Chemtrails: Wissenschaftskrieg um Geoengineering mittels Flugasche

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Von Andreas van de Kamp

Marvin Herndon, ein mitunter dissidenter, aber international anerkannter Naturwissenschafter, hat 2015 Studien zu schreiben begonnen, in denen er nachzuweisen sucht, dass in der oberen Troposphäre Flugasche ausgebracht wird, um die Sonneneinstrahlung zu “managen”. Seither wurden zwei seiner von Kollegen gut geheißenen (“peer reviewed”) Artikel von den jeweiligen Publikationsorganen zurückgezogen – drastische Schritte, die nicht nachvollziehbar begründet wurden. Ein Zwischenstand.

Vor etwa einem Monat habe ich die Studie Marvin Herndons bereits einmal erwähnt, hier (leider sind mir dabei wegen oberflächlichen Lesens Fehler passiert). Damals war mir außerdem nicht bekannt, dass das Medium, das sie veröffentlicht hatte, das International Journal of Environmental Research and Public Health, das Papier bereits “retracted” hatte.

Wahrscheinlich hätte ich nach meinem eben flüchtigen Blick auf dieses Faktum schon im Juli davon Abstand genommen auf dieses Papier zu verweisen und das Thema ruhen lassen.

Das habe ich Gott sei Dank  nicht getan, denn inzwischen ist diese oberflächliche Betrachtung zu einer tagelangen Herumleser- und -recherchiererei geraten, die nicht zu dem Schluss führt, dass es sich dabei nur um die bad science seines Aluhut-Trägers handelt.

Es geht in der Sache nicht um irgendwelchen Pipifax, sondern um die Behauptung, dass menschliche Wesen systematisch Schadstoffen ausgesetzt werden, die man anderswo aus der Umwelt filtert.

Wie so oft stellt sich bei einer genaueren Recherche ein gemischtes Zwischenergebnis ein. Es besagt, dass

  • Herndon in seiner zweiten Studie sehr wohl einen fehlerhaften Vergleichswert verwendet hat, dass die Bedeutung dieses Fehlers im Prozess der retraction aber krass überbewertet wurde; man gewinnt den Eindruck, dass der Makel benutzt wurde, das Papier abzuservieren; dass
  • Herndon nachträglich methodologisch geradezu Unmögliches abverlangt wird und dass
  • die “Wahnvorstellungen”, die der Mann entwickelt haben soll, angesichts der attrappenartig wirkenden Kritikpunkte an den Papieren verständlich sind (wären).
  • Andererseits muss zugestanden werden, dass auch Herndon keinen Letztbeweis führen konnte, dass San Diego & Co. mit Flugasche besprüht wird. Das wäre wissenschaftsstheoretisch wohl auch unmöglich. 

Doch der Reihe nach.

Im Juni 2015 veröffentlichte Herndon in Current Science einen Aufsatz über Geoengineering im Indus Ganges-Schwemmland und die seiner Meinung nach daraus entstehende Verseuchung der lokalen Biosphäre mit “mobilem” (chemisch nicht gebundenem) Aluminium. Das Papier wurde alsbald kritisiert, vom Herausgeber eine retraction verlangt.

Dieser bat Herndon um eine Replik, während der Beschwerdeführer nicht in die Publikation seiner Gegenstandpunkte einwilligte. Die Sache verlief im Sand. Current Science zog das Papier nicht zurück.

Anders bei “Evidence of Coal-Fly-Ash Toxic Chemical Geoengineering in the Troposphere: Consequences for Public Health”, das Herndon im August ’15 im International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlichte. Diese Studie wurde im September ’15 zurückgezogen.

Begründet wurde dies primär mit einem falschen Vergleichswert, den Herndon herangezogen hatte, sowie einem (Flüchtigkeits-)Fehler in der Überschrift einer Tabelle. Diese beiden Probleme scheinen nahezulegen, dass sich Herndon um den Faktor 2000 vertan hat.

Der tatsächliche Fehler, der in zwei Grafiken des Aufsatzes einfloss, belief sich aber nur auf den Faktor 2, wie hier plausibel erklärt wird (ein für diese Aktivitäten geringer Fehler): Der falsche europäische Vergleichswert war 70.000 Mikrogramm Alu pro Gramm Flugasche (statt richtig 140.000 Mikrogramm).

Auf dieser Basis wird gefolgert, dass damit die Ergebnisse des gesamten Papiers wertlos seien (was Herndon bestreitet: “Schlimmstenfalls würden damit die Daten von Abbildung 4 und 5 invalid, meine hauptsächlichen Schlüsse beruhen aber auf den Abbildungen 2 und 3, die von dem Fehler nicht beeinträchtigt werden.”)

Auf die verlangte Wiederpublikation einer korrigierten Version ging das Journal bisher nicht ein.

