem Kanzleramt, um 18 Uhr.

Die Bürgerinitiative „Ein Prozent“ ruft dazu auf, ich werde auf jeden Fall dort sein, Alexander Gauland und Björn Höcke haben ihre Teilnahme ebenfalls zugesagt. Wir werden schweigen und aufs Kanzleramt schauen. Vielleicht brennt dort noch Licht, vielleicht heuchelt es dort noch ein wenig. Hoffentlich muß dort bald jemand seine Siebensachen packen und das große Haus hinterm hohen Zaun verlassen.

Vielleicht lädt man uns zuvor noch ein auf einen Glühwein, denn eines hat uns die Bewohnerin gründlich beigebracht: Zäune und Grenzen lösen keine Probleme, und jeder ist willkommen.

Quelle: EinProzent


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