Finde den Fehler!

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Natürlich habe ich den Sonntagabend mit der Sendung NDR-Aktuell/Wahl verbracht. Bewaffnet mit Bleistift, um für jedes „Populistisch“ einen Strich zu machen. Mein Tipp (8 Treffer) wurde nicht mal erreicht. Andere schätzten > 100.

Der NDR war erstaunlich friedlich und katapultierte mutig die Grünen aus der Runde, obwohl beim zdf die Partei noch bei 5 % stand. Mutig! Ich wüsste nicht, dass jemals eine Partei aus dem Stand so viele Stimmen geholt hat. Das dumme Gebabbel hielt sich in Grenzen. Nur der Spitzenkandidat der Linken, Helmut Holter, fiel mit seinem wenig intelligenten Fratzen-Gebrabbel (hier ab 7:40) aus dem Rahmen. Diesen „Biedermann“ wollte ich in keiner Regierung. Wenn die LINKE so weiter macht, dann wird sie hoffentlich auch bald in der Versenkung verschwinden. Wer Rassismus und retroaktive Faschismusbekämpfung als das brennendste (vielleicht in Berlin?) Problem Deutschlands sieht, und in der Tschänderei einen großen Handlungsbedarf entdeckt – nee danke. Aber zum Elend der LINKEN habe ich mich schon hinlänglich ausgelassen. Die Sahra steht bald auf weiter Flur und die Koniferen Pau, die beiden Jans, Kipping, Bartsch, und andere fahren die Partei mit Volldampf in die Bedeutungslosigkeit.

Jetzt komme ich zu den Grünen, über deren Abflug ich mich am meisten gefreut habe. Ja, jetzt müssen einige wieder arbeiten gehen, aber ich bin überzeugt, dass in Stiftungen und anderen Organisationen Redegewandte mit der richtigen Gesinnung ein warmes Plätzchen finden werden. Bei 31:03 erklärt die Spitzenkandidatin Silke Gajek folgendes:

Wir haben für eine offene Gesellschaft geworben, für eine emanzipatorische Gesellschaft. … Wir sind zur Zeit in einer Demokratiekrise. … Wenn ich bedenke, dass wir 1989 auf die Straße gegangen sind, eben für Wahlfreiheit, Presse- und Meinungsfreiheit, aber auch für eine offene Gesellschaft – das war damals unser Credo – und jetzt kommt die AfD mit ihrem rechtspopulistischem Inhalt, die so rumhetzen und meckern, keine Lösung bringen, ist es natürlich unheimlich schwierig, für mich das auszuhalten.

Ich höre dieses Statement und greife mir spontan an den Kopf. Ist das weibliche Logik? Nein, das ist mittlerweile das Neusprechdenken, wie es Frau Reschke, Frau Hayali und viele, viele mehr praktizieren. Meinungsfreiheit gilt nur für die eigene Meinung, weil es die gute Meinung ist, alle anderen sind Hetzer und Motzer (im Laufe der Woche dazu mehr). Da fällt gar nicht mehr auf, wie das Klima der politischen Diskussion – die Debating Culture – … Stopp, die wurde ja schon vernichtet … dem Dritten Reich immer ähnlicher wird. Die AfD ist vielleicht eine liberale Spießbürgerpartei, aber sie in der Nähe der NSDAP zu verorten, ist reichlich abenteuerlich und strunzdumm, aber als Feindbild bestens geeignet. Manche merken nicht mal die Geschmacklosigkeit, wenn sie für das Motto Zivilcourage gegen Faschismus und Rassismus zeigen missbraucht werden. Zivilcourage aus der Komfortzone, Antifaschistischer Kampf von der Playstation aus, angeführt vom Sozialkundelehrer im Schlabberlook? Geht’s noch? Dann kommt auch das Wort Zivilcourage ins Spiel! Eine Frechheit gegenüber denen, die Zivilcourage in ihrem Leben gezeigt haben! Zivilcourage hat heute der, der es wagt, sich zu einer demokratischen Partei zu bekennen, die nicht die Liebe des Imperiums hat. Was da so in einer Woche passieren kann, haben die ScienceFiles mal gelistet. Zivilcourage bei Bettnässern!

… und jetzt lest nochmals das fett gedruckte Statement und findet den Fehler.

Quelle: altermannblog.de


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