Lebendige Nahrung

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Von Ernst Günther

Es ist wichtig, daß der Rohköstler täglich etwa ½ Zwiebel und 2-3 Zehen Knoblauch zu sich nimmt. Ein Hundertjähriger, nach dem Geheimnis seines hohen Alters befragt, antwortete: “Der Knoblauch ist’s.“ Bei einer grassierenden Maul- und Klauenseuche in der Schweiz gab der Autor dem Vieh Knoblauch, keines erkrankte! „Wenig essen und Knoblauch nicht vergessen“.

Indikationen: Migräne, Krebs (6-12 Monate Geduld, bis der Körper umgestimmt ist!), Hautkrebs, Leukämie, Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes (6-12 Monate Geduld!), Arthrose, Bandscheibenschaden, Ulcus ventriculi et duodeni, Gallensteine, MS, Tb, Prostatabeschwerden;

Rohkost: es liegt ein Geheimnis in der Rohkost: Sie enthält die Träger des Lebens in ihren Enzymen und versorgt den Menschen mit Lebenskraft, Energie, entschlackt, entgiftet, entsäuert, reguliert das Gewicht.

Enzyme: Eiweiße, die wie ein Zündfunken als Katalysatoren in lebenden Organismen vorkommende chemische Reaktionen beschleunigen und den gesamten Stoffwechsel ordnen, d.h. Leben erst möglich machen. Substrat ist diejenige Substanz, die innerhalb einer Enzymreaktion umgewandelt werden soll und vorübergehend an das Enzym gebunden wird (-asen z.B. Transaminasen). Nach Entstehung des Produktes löst sich das Enzym wieder. Wenn bei der Reaktion Elektronen, Ionen oder Molekülgruppen vom Substrat abgespalten oder daran angelagert werden, benötigt das Enzym ein Coenzym, das diese Bestandteile aufnimmt bzw. abgibt. Außerdem benötigen einige Enzyme Metallionen als Cofaktor. Enzyme einer Stoffwechselkette sind in bestimmten Zellräumen zusammengefaßt, z.B. Atmungskette in den Mitochondrien, Glykolyse im Zytoplasma, Proteinbiosynthese an den Ribosomen. Enzyme lenken die chemischen Vorgänge in den einzelnen Organen von Mensch, Tier und Pflanze so, als ob sie denken könnten.

All’ die sprühende Kraft und Schönheit, welche die Enzyme vorher vielleicht in einer jungen, treibenden Pflanze, im Gemüse oder in einer prächtigen Frucht entfaltet haben, spenden sie nun, nachdem sie von uns als Bestandteile der Rohkost genossen worden sind, in ihrem neuen Wirkungskreis, nämlich in unseren eigenen Körperzellen zu unserem gesunden Gedeihen. Diese weise Bestimmung der Nahrungsenzyme gilt als Naturgesetz. Das Eindringen der Enzyme in unsere Zellen und die Verbindung mit ihnen kann verglichen werden mit einer Einheirat (Exogamie). Sie sind hernach die Herren im Haus und besorgen das Gedeihen und die Vermehrung der Zellen. Diese lebenden Sachwalter oder denkenden Heinzelmännchen arbeiten wie Maschinisten und kontrollieren alle Funktionen in unserem Körper. In den Drüsen zum Beispiel lenken sie mit geschickter Hand die Herstellung der Homone, in der Leber funktionieren sie als intelligente Chemiker.

Je mehr frische Enzyme (Rohkost) unsere Nahrung enthält, desto mehr neues Leben fließt dem Körper zu und desto mehr junge Zellen können sie bilden. Das bedeutet Energie, mehr Ausdauer, mehr Abwehrkraft gegen Krankheiten, bedeutet Schönheit, ausgewogene Drüsenfunktion und daher Regulierung des Körpergewichts, Reinigung des Blutes und des Zellgewebes von aller Art Abfallstoffen, deshalb Heilung von Arthritis (eine der schlimmsten Ablagerungen), Gallensteinen, Arterienverkalkung bis hin zu Krebs.

