Michael Winkler: Die Ratt-inn-en verlassen sinkende Schiffe

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Die Ratten – und die Rattinnen – verlassen sinkende Schiffe, heißt es. So überrascht mich die Meldung nicht, daß in der CDU die ersten Stimmen laut werden, die Ämter des Vorsitzenden und des Bundeskanzlers zu trennen. Angela Merkel hat der Partei genug geschadet, da sollte nun ein Anderer ran.

Allerdings gelten hier die Mikado-Regeln, wer sich zuerst bewegt, opfert sich für die gute Sache. Nur, leider, gibt es in der CDU keine Leute, die Wähler mitreißen könnten. CDU klingt nach Leuten, die am Steuer einer Limousine einen Hut aufhaben und ansonsten den Verkehr behindern. Die Begriffe „jung“ und „dynamisch“ verbindet niemand mit der CDU, und „neue Ideen“ schon gar nicht.

Ideen hat Merkel ihrer Partei gründlich abgewöhnt, mit Wahlprogrammen, die außer „Mitte“ und „Äintschie“ höchstens noch ein „fedidwgugl“ enthalten. Immerhin wäre ein neuer Parteivorsitzender ein Zeichen der Hoffnung, nicht für die CDU, aber für Deutschland. Nachdem Schröder nicht mehr SPD-Vorsitzender gewesen ist, war er auch nicht mehr lange Bundeskanzler.

Irgendwie ist mir LIGO nicht so ganz geheuer. Das sind nicht die beliebten Spielzeug-Bausteine, das ist ein Instrument, mit dem man angeblich Gravitationswellen messen kann. Das sind zwei rechtwinklig angeordnete, vier Kilometer lange Röhren, die sich beim Durchgang einer Gravitationswelle um einen Femtometer verkürzen, dem Durchmesser eines Protons.

Mit diesem Gerät kann man eine Position im Universum bestimmen, die 130 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Das behaupten jedenfalls die Anhänger eines gewissen Mr. Onestone. Nur so nebenbei erwähnt, mit der gesamten Erdumlaufbahn als Basis, also 300 Millionen Kilometer, kommt man mit Präzisionsmessungen keine tausend Lichtjahre weit. Dabei handelt es sich um Objekte, die deshalb Fixsterne heißen, weil sie schön stillhalten und auch noch nach hundert Jahren an Ort und Stelle sind.

Gravitationswellen dauern nur ein paar Sekunden. Viel mehr als „da war was“, kann man mit den Detektoren nicht feststellen. Dieses „Etwas“ einer „Kilonova“ zuzuordnen, gehört eher zur Welt der Gebrüder Grimm, eines Hans Christian Andersen oder einer Joanne K. Rowling. Dafür einen Physiknobelpreis zu vergeben, ist in etwa so sinnig, wie ein solcher für Daniel Radcliffe, weil dieser so überzeugend den Harry Potter dargestellt hat.

Den Kurden in Merkeldeutschland mißfällt es, daß die Kurden im Irak sich vor der irakischen Armee zurückziehen und Städte wie Kirkuk und Sindschar kampflos aufgeben. Ihrer Meinung nach soll das BRD-Regime die Kurden unterstützen, ihnen beispielsweise Waffen liefern. Aber das haben die Kurden in Deutschland selbst in der Hand gehabt.

Zu Zeiten der korantreuen Meuchelmuslime des Islamischen Staates hätte die Bundeswehr heimkehrwillige junge Kurden sicher gerne ausgebildet und mit Waffen ausgerüstet in die kurdischen Gebiete gebracht. Das G36 mag zwar nicht besonders präzise sein, für die arabische Kampftaktik, das Gewehr an den ausgestreckten Armen über dem Kopf grob in Richtung Feind halten und Feuerstöße abgeben, eignet es sich allemal.

Aber das wollten die kurdischen „Flüchtlinge“ damals nicht und heute erst recht nicht. Dort könnte ja jemand zurückschießen … Da bleibt man doch lieber in Deutschland und redet ganz eifrig über ein freies, unabhängiges Kurdistan.

Quelle: Michael Winkler

1 KOMMENTAR

  1. …ein neuer Parteivorsitzender ein Zeichen der Hoffnung, nicht für die CDU, aber für Deutschland ?
    Da kann die Olle sich doch lieber eine neue Perücke aufsetzen – ist billiger und die Auswirkungen auf Deutschland sind dieselben. Oder nach einer »Rundumerneuerung« – Wiederaufbau nannte man das früher in der DDR, wenn in die Jahre gekommene Fahrzeuge (so nach 10 Jahren…) erneuert wurden, damit sie noch weitere Jahre oder Jahrzehnte halten sollen…

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