Kartell der Hartherzigen – die Weinkönigin, der Bischof und die angebliche Linke

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Die Privatversicherten und wirtschaftlich mehr als Fetten in diesem Land haben einen neuen Trend gefunden der ihr Ego kitzelt und bei einigen sicherlich auch sexuell stimuliert. Sie wollen den Menschen in den gesetzlichen Krankenkassen Informationen vorenthalten die sie für sich selbst natürlich jederzeit in Anspruch nehmen.

Als Erstes geriet bei diesem Thema die angebliche Linke Kersten Artus in mein Blickfeld, die mir schon häufig durch Standpunkte aufgefallen war, die ich nicht als links verorten würde. Diesmal stellte sie auf Facebook fest:

Wäre ich Mitglied in der Novitas BKK, ich würde spätestens jetzt diese Krankenkasse verlassen. Die Kasse übernimmt jetzt nämlich auch (als 12. Krankenkasse) die Kosten für die vermeintlich sanften Tastuntersuchungen an der weiblichen Brust, um Tumore aufzuspüren. Eigentlich eine gute Sache, denkt man? Nein. Expertinnen, mit denen ich gesprochen habe, raten von dieser Art „Vorsorge“ vehement ab, weil sie viel zu häufig zu Fehldiagnosen führt und damit eine Frau unnötig zur Brustkrebs-Patientin macht.
Die Novitas ist sich leider nicht zu schade, mit einer zweifelhaften Methode auf Mitgliederfang zu gehen. Leider ist das eine direkte Folge des Wettbewerbs unter den Krankenkassen.

Natürlich ist eine Tastuntersuchung nicht sicher, aber das gilt eben auch oft für die Mammographie deren Elend ich schon 2008 beschrieben habe. Als ich der Dame widersprach und den Standpunkt vertrat, dass gerade bei Krebs jedes frühzeitige Erkennen hilft, bekam ich Prügel. Wie ich als Mann und so und überhaupt.

Was müssen diese Damen für komische Männer haben die die Ängste ihrer Frauen nicht mittragen, oder ist es vielmehr so, dass sie ihre Ängste wie einen Schatz des eigenen Elends in sich tragen wollen. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall erklärte mir eine dieser Kämpferin gegen das Recht von gesetzlich versicherten Frauen:

Wenn ich als Frau, von meiner Ärztin, weil ich ihr vertraue, eine Tastuntersuchung haben möchte, dann werde ich die auch so bekommen.

Da wurde mir schlagartig klar wie der Hase läuft. Die Damen sind selbstverständlich privat versichert und wenn sie eine Untersuchung wollen, bekommen sie die auch und im Zweifelsfall können sie sich jede Behandlung kaufen. Glückliches Leben. Aber warum man dann anderen die gleichen Chancen nicht gönnt, erschließt sich mir nur dann, wenn ich annehme, dass sie bewusst andere Frauen in noch größerer Unwissenheit und Angst lassen wollen um sich an deren Not zu erfreuen. Solche „LINKE“ kotzen mich an.

Ja und dann kam die Weinkönigin Julia Klöckner die anderen Menschen den Test auf das Downsyndrom in der Schwangerschaft nehmen will und dabei natürlich von der völlig verkommenen katholischen Kirche unterstützt wird. Ja, als mehrfacher Vater kann ich auch da mitreden. Ich kenne meine Ängste und kann deshalb die anderer Menschen mitempfinden.

Frau Klöckner, das blonde Fallbeil, fordert auch nicht etwa ein Verbot dieser Untersuchungen. Sie will nur dass sie für gesetzlich Versicherte nicht bezahlt werden. Ihre Klasse, die Klasse2012 s der gemeinen und verantwortungslosen Reichen, soll selbstverständlich das Recht haben, sich untersuchen zu lassen und dann bewusst für oder gegen einem Abtreibung zu entscheiden. Es geht nur darum, dass die Menschen die diesen Staat erhalten und bezahlen ausgeschlossen werden damit die Weinkönigin jedesmal wenn sie ein Kind mit Downsyndrom sieht, an dem die Eltern zerbrechen einen Orgasmus bekommen kann.

Die Kirche ist gegen Abtreibung. Das ist logisch, weil sie abgetriebene Kinder  nicht mehr missbrauchen können. Und wenn ein Pfaffe mal in die Verlegenheit kommt, selbst eine Frau geschwängert zu haben, dann greift das Geld der Kirche, also dass des Steuerzahlers und selbstverständlich hat die Kirche auch Mittel und Wege solche Kinder unauffällig zu erledigen. Egal ob die Zeit für einen Abbruch noch da ist oder nicht.