Enzymreichste Kost: junges Gemüse, Samenkeimlinge, Weizenkeime, Gemüsesäfte

Dr. med. H. P. Rusch: „Die Zivilisationskrankheiten des Menschen entstehen in der Hauptsache auf dem Wege der Ernährung und können auch nur auf dem Wege richtiger Ernährung geheilt werden.“

Dr. med. Kirstine Nolfi: „Meine Erfahrungen mit Rohkost“: An Brustkrebs erkrankt, Bestrahlung, Chemo und Op verweigert, führte 100 % Rohkost durch. Nach 2 Monaten verkleinerte sich der Knoten, die Kräfte kehrten zurück, „fühlte mich wohl wie seit Jahren nicht mehr“. Nach ihrer völligen Genesung ging die Geheilte zu ihrer früheren vegetarischen Kost mit 40 Prozent Gekochtem über. Zu ihrem großen Entsetzen fing der Krebs wieder an zu wachsen. Von da an hielt sie sich erneut an strenge Rohkost, und der Krebs verschwand abermals. Sie gründete ein Sanatorium, in dem sie Pat. nur mit Rohkost erfolgreich behandelte.

Vom Nachbarn wissen wir, daß sein Papagei keine gerösteten sondern nur rohe Erdnüsse fressen darf, sonst wird er krank. Im Zoo dürfen wir die Tiere nicht mit Abfällen gekochter und denaturierter Nahrung füttern, sonst werden sie krank, warum wohl? Und beim Menschen soll das anders sein? Die in der Wildnis lebenden Tiere werden in der Regel nicht krank, unter den zivilisierten Völkern ist kaum ein gesunder Mensch anzutreffen. Was für Erfahrungen mußte man seinerzeit in den zoologischen Gärten machen, als man anfing, die Tiere mit gekochter Nahrung zu füttern aus Angst vor Krankheitskeimen? Das gerade Gegenteil von dem, was man bezweckte, nämlich daß die Tiere krank wurden und starben. Zum Teil wurden sie auch unfähig, sich fortzupflanzen. Nach der natürlichen Umstellung wurden sogar von ganz seltenen Tieren wieder Junge geboren.

Was spricht dafür, daß sich der Mensch für Rohkost entscheidet, für welche Ernährungsform ist der Mensch geschaffen? Welchem Tier steht der Mensch in Bezug auf seinen Verdauungsapparat am nächsten? Etwa die Gruppe der Raubtiere, der Grasfresser, der Allesfresser (der Schweine z.B.) oder diejenige, die sich vornehmlich von Früchten nährt wie die Affenarten? Der Gorilla z.B. frißt kein bißchen Fleisch und ist das einzige Tier, dessen Verdauungsapparat mit dem menschlichen vollkommen übereinstimmt. Der Darm der Fleischfresser ist im Verhältnis zum Körpergewicht fünfmal kürzer als der menschliche, ihre Backenzähne sind zackig, diejenigen des Menschen dagegen stumpf, ihr Speichel ist sauer, der menschliche alkalisch, ihr Darm inwendig glatt, der unsrige zottig, ihre Zunge rauh, unsere glatt, sogar die Magensäure ist viel schärfer bei den Raubtieren.

Da die Magensäure des Menschen für Fleischverdauung zu schwach und sein Darm zottig und fünfmal so lang ist wie derjenige der fleischfressenden Tiere, bleibt das Fleisch zu lange darin und führt zu Fäulnis und üblen Gerüchen. Die Fäulnisstoffe gelangen ins Blut und erzeugen Krankheiten, die Fäulnisgase bilden im Blut Fuselalkohol. Pflanzenfresser besitzen übrigens keine Krallen, um Fleischbeute zu fangen. Mensch und Affe sind die einzigen Geschöpfe mit Händen zum Klettern und Ernten von Früchten. Schöpfungsgeschichte 1. Mose 1, 29: „Sehet da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut … und allerlei fruchtbare Bäume … zu eurer Speise …“ Betrachten wir es als ein von Gott geschaffenes Naturgesetz.

