Deutscher Presserat rügt „Junge Freiheit“ wegen korrekter Berichterstattung

3
494

Der minderjährige Afghane war in Untersuchungshaft genommen worden, weil er dringend tatverdächtig ist, zusammen mit zwei 16 und 17 Jahre alten Landsmännern in Wien eine Studentin vergewaltigt zu haben. Die Täter hatten der jungen Frau auf einer öffentlichen Toilette aufgelauert, sie dort vergewaltigt und verprügelt.

Dies stand in einem Artikel vom 17. Mai 2016 in der Wochenzeitung Junge Freiheit, wo außerdem noch von einem „polizeibekannten Asylwerber“ und „attackierenden Afghanen“ geschrieben worden ist.

Wegen Wahrheit, pressethische Grundsätze verletzt

Dieser Artikel rief allerdings eine Organisation auf den Plan, die sich mit dieser Art der Berichterstattung nicht einverstanden zeigte und deswegen einen Brief an die Junge Freiheit (JF) sandte. Es handelt sich hierbei um den „Deutschen Presserat“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, für die Pressefreiheit und die Wahrung des Ansehens der deutschen Presse einzutreten. Finanziert wird dieser Presserat zu mehr als einem Drittel durch Bundeszuschüsse und vertreten in diesem Presserat sind alle großen deutschen Verleger- und Journalistenverbände (also der Mainstream).

In diesem Brief bittet der Beschwerdeausschuss des Presserats, die Junge Freiheit über folgendes zu informieren: Das Gremium ist einstimmig zu dem Ergebnis gelangt, dass eine Veröffentlichung der Jungen Freiheit „die presseethischen Grundsätze verletzt“ hat. Somit sprach der Presserat gegen die Junge Freiheit eine Missbilligung aus.

„Afghane“ oder „Asylwerber“ verboten – eigentlich Zensur!

Was freilich hat nun den Presserat zu dazu bewogen, eine solche Missbilligung (zweitschärfste Form der Maßnahmen gegen ein Medium) auszusprechen?

Es waren im Besonderen die Worte „Afghane“ und „Asylwerber“. Denn wäre es nach dem Presserat gegangen, hätte man im Artikel den „mutmaßlichen“ Straftäter, bei dem natürlich die Unschuldsvermutung naheliegt, „junger Mann“, „Jugendlicher“ oder vielleicht „Bursche“ nennen müssen. Auch jede andere anonymisierende Bezeichnung hätte verwendet werden dürfen (etwa Fritz P., Name von der Redaktion geändert), aber wichtig wäre nur gewesen, den Leser darüber im Unklaren zu lassen, dass der Straftäter aus Afghanistan stammt. Denn für den Presserat sei die Nennung der Nationalität nicht relevant für die Tat. Ebenso war es für die Junge Freiheit nicht gerechtfertigt, zu erwähnen, dass nämlicher Straftäter Asylwerber sei.

Auch Steuerzahler soll nicht informiert werden

Auch folgender Absatz des beanstandeten Artikels war dem Presserat ein Dorn im Auge:

Zudem wurde nun bekannt, daß der Frauenschläger an einer seltenen Blutkrankheit leidet. „Daher braucht der Insasse eine spezielle Therapie und regelmäßig Spritzen“, Bisher beliefen sich die Kosten für die Steuerzahler innerhalb weniger Wochen auf 24.000 Euro.

Das Gremium des Presserats stieß sich daran, dass die Krankheit des afghanischen Asylwerbers erwähnt wurde, für dessen Behandlung der österreichische Steuerzahler aufkommen muss, weil die Junge Freiheit dadurch den Straftäter „bewusst abwertend als Person zweiter Klasse dargestellt“ haben soll. (Als ob er das durch seine Tat nicht selbst gemacht hätte.)

Junge Freiheit erfüllt Bitte des Presserats

Deswegen bittet der Presserat nun die Junge Freiheit, „als Ausdruck fairer Berichterstattung“ seine Missbilligung öffentlich zu machen.

Die Junge Freiheit schreibt dazu:

Dem kommen wir natürlich gern nach. Wir sollen dies allerdings so tun, daß die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen – sprich: des afghanischen Asylsuchenden – durch diese Veröffentlichung nicht erneut verletzt werden. Da wir zu keinem Zeitpunkt den Namen des Tatverdächtigen angegeben haben, dürften wir unserer Ansicht nach auch dieser Bitte nachgekommen sein.

Lediglich dem dritten Wunsch des Presserats können wir nicht entsprechen: Der Beschwerdeausschuß bittet uns, die beanstandete Meldung zu löschen. Da wir aber der Meinung sind, daß der Afghane seine Straftaten nicht ungeschehen machen kann, haben wir uns entschieden, auch unsere Meldung über eben diese nicht verschwinden zu lassen.

Auch in Zukunft werden Nationalität und Herkunft ausländischer Straftäter genannt

Im Übrigen werden wir auch in Zukunft die Nationalität und Herkunft ausländischer Straftäter nennen, wenn wir der Meinung sind, daß unsere Leser ein Anrecht darauf haben, diese zu erfahren. Auch auf die Gefahr hin, daß uns demnächst erneut Post vom Presserat erreicht.

Dieser Aussage kann sich Unzensuriert.at nur völlig anschließen und wird dementsprechend genauso handeln, bzw. schreiben.

