Michael Winkler: Enden zusammenknüpfen

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Der alt gewordene Seehofers Horst wußte schon, warum er die Parteijugend in Erlangen nicht besuchte. Die jungen Leute hätten ihm, dem Fossil aus den Zeiten Helmut Kohls, den Ruhestand empfohlen. Seehofer ist schließlich 68 und hat weiß Gott genug Pensionen gesammelt, um einen auskömmlichen Lebensabend zu verbringen, trotz Alimente-Zahlungen.

Natürlich ist Seehofer nicht allein schuld am Wahldebakel der CSU vom 24. September. Merkel hat das Ergebnis zum größten Teil zu verantworten, aber die CDU hat kein Personal, um ihre Genossin Vorsitzende abzulösen, die CSU hingegen schon. Ein Blick auf den Fußball zeigt, wie das funktioniert: Seit Bayern München den Trainer ausgewechselt hat, sind die Ergebnisse signifikant besser.

Die sexuellen Übergriffe des Hollywood-Juden Harvey Weinstein haben ein neues Opfer gefunden: Oscar-Preisträger Kevin Spacey. Der ist zwar schwul, aber er wurde nicht von Weinstein belästigt, sondern er war es, der sich über die jungen Männer hermachte, die das Pech hatten, in seiner Nähe zu arbeiten. Wer in den Verarmten Staaten von Amerika seinen Job in der Filmbranche behalten will, muß offenbar Freiwild sein, ob nun Männchen oder Weibchen. Früher nannte man das Leibeigenschaft.

Wie war das jetzt mit Jamaika? Also, seit dem 24. September weiß man, daß es darauf hinauslaufen sollte. Also hat man erst mal Merkel gespielt und nichts getan, schließlich waren am 15. Oktober gleich wieder Wahlen. Dann hat man angefangen zu sondieren. Nach drei Wochen ist man beim „Schön, daß wir darüber geredet haben“ angelangt.

Merkel möchte irgendwelche Enden zusammenknüpfen. Dabei ist der Henkersknoten gar nicht so schwer, den habe ich damals bei der Bundeswehr gelernt. Jetzt schimpft die SPD darüber, daß die Unterhändler noch keine Ergebnisse zustande gebracht haben. Vielleicht sollten die in Nürnberg verhandeln. Dort gibt es ein neues Christkind, das könnte doch einen Koalitionsvertrag bescheren. Außer am 1. Dezember, da hat die junge Dame auf der Frauenkirche Besseres zu tun.

Was wären die Konsequenzen von Neuwahlen? Die AfD-Abtrünnigen fliegen aus dem Bundestag, das ist erst mal klar. Schafft es die CSU, ihren alt gewordenen Vorsitzenden noch vor diesen Wahlen auszuwechseln? Werden die Wähler berücksichtigen, daß Merkel bei der Regierungsbildung versagt hat? Muß die SPD büßen, daß sie die große Koalition verweigert hat? Wird die FDP abgestraft, weil sie zu viele Forderungen gestellt hat? Werden die Wähler die Widerborstigkeit der Grüninnen honorieren oder bestrafen?

Wir haben keine Erfahrung mit schnellen Neuwahlen, die würden das erste Mal in der BRD-Geschichte stattfinden. Wird Merkel als gescheiterte Kanzlerin angesehen oder gibt es einen Mitleidseffekt? Lassen wir uns überraschen!

Quelle: Michael Winkler

3 KOMMENTARE

  1. Weiß das Stimmvieh immer noch nicht das Wahlen in diesem Land bzw. NGO grundsätzlich bei Strafe ver-
    boten ist. Jeder der der sich dazu bekennt ist ein TÄTER. Leider kann man die Masse nicht dazu bringen
    sich ihren “ SCHLÄCHTER“ selbst auszusuchen.

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