Kochen zerstört Enzyme, Vitamine, Eiweiße, wandelt Nährsalze um in leblose Mineralsalze, vergiftet das Blut. Kochen und Erwärmen/Pasteurisieren: Kohl gekocht enthält nur noch ein Vierzigstel seines ursprünglichen Wertes. Vitamine werden zerstört, bes. Vit. C, Nährsalze in anorganische Mineralien umgewandelt oder gehen in Kochwasser oder Wasserdampf über, EW verliert etwa zwei Drittel seines Nährwerts durch Gerinnen oder Zerstörung. Enzyme werden zerstört und können Nährsalze nicht mehr aufnahmefähig machen.

Gekochtes Eiweiß gerinnt und entwickelt Schlacken und Säuren. Stärke und Fruchtzucker werden chemisch umgewandelt und unbrauchbar. Den größten Schaden durch Erhitzen erleiden Pflanzenfette und Öle, in gekochter und damit in gehärteter Form verstopfen sie die Gefäße und erhöhen den Blutdruck. Kochen vermindert Eigenwürze des Gemüses. Vom Gekochten muß etwa die drei- bis vierfache Menge gegessen, um satt zu werden.

Schottland: Versuch mit 2 x 8 Kälbern, Rohmilch und Pastmilch …

Amerika: Ebensolcher Versuch mit 3 Katzengenerationen: Rachitis, Fehlgeburten schon in erster Generation, aggressiv und bissig, Schilddrüse unterentwickelt, in dritter Generation völlig degeneriert.

Der engl. Forscher J.H. Oliver: “Ein dürrer Ast wird von Würmern und Bakterien befallen, warum nicht ein gesunder, der voll Saft und Leben ist?“ Um diese Erkenntnis zu bekräftigen, schluckte Prof. Emerich eine ganze Ampulle Cholerabazillen, ohne Schaden zu erleiden. „Die Mikrobe gilt nichts, das Milieu ist alles“.

Versuch in engl. Waisenhäusern mit Roh- und Pastmilch: kein einziger Fall von Zahn- oder Zahnfleischfäulnis.

Der amerik. Forscher Arnold de Vries: “Kinder, denen ausschließlich pasteurisierte Milch verabreicht wurde, bekamen nach kurzer Zeit Skorbur, Rachitis, Verdauungsstörungen und andere Krankheiten“. Die Anfälligkeit für Tb ist weitaus größer bei Pastmilchverzehr.

Industriezucker ist seiner 20 bis 30 Bestandteile beraubt, mit denen er in Rohrzucker und Rübe noch in ausgewogenem Verhältnis vorhanden ist. Diese muß er sich im menschlichen Körper zur Verdauung wieder beschaffen, besonders das Kalzium bezieht er sich dann aus den Knochen.

Kochsalz ist seiner fast 100 Begleitstoffe im Meersalz beraubt, das Ion Chlor im Natriumchlorid ist ein so starkes Gift, daß der Verzehr von einem Glas Salzlösung töglich ausgehen kann! Von einem Eßlöffel Kochsalz kann nur ein Millionstel Gramm vom Körper assimiliert und ein Drittel etwa von den Nieren ausgeschieden werden, der Rest setzt sich im Verbund mit Säuren fest als Rheuma, Steine oder Ablagerungen an den Gefäßwänden … Manche Säuren kristallieren bei Kälteeinfluß und verursachen Rheuma und Arthritis.

Unser Blut besteht zu 80 % aus Basen und zu 20 % aus Säuren und mißt einen pH-Wert von 7,41, also leicht basisch. Der Körper tut alles Mögliche, um diesen Parameter konstant zu halten, und stellt evtl. sogar körpereigene Mineralien aus Knochen, Zähnen, Nägeln und Haaren zur Pufferung zur Verfügung. Stoffwechselschlacken verstopfen (Venen), verschleimen (Nebenhöhlen), verkalken (Arterien), verhärten (Gelenke), versteinern (Gallen-, Blasen- und Nierensteine), verfetten (Haut), verätzen (Zysten) und vernichten (Krebs) Zellen. Harnsäure bildet kleine Kristalle in Muskeln und Gelenken.

