Was man an Universitäten lernt

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Von Hadmut Danisch

Nachdem immer deutlicher wird, was man an Universitäten alles nicht mehr lernt und nicht mehr sagen darf, stellt sich im Gegenzug verstärkt die Frage, was man da überhaupt noch lernt.

In den USA ist die Frage etwas einfacher. Denn da gibt es das Ziel zu Lernen nicht mehr, jedenfalls nicht mehr als den primären Zweck. Die Universitäten haben das Ziel, von möglichst vielen Leuten Studiengebühren zu kassieren und die politischen Quoten zu erfüllen. Die Studenten wollen ein Sozialumfeld und ein „Zuhause” ohne Last und Sorge, dafür mit Knete und Kätzchenbildern. Und in manchen der Bundestaaten natürlich Schusswaffen.

Hierzulande gibt es keine nennenswerten Studiengebühren und wohnen kann man da (von einigen wenigen auf dem Campus liegenden Wohnheimen abgesehen), auch nicht.

Man könnte sagen, dass amerikanische Universitäten zum Ganztagskindergarten mit Internat geworden sind, während unsere nur so eine Halbtags-Kita sind, bei der Mutti ihre Kinder vom Studium abholt und ihnen was zu essen macht.

Wozu also noch Universitäten?

Es kommt ja auch bei uns immer häufiger vor, dass Leute, die irgendwelchen Linken nicht in den Kram passen, körperlich angegriffen oder sonst durch Drohung, Gewalt, Geschrei, Fehlalarme und so weiter vom Reden abgehalten werden.

Warum schickt man den Leuten nicht gleich einen Bündel fertig ausgefüllter Diplomurkunden, aus denen sie sich einfach raussuchen, was sie wollen, und spart sich den ganzen Zinnober?

Warum soll eigentlich der Steuerzahler diesen Mist überhaupt noch bezahlen? Insofern finde ich den amerikanischen Ansatz inzwischen besser. Früher war ich massiv gegen Studiengebühren, weil man das ja schon mit der „Akademikerprogression” zahlt. Das sehe ich inzwischen anders. Wir können diesen politischen Schwachsinn, jeden – ob befähigt oder nicht – in irgendwelche Witz-Sackgassen-Studien zu drücken und sie damit a) dem Arbeitsmarkt dauerhaft zu entziehen und b) sie per Sozialhilfe der Allgemeinheit aufzubürden, nicht mehr tragen. Wenn einer so dämlich ist, seine Lebensausbildungszeit in Nutzlosigkeit zu investieren, dann soll er das gerne tun, aber dann soll er das auch selbst zahlen. Es kann ja nicht angehen, dass man auf Kosten der Allgemeinheit studiert um dann den Rest des Lebens auch nur noch auf Kosten anderer zu verbringen.

Deshalb die Frage: Was lernt man da eigentlich?

Die Uni Hamburg hat das nun beantwortet: Linksextreme dürfen an Universität Blockaden üben

Knapp ein halbes Jahr vor dem G-20-Treffen haben Linksextreme zu einer weiteren Aktionskonferenz gegen den Gipfel geladen – diesmal an der Universität. Unter dem Motto „G 20 entern – Kapitalismus versenken!“ werden am Sonnabend, 11. Februar, linke Autoren aber auch Vertreter des „Revolutionären Aufbau Schweiz“ und Anarchisten aus Griechenland am Von-Melle-Park erwartet. Neben Workshops und Vorträgen steht ein „Blockadetraining“ auf dem Programm.

Erst im Dezember hatte eine ähnliche Veranstaltung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) für Wirbel gesorgt. Als bekannt wurde, dass auch Gruppen teilnehmen sollten, die der Verfassungsschutz als „gewaltorientiert“ bezeichnet, hatte die Hochschule den Mietvertrag fristlos kündigen wollen. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank hatte das Vorgehen der Hochschule unterstützt. Vor dem Amtsgericht St. Georg konnten die Veranstalter jedoch eine einstweilige Verfügung gegen die Kündigung erwirken.

Veranstalter der kommenden Aktionskonferenz ist eigenen Angaben zufolge die Gruppe „AA/NO Arbeitslose Akademiker/Nachwuchsorganisation“, die als studentische Vereinigung eingetragen ist. Der Verfassungsschutz sieht in AA/NO einen Ableger der linksextremen Marxistischen Gruppe (MG), die sich offiziell aufgelöst habe, aber unter Tarnbezeichnungen fortgeführt werde.
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Die Universität selbst sieht keine Gründe gegen die Veranstaltung. Sprecherin Merel Neuheuser verwies auf den Gerichtsbeschluss im HAW-Fall: „An dieser Entscheidung hat sich die Universität Hamburg folglich im Fall der Veranstaltung am 11. Februar in den Räumlichkeiten der Universität Hamburg orientiert.“

Die trainieren da Gewalt gegen Polizei und so, ganz offiziell und behördlich.

Und dann – ach, ist das herrlich – die Gruppe „Arbeitslose Akademiker”.

Was man heute halt so an die Universitäten karrt. Gibt wahrscheinlich noch fett Punkte für den Bachelor.

Es ist aber auch insofern interessant, als es einen Kontrast zu Magdeburg bildet. In Magdeburg haben Professoren die Antifa noch darin gestützt, gewaltsam eine Veranstaltung zu vereiteln, in der es (auch) um einen Vortrag eines Wissenschaftlers gehen sollte. In Hamburg lässt man die Universitäten zu Trainingscamps für Terrorismus-Light verkommen (in Berlin sind sie das längst).

Man muss wirklich die Frage stellen, was Universitäten eigentlich noch darstellen sollen.

Meiner Einschätzung nach werden Universitäten gerade zu verfassungsfeindlichen Organisationen. Verfassungsfeindliche Aktivitäten habe ich da schon vor 20 Jahren entdeckt. Aber mittlerweile kippt das, wird diese Verfassungsfeindlichkeit zum charakterbestimmenden Schwerpunkt.

Man muss die Frage stellen, ob die Universitäten überhaupt noch ein Ort der Lehre und Ausbildung sind, oder ob sie nicht umgekehrt nur noch ein staatlich-parteilich organisiertes Mittel und Alibi sind, Leute genau davon abzuhalten.

Dass Leute dumm aus der Universität kommen, beobachte ich über den IT-Arbeitsmarkt schon seit fast 20 Jahren. Inzwischen aber kommen sie dümmer heraus als sie reingegangen sind.

Quelle: Hadmut Danisch


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