Quelle: Unzensuriert


Herrschaft der Lüge
Vom Mittelalter bis heute beherrscht die Scheinwissenschaft wichtige Bereiche gesellschaftlichen Denkens. Menschen leiden unter den Ideologien, die sich in den Köpfen der Meinungsmacher und Politiker festgesetzt und mit denen die Meinungs- und Staatsherrscher die Macht errungen haben, obwohl viele Doktrinen, unter dem Vorwand wissenschaftlicher Erwiesenheit einem gläubigen Publikum eingehämmert, längst widerlegt sind… (weiter)


Psychologie der Massen
Politiker hassen dieses Werk, weil es ihre Argumente und Programme entlarvt. Wie schaffen es Politiker, dass sie von den Massen immer wieder gewählt werden? Und wie ergreifen Diktatoren die Macht? »Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, dass es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird!«, sagte Gustave Le Bon bereits vor rund 120 Jahren… (weiter)


Propaganda
Edward Bernays (1891-1995) gilt als Vater der Public Relations. Mit seinem Buch Propaganda aus dem Jahr 1928 schuf er die bis heute gültige Grundlage für modernes Kommunikationsmanagement. Der in Wien geborene Bernays war ein Neffe Sigmund Freuds, der sich dessen Erkenntnisse der modernen Seele zunutze machte und sie in den Dienst von Regierungen und Konzernen stellte. Propaganda ist Bernays Hauptwerk. In Propaganda beschreibt Bernays alle wesentlichen Techniken der Meinungsbeeinflussung… (weiter)


Lügenpresse
Den Leitmedien laufen die Leser davon. Hohe Auflagenverluste, Anzeigeneinbrüche und massive Kritik aus der Leserschaft – das sind die Symptome einer Medienlandschaft, die völlig versagt. Journalisten sind nicht nur gekauft, sie verhalten sich ihren Lesern gegenüber auch wie Oberlehrer. Anstatt ihre Leser objektiv zu informieren, versuchen sie diese durch Fälschen, Verdrehen und Verschweigen politisch korrekt zu erziehen und zu manipulieren. Doch Journalisten haben ihren Lesern gegenüber keinen Erziehungsauftrag, sondern einen Informationsauftrag… (weiter)


Gekaufte Journalisten
Haben auch Sie das Gefühl, häufig manipuliert und von den Medien belogen zu werden? Dann geht es Ihnen wie der Mehrheit der Deutschen. Bislang galt es als »Verschwörungstheorie«, dass Leitmedien uns Bürger mit Propagandatechniken gezielt manipulieren. Jetzt enthüllt ein Insider, was wirklich hinter den Kulissen passiert. Welche Journalisten sind in welchen Lobbyorganisationen vertreten? Welche Organisationen beeinflussen unsere Medien mit einseitiger Propaganda? Welche Journalisten welcher Medien wurden für ihre Berichterstattung geschmiert…? (weiter)

3 KOMMENTARE

  1. Was war denn mit dem Schutz der Persönlichkeitsrechte des Testfahrers von Mercedes, die vor einigen Jahren tagtäglich durch Schmutz der im Presserat sitzenden Medienkonzerne gezogen wurde, der von den Medien als dringend tatverdächtig gesehen wurde, daß durch seine Fahrweise eine junge Mutter mit ihrem Kleinkind in deren Kleinwagen von der Fahrbahn der BAB in den Graben fuhr und beide dabei tödlich verunglückten.
    M. W. wurde jedoch nie der Beweis erbracht, daß besagter Fahrer zu der Zeit auf eben dem Streckenabschnitt der BAB unterwegs war.

    Persönlichkeitsrechte wahren diese Medienvertreter nur, wenn es sich um besagte Gruppen bzw. Gruppierungen khasarischer Herkunft geht.

    Die Frage, die es im Fall der vergewaltigten Frau noch zu klären gäbe ist die, ob es sich bei der Blutkrankheit um eine über Schleimhhäute oder Körpersekrete ansteckende Krankheit handelt und wenn ja, mit welchen Auswirkungen für die betroffene Frau.
    Denn Menschen, die z. B. im Wissen ihrer HIV-Erkrankung (ungeschützten) Verkehr haben, ohne die anderen Personen hierüber zu informieren, sind deswegen bereits vor Gericht verurteilt worden.
    Auch hierüber wird in den Fällen durch die Medien bereits vor Urteilssprechung umfassend berichtet.

    Vielleicht fragt man auch einmal die Verwandten des o. e. Fahrers, wie ihre Persönlichkeitsrechte von eben diesen Medien respektiert und geachtet wurden …..

  2. Da MAASREGELN diejenigen, die FÜR die Pressegfreiheit sein müssten, für eine frei Berichterstattung sein müssten (sozusagen als vierte Gewalt den Bürger restlos über alles,was sie erfahren, aufklären müssten), sich an, eine Zeitung, die genau das tut, ,,abzumahnen“ Was sollen denn die Strafen sein, wenn Die Junge Freiheit weiterhin die Wahrheit schreibt? Verbot durch das Justizministerium? Durch Minister Maas? Oder greift die heîtspiehtschgesellschaft vom unhl. Antonius ein? Wo sind wir nur hingekommen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar