Moslemisches Bangladesch ermöglicht per Gesetz Kinderehe quasi ab der Geburt

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So ein Bild hat jeder schon einmal gesehen: Ein junges Mädchen aus Bangladesch im reich bestickten Festtagssari gehüllt, verziert mit Goldketten, reichlich Make-up schmücken ihre Lippen und Augen. Doch welcher Gesichtsausdruck prägt diese für eine Hochzeit herausgeputzte Märchenprinzessin? Herzzerreißend traurig blicken diese jungen, meist unter 15 Jahre alten Mädchen drein.

65 Prozent unter 18 Jahren verheiratet

Wie ein Häufchen Elend hocken sie auf einem Ehebett, das bald ihres sein wird. Der Großteil der Frauen in Bangladesch erleidet das gleiche Schicksal: Etwa 65 Prozent der Mädchen werden verheiratet, bevor sie das gesetzliche Mindestalter zur Hochzeit von 18 Jahren erreichen. Nirgends auf der Welt gibt es einen höheren Wert – das hat die Unicef in ihrem Bericht zur Lage der Kinder 2015 beschrieben.

Ausnahmen „in speziellen Fällen“

Aber es geht noch schlimmer in diesem südasiatischen Land, in dem sich die Mehrheit der Bevölkerung, rund 90 Prozent, zum Islam bekennt: Laut einem Bericht von epochtimes.de wird in Bangladesch die Kinderehe nun bereits ab null Jahren möglich. Grund sei eine Gesetzeslücke. Zwar sehe das neue „Gesetz zur Einschränkung der Kinderehe“ ein Mindestalter von 18 Jahren bei Frauen und 21 Jahren bei Männern vor. Doch soll es Ausnahmen geben, wie epochtimes.de schreibt:

Im Klartext heißt das, Mädchen können „in speziellen Fällen“, wenn es ihrem „besten Interesse“ dient, unter 18 verheiratet werden. Da keinerlei Altersgrenze definiert wird, sinkt diese automatisch auf Null. Eine gerichtliche Zustimmung brauchen diese Ehen trotzdem.

Praktik der Kinderehe wird gefördert

Die Organisation „Girls not brides“ meint, dass damit die Praktik der Kinderehe weiter gefördert werde. In einem Land, das bereits die höchsten Kinderehen-Raten weltweit hat. Die Befürchtung:

Wir sind besorgt, dass dieses neue Gesetz zur Verbreitung von Missbrauch führen könnte, dass es den Tatbestand Vergewaltigung legitimiert und es Eltern erlaubt, ihre Töchter zur Heirat ihrer Vergewaltiger zu zwingen.

Human Rights Watch: Ein zerstörerisches Gesetz

Ein Experte von Human Rights Watch (HRW) sagt, dass auch die Androhung der Staatsministerin für Frauen, Meher Afroze Chumki, in der Dahka Tribune, Gefängnisstrafen für jeden zu erhöhen, der dieses Gesetz verletzt oder missbraucht, und auch Standesbeamte zu bestrafen, die illegale Kinderheiraten durchführten, nichts an der Tatsache ändern könne, dass dies ein zerstörerisches Gesetz sei.

HRW sieht im neuen Gesetz einen „verheerenden Schritt rückwärts“. Der Versuch der Regierung, das Heiratsalter für Mädchen auf 18 festzulegen, wäre bereits weitgehend ignoriert worden. Auch Regierungsversprechen, die Heirat von unter 15-jährigen Mädchen bis 2021 zu beenden, habe zu nichts geführt.

Quelle: Unzensuriert


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1 KOMMENTAR

  1. Kinderehen verstoßen gegen Artikel 16 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (UN Res. 217 A III) und gegen Artikel 3 der UN Kinderrechtskonvention (CRC). Für Flüchtlinge gilt Artikel 2 der Genfer Flüchtlingskonvention, wonach „jeder Flüchtling gegenüber dem Land, in dem er sich befindet, Pflichten hat, zu denen insbesondere die Verpflichtung gehört, die Gesetze und sonstigen Rechtsvorschriften sowie die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung getroffenen Maßnahmen zu beachten“. – In Deutschland gilt ein Verbot von Kinderehen ! Vgl. insbesondere § 1303 BGB und § 176 StGB. Im Übrigen sind Kinder diesbezüglich nicht einwilligungsfähig. – Kinderehen sind schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, deren Befürworter Pädophilie billigend in Kauf nehmen. – „Child marriage is a human rights violation.“ http://www.unfpa.org/child-marriage

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