In der selbstständig publizierten korrigierten Neufassung vom September 2015 korrigiert Herndon den Mangel und ändert seine Grafiken über die Verhältnisse der Elemente in den Proben entsprechend, behält aber seine zentrale Schlussfolgerung bei:

dass nämlich die in San Diego gesammelten Proben von Regenwasser und Filterstaub das charakteristische Muster von Flugasche aus der Verbrennung von Kohle zeigten und mit dieser nahezu identisch seien (und dass das Zeug von Flugzeugen eines öffentlich nicht bekannten Programms ausgebracht wurde).

Die analysierte Übereinstimmung bezieht sich auf die Verhälniszahlen von 8 (14) Kombinationen von chemischen Elementen. Damit, heißt es, sei so etwas wie ein Fingerabdruck möglich.

Empirisch macht Herndon zweierlei: Erstens vergleicht er Regenwasser aus San Diego mit einer Lösung, die experiementell aus Flugasche (“europäischer Zusammensetzung”) gewonnen wird.

Zweitens vergleicht er Staub aus einem Schwebstoffilter in San Diego mit Flugasche. In beiden Fällen sind sich die “Ratios” zwischen den analysierten Elementen so ähnlich, dass Herndon daraus schließt, dass der analysierte Stoff mit hoher Wahrscheinlichkeit Flugasche (“zu 99 Prozent”) ist.

Die Korrektur machte sich in seiner Neufassung wenig bemerkbar, weil ein Faktor 2 bei den vorliegenden Varianzen eben kaum ins Gewicht fällt.

Am 30. Juni 2016, also ein Jahr später, folgte die ebenfalls einer peer review unterzogene Publikation Human and Environmental Dangers Posed by Ongoing Global Tropospheric Aerosolized Particulates for Weather Modification in Frontiers in Public Health, siehe hier.

Drei Wochen danach, am 20. Juli 2016,  wurde auch dieses Papier zurückgezogen, nachdem es von sogenannten Debunkern und Wissenschaftsbloggern als fehlerhaft zurückgewiesen worden war, siehe hier.

Eine inhaltliche Begründung der redaktionellen Entscheidung liegt bisher nur in Ansätzen vor und dem Autor wurde scheinbar keine Gelegenheit gegeben, auf die Kritikpunkte an seiner Arbeit einzugehen (noch wurde die Identität der Kritiker enthüllt), siehe hier.

Das “härteste” Argument, das in den Frontiers anlässlich der Retraktion gegen Human and Environmental Dangers vorgebracht wurde, bezog sich darauf, dass Herndon die Regenwasser- und Filterstaubproben aus San Diego nur mit Flugasche, nicht aber mit anderen Zusammensetzungen verglichen habe. Das sei methodisch unsauber.

Eine ähnlicher Vorhalt war Herndon bereits im Journal gemacht worde, wobei man sich explizit auf mögliche andere (menschengemachte) Verursachungen bezog.

Der kritisierte Geophysiker verwies in seiner Stellungnahme zur ersten Retraktion erneut darauf, dass es in San Diego weder industrielle Prozesse noch Energieerzeugungsaktivitäten gebe, die als alternative Quelle infrage kämen (und die Volksrepublik China sei zu weit entfernt). Bei Frontiers hält man ihm nun vor, dass er z.B. auch Bodenproben untersuchen hätte sollen.

Herndon ist mit dem Zurückziehen seines Frontier-Artikels nicht einverstanden, eine formelle Zurückweisung der Begründung steht aber noch aus.

Herndon wehrt sich bisher jedenfalls mit Kräften seiner Haut ( = “wissenschaftlichen Reputation”). Er ist überzeugt davon, Opfer von professionell und koordiniert durchgeführten Psyop-Attacken zu sein, sowie dass er einer staatlich unterstützten, multintionalen Koalition von Geoingenieuren in den Weg gekommen sei, die das wohl größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte verübten.

Unmittelbares Ziel der Aktionen gegen ihn sei jedenfalls, seine Aufsätze aus der peer reviewten wissenschaftlichen Literatur zu entfernen.

Das klingt, zugegeben, wie Verfolgungswahn, vor allem weil H. nicht imstande ist, gerichtsfeste Beweise, Aussagen etc. für eine solche Kollusion vorzulegen (wenn er es versuchen würde, wäre er wohl endgültig diskreditiert).

Das ist eine Hürde, an der der Alltagsverstand der meisten Menschen scheitert, weil sie sich so etwas nicht vorstellen können. Sie können sich nicht vorstellen, dass Teile “ihres Staats” ausreichend skrupellos/amoralisch (“böse”) sind so etwas zu tun – und auch, dass es möglich ist, so ein Programm geheim zu halten.

Irgendwer, glauben sie naiv, würde in einem solchen Fall schon “plaudern” und die aufrechten Medien des Westens würden das dann aufdecken, wie das eigentlich ihre Aufgabe wäre.

Aber Ähnliches wurde auch in den 1950er- und 1960-Jahren gemeint, als Menschen systematisch radioaktiver Strahlung ausgesetzt wurden und haarsträubende Experimente zur Bewusstseinskontrolle ausgeführt wurden – nicht von Dr. Mengele in den KZs von Nazideutschland, sondern von der CIA in den Vereinigten Staaten.

Quelle: staatsstreich.at


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