Michael Winkler: Eigentor

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Wie schießt man ein Eigentor? Wenn man Rajoy heißt und Ministerpräsident Spaniens ist, vertreibt man eine unliebsame Regionalregierung und setzt dort Neuwahlen an. Die Katalanen haben gewählt, mit der höchsten je gesehenen Beteiligung der Bürger. Nur leider nicht im Sinne Rajoys, sondern die Separatisten, jene, die eine Abspaltung von Spanien wollen, also gerade die Parteien, die Rajoy abservieren wollte. Jetzt darf er schauen, wie er mit der Situation zurechtkommt.

Wenn man Schulz heißt, schießt man ein Eigentor, indem man sagt, man wolle nicht in eine weitere große Koalition eintreten und man selbst habe keine Lust, Minister unter Merkel zu werden. Jetzt darf Schulz sein Geschwätz von gestern einfangen und nach Argumenten suchen, wieso die große Koalition nun doch eingegangen werden soll und er Minister unter Merkel wird.

Immerhin, Spanien liefert ihm dieses Argument frei Haus: Neuwahlen sind unberechenbar. Eine um die suspekten Elemente gereinigte AfD könnte 15 oder gar 20 Prozent erreichen, eine SPD auf 20 oder gar 15 Prozent absinken. Dann noch lieber Kröten schlucken und im Dienstwagen sitzen.

Zum Jahresende leben auf diesem Planeten 7,6 Milliarden Menschen. Der größte Bevölkerungszuwachs findet in Afrika statt. Dort leben derzeit 1,3 Milliarden Menschen, bis 2050 sollen es 2,6 Milliarden werden.

Selbst die größten Vollidioten in der Union, der SPD und den Grüninnen sollten einsehen, daß dieser Bevölkerungsüberschuß nicht nach Merkeldeutschland verlagert werden kann. Das Boot wäre dann zwar nicht voll, dafür jedoch versenkt.

Die Meldungen behaupten, daß es in Afrika nicht die Mittel gäbe, den Bevölkerungszuwachs zu beschränken. Dabei gibt es dieses Mittel längst, einen Automaten, den ein gewisser Herr Kalaschnikow erfunden hat. Die Afrikaner lieben diese Automaten, und sie würden damit bereitwillig ihre Bevölkerung reduzieren. Das haben frühere Beobachtungen eindeutig ergeben.

Gegen Jahresende wird wieder einmal die Geschichte vom Fachkräftemangel erzählt. Offenbar sind Merkels geschätzte Gäste zwar gelernte Analphabeten und erprobte Fachkräfte für Bürgerkriege, aber nicht brauchbar für die deutsche Wirtschaft.

Mathematiker, Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker werden gebraucht, keine Sozialhilfeempfänger. Von zu wenigen Staatsanwälten und Richtern wurde in dieser Meldung nichts gesagt, davon gibt es offenbar deutlich mehr als gebraucht werden. Unsere geschätzten Zuwanderer hingegen eignen sich nicht einmal als Denunzianten, um Staatsanwälte und Richter zu beschäftigen. Dafür müßten sie nämlich lesen können – und Deutsch beherrschen.

Österreich hat eine Regierung viel schneller hinbekommen als Merkeldeutschland. Das liegt natürlich an Merkel, die es sicher begrüßt, nicht einmal mehr so tun zu müssen, als würde sie „gestalten“. Eine geschäftsführende Regierung darf nur verwalten, keine neuen Projekte anstoßen. Liegengebliebenes aufarbeiten, das wäre nun angesagt. Das Liegengebliebene liegenlassen und die Arbeit von sich schieben, geht natürlich auch.

Immerhin sind so einige Minister zu stimmungsvollen Weihnachtsfeiern gekommen, deren Teilnahme schon nicht mehr geplant gewesen war. Das Land erlebt den Stillstand, der unter Merkel eingekehrt ist, derzeit viel deutlicher. Und, wenn wir genau hinsehen, kommen wir ohne eine Regierung ganz prächtig aus. Einen Unterschied zu einer aktiven, gestaltungsberechtigten Merkelregierung kann ich jedenfalls nicht feststellen.

Der Bund der Steuerzahler will seine Bundesschuldenuhr rückwärts laufen lassen. Das heißt, die Staatsschulden gehen zurück. Ist das eine gute Nachricht?

Zum einen besagt diese Meldung, daß uns der totale Merkelstaat das Geld schneller abknöpft, als er es zum Fenster hinauswerfen kann. Das weckt Begehrlichkeiten der Regierigen, die eine Gefahr neuer Unendlichkeits-Baustellen hervorruft. Oder den Wunsch, noch mehr Asylbetrüger zu finanzieren.

Die andere Seite der Medaille ist das Fiat Money. Geld, das zum Schuldentilgen benutzt wird, wird irgendwo mittels neuer Schulden geschaffen. Dieses total verrückte Geldsystem schafft es, daß eine Tilgung von Schulden dazu führt, daß sich die Gesamtsumme der Schulden erhöht.

Allerdings ticken die Zeitbomben im Geldsystem bereits heftig. Sie stecken in den Erfolgsmeldungen: 20.000 Dollar für einen Bitcoin oder DAX dauerhaft über 13.000 Punkten. Das sind Anzeichen dafür, daß demnächst eine Menge Geld vernichtet werden dürfte.

Was wir derzeit an den Finanzmärkten erleben, gleicht einem Sprung aus dem 50. Stock: Abgesehen vom allerletzten Millimeter ist das ein großartiges Gefühl und ein wunderbares Erlebnis.

Quelle: Michael Winkler

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