Keime und Sprossen selbst herstellen, geeignet:
12 Stunden einweichen: Sonnenblumenkerne, Berglinse, Sojabohnen, Mungobohne, Hafer, Kichererbsen, Hirse, Weizen, Roggen, Dinkel, Kürbiskerne, Linsen;
5 Stunden einweichen: Luzerne, Senf, Sesam, Hirse, Rettich, Buchweizen.


Achtsam essen: Der Weg zu mehr Leichtigkeit und Lebenskraft
Schnell noch im Gehen etwas essen, mit vollem Mund zurück an den Schreibtisch, abends ein Fertiggericht warm machen. Selbst für unsere Mahlzeiten gönnen wir uns oftmals keine Pause vom Stress des Alltags – doch gerade hier können wir kleine Oasen der Ruhe einbauen, unser Leben wirksam entschleunigen und unsere Gesundheit entscheidend fördern. Beate Çaglar zeigt in diesem wundervoll gestalteten Buch, wie wir durch achtsame Ernährung krank machendes Stress-Essen vermeiden, Körper und Geist wieder miteinander verbinden und unserem Organismus wertvolle Energie zuführen. (weiter)


Vital und schlank mit Bitterstoffen
Löwenzahn, Rucola, Grapefruit & Co stärken das Immunsystem, regen die Verdauung an, helfen beim Abnehmen! Bitterstoffe sind in vielen Pflanzen enthalten – in Obst, Gemüse, Kräutern und einigen Getreiden. Bitterstoffe wirken basisch, Nährstoffe und Vitamine können besser aufgenommen werden. Eine Tasse bitterer Tee vor dem Essen dämpft den Heißhunger auf Süßes, denn: Bitterstoffe wirken wie eine Essbremse. Die Verbrennung der Fettzellen wird angekurbelt, das Abnehmen fällt leichter. Wer bittere Pflanzen in den täglichen Speiseplan aufnimmt, schenkt sich Lebensenergie und Lebensfreude. (weiter)


Rezepte für einen gesunden Darm
Essen Sie sich abwehrstark!
Hätten Sie´s gewusst? Ob unser Immunsystem optimal funktioniert, entscheidet sich zu 85 Prozent im Darm. Mehr als einen Grund also, ihm tagtäglich viel Gutes zu tun! Wie? Lesen und kochen Sie nach, wie einfach und »Mmmh!« es sein kann, unser wichtigstes Immunorgan in Balance zu bringen. Das Beste: Weniger Stress für den Darm – mehr Schwung und Energie für Sie! Unsere Experten geben Ihnen dafür nicht nur die besten Rezepte an die Hand, sondern erklären anschaulich alles Wissenswerte und beraten Sie lebensnah aus der Praxis. (weiter)


Ur-Medizin
Heilung mit Wort und Wurz
Unsere abendländische Heilkunde hat ihre wahren Ursprünge nicht in der Gelehrtenmedizin der Ärzte und Apotheker, sondern im Heilwissen der altsteinzeitlichen Jäger und Sammler, der Hirtennomaden und ersten sesshaften Bauern. Es ist die überlieferte Volksmedizin, das Wissen des einfachen Volkes, der Großmütter und Wurzelfrauen, Hirten und Kräuterseppel. Dazu gehörten auch die heilkräftigen Worte des schamanischen Heilens, die Kommunikation mit den Krankheitsgeistern und dem Wesen der Pflanzen. All dies schildert Wolf-Dieter Storl in fundierter, tiefgründiger und packender Art. (weiter)


Paleo – Die Steinzeitdiät
Schlank und gesund durch die Ernährung unserer Vorfahren!
Steinzeitmenschen waren nicht dick. Warum? Sie aßen hauptsächlich Fisch, Fleisch und Gemüse. Das können Sie auch: Schnell und unkompliziert abnehmen mit der Paleo-Diät, basierend auf einer naturbelassenen, weizen- und glutenfreien Ernährung. Mit Paleo fühlt man sich gesünder und dynamischer als je zuvor. Für Hobbyköche mit wenig Zeit haben die Autoren zahlreiche Blitzgerichte kreiert. Über 100 köstliche Rezepte machen richtig Lust darauf, sofort mit dem Abnehmen und Schlemmen loszulegen! (weiter)


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