#PizzaGate: Nicht jede Meldung ist eine Meldung – Geduld ist angesagt!

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Die Meldungslage im Weltnetz in Sachen #PizzaGate ist alles andere als dünn, doch ist es nach wie vor schwierig Quellen zu finden, welche als glaubwürdig einzustufen sind. So berichtet YourNewsWire.com am 12. Februar 2017 über »Hunderte von Verhaftungen in landesweiten PizzaGate-Razzien«:

Bei einem massiven landesweiten Einsatz, der ersten vieler PizzaGate-Razzien, wurden über 500 Personen in Verbindung zu Kindersex-Vorwürfen verhaftet.

Unter den Verhafteten seien auch Polizei-Beamte, Mitarbeiter von Feuerwehren und lokaler Verwaltungen, heißt es im Zuge der gesteigerten Bemühungen des FBI jeden zu verhaften, der Verbindung zu einem Pädophilen-Ring in Washington D.C. hat.

An den Ermittlungen waren in den letzten 3 Wochen 23 Strafverfolgungsbehörden in 14 Staaten beteiligt.

Dankenswerterweise bot der Artikel von YourNewsWire auch einen Verweis auf eine Quelle für diese durchaus interessante Meldung:

Der Ursprung findet sich demnach am 11. Februar 2017 bei AOL.com, als gemeldet wurde, dass es am SuperBowl-Wochenende in den USA zu einer Verhaftungsserie unter »Zuhältern und Sexhändlern« (sic.!) gekommen ist. Dabei wurden 522 Tatverdächtige im ganzen Land festgenommen, wobei es sich hierbei sowohl um Kunden als auch Anbieter handelte (sic.!). Bei der Aktion wurden zudem 73 erwachsene (sic.!) Opfer und 3 Jugendliche befreit.

Ein Razzia-Schwerpunkt sei Houston im Bundesstaat Texas gewesen:

In Houston, wo in diesem Jahr der 51. Super Bowl stattfand, wurden 183 “Johns“, oder potenzielle Kunden, und 9 Sexhändler verhaftet. Zwei Feuerwehrmänner (sic.!), ein pensionierter Polizeibeamter (sic.!) und ein Mitarbeiter (sic.!) der Stadtverwaltung Houston befanden sich unter den in Gewahrsam genommenen.

Weiter wird dort der verantwortliche County Sheriff Ed Gonzales mit den Worten zitiert:

»Ich bin über alle Maßen stolz die Nation bei der Verfolgung von Sex-Kunden und -Anbietern während dieser alljährlichen (sic.!) Initiative anzuführen.«

Ihnen werden die Betonungen (sic.!) aufgefallen sein. Was hier im deutschsprachigen Raum wenig bekannt ist: Mit Ausnahme des Bundesstaates Nevada (dort findet sich das berühmte Las Vegas) ist Prostitution in den Vereinigten Staaten von Amerika gesetzlich verboten. Man nehme die obige Meldung von AOL und setze die Informationen ins Verhältnis. Nun, zumindest bei den Feuerwehrmännern war der Plural von YourNewsWire richtig gewählt.

Zum Thema #PizzaGate ist eine Menge Unsinn im Netz zu finden und insbesondere von den alternativen US-Medien (und hier besonders jene, welche gerne mit Tonnen von Werbung den Browser in die Knie zwingen) wird derzeit jeder Strohhalm ergriffen, um Quote zu machen und folglich die Werbeeinnahmen in die Höhe zu treiben. Folglich ist Vorsicht und Umsicht im Umgang mit solch reißerischen Begriffen wie »Huge Raid« (=“riesige“, besser “umfangreiche Razzien“) und dem Hashtag #PizzaGate angesagt.

Dennoch ist durchaus damit zu rechnen, dass in den kommenden Tagen und Wochen noch eine Menge Schweinereien das Tageslicht erblicken werden. Zugleich ist aber auch Geduld gefragt, denn nicht jede reißerische Schlagzeile ist wirklich eine Meldung und sobald wirklich wichtige Namen unter den Verhafteten und diese Namen in Verbindung mit #PizzaGate zu bringen sind, werden gewiss auch etablierte Medien nicht umhin kommen, darüber zu berichten.

Richtig ist, dass US-Präsident Trump am 9. Februar 2017 – also unmittelbar nach der Vereidigung des neuen Generalstaatsanwalts Jeff Simmons – eine Exekutiv-Order unterschrieben hat:

VOLLSTRECKUNG VON BUNDESGESETZEN HINSICHTLICH TRANSNATIONALER KRIMINELLER ORGANISATIONEN UND DER PRÄVENTION INTERNATIONALEN ILLEGALEN HANDELS

In dieser geht es auch (!) um »illegalen Menschenhandel«, was den Strafverfolgungs- behörden entsprechende Vollmachten an die Hand gibt, doch geht es grundsätzlich um Verbrechensbekämpfung allgemein. So werden beispielsweise auch »Cyber-Verbrechen«, »Finanzstraftaten«, der »Schmuggel von Drogen, wilden Tieren und Waffen« explizit genannt. Weiter geht es um Strategien zur verbesserten Zusammenarbeit der beteiligten Behörden im Inland, wie auch in der Zusammenarbeit mit dem Ausland und – welch Überraschung – die Verfolgung von »Immigrations- und Visa-Betrug«.

Ja, mit dieser Exekutiv-Order wird der Boden für eine umfassende Strafverfolgung bereitet. Die von vermeintlichen Insidern angekündigten Verhaftungen hochgestellter Persönlichkeiten mögen in den kommenden Tagen und Wochen noch stattfinden und gewiss, sie werden in dem Fall wohl auch erhebliches Aufsehen verursachen.

Es wäre in der Folge mehr als verwunderlich, wenn #PizzaGate und der damit offenbar in Zusammenhang stehende bestialische Ritual-Satanismus dann im Volk nicht zu massiven Aufständen und Gewaltausbrüchen führen würden. Ganz davon abgesehen, dass es ohnehin bereits umfangreiche übergreifende Vollmachten im Sinne polizeistaatlicher Maßnahmen in den USA gibt – irgendwofür müssen die hunderte FEMA-Lager in den Vereinigten Staaten ja schließlich angelegt worden sein.

Quelle: Nachtwächter


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