Deutsche Medien: Die Welt ist eine Scheibe

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Von Marc Toller

In der geopolitischen Berichterstattung der deutschen Medien ist die Welt eine Scheibe – und jeder der etwas anderes behauptet, wird desavouiert. Die derzeitige Lage rund um Syrien, Russland und die Türkei zeigt dies wieder einmal eindrücklich.

Bei vielen Zeitungen, wie zum Beispiel der Welt, hat man noch immer nicht verstanden, dass die Welt rund keine Scheibe ist. Im Mittelalter wurde man, sobald man das gesagt hat, als Lügner hingestellt. Und so ist es heute auch, natürlich nicht mehr in diesem Ausmaß, aber dennoch beträchtlich. Man könnte schon fast sagen dass wir uns wieder in genau die entgegengesetzte Richtung wenden und wieder zurück auf dem Marktplatz kommen, wo man öffentlich gedemütigt wird.

Der billige Springer-Abklatsch „Die Welt“, stellt Putin wieder einmal als Aggresor dar, und veröffentlicht einen Artikel mit dem Titel: „Der Westen muss Putin jetzt endlich stoppen!“ Was Putin in den letzten Tagen und Wochen gemacht, hat worüber sich in Deutschland die Mainstream-Medien erneut aufregen, ist überhaupt nicht die entscheidende Frage – sondern: warum verlangt jetzt die Springer-Presse plötzlich ein schnelles Handeln gegen Putin, und in diesem Fall auch Russland? Was ist vorgefallen?

Es wird daran liegen das die Türkei sich Russland annähert oder auch anders herum. Die Vereinigten Staaten möchten nicht, dass Russland sich mit anderen Ländern verbündet, ganz besonders im übrigen nicht mit Deutschland. Denn die USA sind pleite, sie haben kein Geld mehr. Es war schon so weit, dass die Regierung nicht einmal ihre eigenen Angestellten bezahlen konnte. So sieht es aus. Die Amis sind hoch verschuldet, und werden zu Dummies.

So schrieb das Handelsblatt: „In den USA rückt zudem die drohende Zahlungsunfähigkeit wieder mal in den Vordergrund. Die Regierung in Washington wendet seit Monaten Notfallmaßnahmen an, um das bei 16,7 Billionen Dollar liegende Schuldenlimit zu umgehen und so weiter ihre Rechnungen begleichen zu können. Ohne eine Erhöhung der Obergrenze könnten die USA nach Einschätzung von Experten ab Mitte Oktober zahlungsunfähig werden.“

Und ein weiterer Artikel bestätigt das. So hieß es in der Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Amerikas Regierung ist geschlossen: 800.000 „entbehrliche“ Beamte in Nationalparks, Museen und dem Arbeitsministerium sind in vorerst unbezahltem Zwangsurlaub, weil sich Republikaner und Demokraten nicht auf den Haushalt einigen können. Immer wieder in den vergangen Jahren wurde diese Situation in den grellsten Farben als Schreckbild an die Wand gemalt – und nun, wo der „Shutdown“ tatsächlich eingetreten ist, reagieren die Finanzmärkte: nicht.“

Und was macht die USA wenn sie pleite ist? Sie marschiert in andere Länder ein, um diese dann vor den angeblichen Diktatoren zu befreien und sie zu „demokratisieren“. Oft besitzen diese auch auf einmal Atomwaffen und andere angebliche Massenvernichtungswaffen.

Sehr interessant ist auch das unsere Regierung mit einer rechtsradikalen Partei in der Ukraine zusammen arbeitet und diese unterstützt. Und die Redaktion von der „Welt“ hat anscheinend vergessen, dass sie selbst einen eigenen Artikel zu der rechtsradikalen Partei veröffentlicht hat. Trotzdem aber wieder darauf drängt gegen Putin vorzugehen. Das passt nicht zusammen. So heißt es in dem Artikel: „Prügel, Judenhass, Ausländerfeindlichkeit: Die Partei Swoboda ist in Kiews Übergangsregierung und gibt sich nur scheinbar pro-europäisch. Der Westen muss hinterfragen, mit wem er sich eingelassen hat.“

Dazu kommt derzeit noch Syrien. Uns erzählt man in Deutschland, dass Putin nicht hilfreich sei um den Konflikt dort zu lösen. Aber man erzählt uns nicht, dass die USA das Problem noch viel größer machen. Das Ziel ist doch eindeutig: die Amerikaner wollen an das Öl Syriens, damit man das Öl noch günstiger anbieten kann, so dass am Ende Russland den Gaspreis senken „muss“ und somit geschwächt wird. Das ist doch der wahre Grund.

Der Springer-Verlag muss sich irgendwann selbst einmal die Frage stellen ob er so eine Berichterstattung möchte, oder ob er weiter immer weniger Leser haben will. Denn diese verliert er derzeit en masse. So schreibt die Junge Freiheit: „Die verkaufte Auflage der großen Zeitungsverlage ist im dritten Quartal dieses Jahres deutlich zurückgegangen. Die Bild-Zeitung verlor im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast zehn Prozent ihrer Leser. Insgesamt setzte das Flaggschiff des Springer-Konzerns mehr als 200.000 Exemplare weniger ab. Die verkaufte Auflage liegt nun bei 2,2 Millionen. Seit 2010 hat die Bild-Zeitung damit fast ein Drittel ihrer Leser verloren.“

Es muss schon etwas heißen, dass sich viele der deutschen Bürger im Ausland Informationen holen möchten, da sie im eigenen Land belogen und bis zum geht nicht mehr desinfomiert werden. Das Arbeitsamt hat bestimmt noch einige Stellen zu vergeben, vielleicht als Abfalleimer. Da weiß man wenigstens was drin steckt?

Quelle: Contra-Magazin


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