Michael Winkler: Ein Europa der Völker

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Katalonien hat seine Unabhängigkeit erklärt, Spanien hat die Autonomie aufgekündigt und mobilisiert Truppen für den Einmarsch. Die Katalanen wollen in einer erneuten Volksabstimmung über ihren Anschluß an Rußland entscheiden. Nein, das sind keine Nachrichten, zumindest sind es noch keine Nachrichten. Jedenfalls sind die Spanier mal wieder so stolz wie im Sprichwort, das EU-Establishment schlägt sich auf die Seite der Etablierten und die Katalanen bleiben stur.

Das ist das Spiel der beiden hartgekochten Eier, die aufeinandertreffen. Danach ist eines kaputt – und am Ende werden beide aufgegessen. Jedenfalls sind die Regierungschefs der EU phantasielos und im Gestern verhaftet. Katalonien wird sich nicht Rußland anschließen, davon können wir ausgehen.

Aber was spricht gegen ein Europa der Völker? Ein Europa, in dem die Katalanen als eigenständig dazugehören, ein Europa, in dem Basken und Schotten ihren eigenen Staat haben, in dem sich Norditalien vom ungeliebten Süden abtrennt, in dem Tirol – ganz Tirol – ein eigener Staat ist? Flamen und Wallonen dürfen sich trennen, Brüssel erhält einen eigenen Status. Was spricht gegen ein Europa der Vielfalt? Doch nur die Engstirnigkeit und die Machtverliebtheit der Politiker!

„Merkeldeutschland ist kein Rechtsstaat. Es gibt keine unabhängige Justiz in Merkeldeutschland“, sagte Ilias Uyar, der Anwalt des „deutschen“ Schriftstellers Dogan Akhanli. Letzterer wurde in Spanien verhaftet, weil die Türkei ihren Landsmann zurückhaben wollte, um ihn wegen eines Raubüberfalls vor Gericht zu stellen. Obwohl, nein, Herr Uyar hat zwar recht, aber hat die Türkei gemeint. Die sei seiner Ansicht nach auch kein Rechtsstaat und habe keine unabhängige Justiz. Offenbar versucht die Türkei, sich an merkeldeutsche Verhältnisse anzupassen.

Ihre Majestät, Angela die Selbstherrliche, hat mit den Sondierungsgesprächen zu einer Jamaika-Chaolition begonnen. Wie wir wissen, ist Merkel egal, was dabei herauskommt, solange das Ergebnis ihr den Kanzler-Airbus sichert und sie sich weiterhin auf Weltreise begeben kann, wenn in Deutschland eine Krise auszubrechen droht. Geseehofert wird bei diesen Gesprächen natürlich auch, was für den Horst den Vorteil hat, daß es bei diesen Gesprächen nicht um seinen Rückzug und seinen Abschied aus der Politik geht. Wenn er aufs Tempo tritt, könnte es sogar sein, daß er die Gespräche sogar noch als CSU-Vorsitzender abschließen kann.

Der große Vorteil beim Freitagsgebet in einer deutschen Moschee besteht darin, daß es noch relativ wenige Moslems in diesem Land gibt. Dort, wo der Islam schon weiter verbreitet ist, wie beispielsweise in Afghanistan, kommt es durchaus vor, daß Mohammedaner zum Freitagsgebet erscheinen, um möglichst viele Gläubige zur Verherrlichung Allahs zu selbigem zu schicken. Dieses Gebetsrisiko hebt den Islam von allen anderen Religionen ab. Christliche Kirchen oder jüdische Synagogen sind dagegen geradezu langweilig. Beten als islamische Form des Russischen Roulettes, das ist noch mehr Nervenkitzel als ein Überraschungsei.

Quelle: Michael Winkler

1 KOMMENTAR

  1. Die BRD ist ein Staat, wo die christliche Nächstenliebe Realität ist. Man soll/muß nicht nur die Feinde von Deutschland lieben, sondern auch wenn Dir ein »Neu-Deutscher« auf die eine Wange haut, so soll(te) man ihm auch die andere hinhalten. Hier geht es nicht so brutal zu, wie in Russland…

    Volksstimme

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