Ja, ich kenne die Folgen, die die Pränataldiagnostik für die gesamte Menschheit haben kann und habe sie bereits 2012 umfassend beschrieben. Aber das Down-Syndrom ist ein ganz anderes Kaliber und ich habe meine ersten Erfahrungen damit beschrieben, als ich das Parteiprogramm der Nazis von der AfD untersuchte:

Als ich Kind war, ich bin Baujahr 57, lebte in unserem Dorf eine Familie in „Schande“. Ich war damals schon genauso nervend wie heute und gab mich nicht damit zufrieden, dass die in „Schande“ lebten und wollte wissen was da los war. Aus meinen Leuten war nichts herauszubekommen und so belagerte ich förmlich die Wohnung dieser armen Menschen und hörte eher tierische Laute und da ich damals schon genauso unsensibel war wie heute, habe ich am Ende die Frau direkt gefragt, was denn ihre „Schande“ sei und ihren Schmerz damit natürlich noch einmal aufgerührt.

Aber es war eine kluge Frau, die erkannte das der kleine Nervtöter nicht nachgeben wurde und dass einzig richtige tat, wofür ich sie bis heute bewundere. Sie zeigte mir das Kind mit dem Wasserkopf, den wir heute als Down-Syndrom kennen, der damals aber in unseren sauerländischen Bergen völlig unbehandelt geblieben war und dem Kind das wenige Jahre älter als ich war, keine Chance gelassen hatte und seiner Familie auch nicht.

Ich hatte etwas was ich begreifen konnte – ja ich habe ihn angefasst – er war wie ich – und doch so weit weg, und habe ab diesem Zeitpunkt jeden Idioten der auf der Familie rumhackte und von „Schande“ sprach rund gemacht in meiner bekannt freundlichen Art und Weise. Es war übrigens das Kind ihrer ältesten Tochter, ganz ohne jede Schande ehelich geboren und mit drei kerngesunden Geschwistern.

Ob sich seit damals etwas in den Köpfen der Menschen geändert hat? Mit entsprechender frühzeitiger Behandlung können die Folgen der Krankheit heute oft verkleinert oder fast aufgehoben werden. Ich freue mich über Beispiele wie Silvia Barbarotto, die ihr Abitur mit Bestnote machte und über Pablo Pineda, der ebenfalls das Down-Syndrom hat und als engagierter Lehrer, Vortragsredner und Schauspieler unterwegs ist.

Aber gerade das Beispiel Pablo Pineda zeigt überdeutlich das sich unsere Gesellschaft noch dort befinden wo sie in meiner Jugend verharrte. Der Nazi und Rassist Thomas Hartung, Sachsens stellvertretender AfD-Vorsitzender, spricht ihm praktisch jedes Lebensrecht ab und bekommt dafür von seinen braunen Truppen auch noch Beifall.

Ach ja. Frau Klöckner würde jederzeit mit der AfD koalieren um an die Macht zu kommen. Von ihrer und ihrer Partei die ja selbst Rollstuhlfahrer wenn sie nicht Schäuble heißen ständig benachteiligt, ist keine Hilfe zu erwarten. Wahrscheinlich würde sie als nächstes fordern, dass für die Down Kinder keine Mittel zur Behandlung von den gesetzlichen Kassen freigeben werden dürfen um noch mehr Freude zu haben.

Die katholische Kirche hat an den einmal geborenen Kindern auch kein Interesse mehr, außer wenn sie sie missbrauchen oder Geld mit ihnen verdienen kann. Auch da ist keine Hilfe zu erwarten.

Ich persönlich bin für mich gegen Abtreibung. Aber das gilt nur für mich selbst und ich hätte diese Haltung nie einer Partnerin oder gar einem fremden Menschen aufgedrängt. Natürlich haben wir auf Down testen lassen und ich erinnere mich noch gut an meine inneren Kämpfe, während wir auf die Ergebnisse warteten. Das waren böse Nächte.

Aber wir hatten wenigstens die Chance uns auf der Basis von Wissen zu entscheiden. Wer wie Frau Artus, die Weinkönigin und die Bischöfe den Menschen mit dem Wissen auch die Entscheidungsgrundlage nehmen will, ist nicht nur gemein. Solche Leute fühlen sich so großartig dass sie mit dem Glück anderer spielen wollen und sich dann lachend abwenden wenn die anderen verloren haben.

Ich habe zum Glück nie ausprobieren müssen wie gut ich bin wenn meine Lebensgefährtin Krebs bekommt oder wie ich mit einem behinderten Kind fertig werden. Das war nur Glück. Es hätte jederzeit anders kommen können. Und schon wenn ich nur über dieses Thema nachdenke überkommt mich eine große Demut. Ich habe mir nie vollständig getraut und tue es bis heute nicht. Ein Versagen in diesen Dingen ist aber das schlimmste was passieren könnte.

Deshalb verstehe ich alle die sich in diesem Fall für eine Abtreibung entscheiden. Egal was die Kirchen oder die Weinkönigin sagen. Ihr müsst tun war ihr für richtig haltet und die gesetzlichen Krankenversicherungen sollen ruhig dafür zahlen. Es ist richtig den Menschen die Wahl zu lassen, auch wenn sie sich vielleicht falsch entscheiden.

Quelle: Duckhome


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