Michael Winkler: Es geht nicht ums Ergebnis, sondern ums Prinzip

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„Breaking News“ – früher auch „Sondermeldung“ genannt:

Die Jamaika-Sondierungen gehen weiter.

Ach, das ist ein alter Hut? Stimmt. Wir wissen schließlich, daß es in der Politik keine Klügeren gibt, die auch mal nachgeben. Kompromisse? Nein! Nie und nimmer!

Andererseits, warum regeln die das nicht wie Erwachsene? Also in einer zünftigen Schlägerei? Weil Seehofer zu alt ist? Weil Merkel von allen verprügelt würde? Göring-Eckart mit blaugeschlagenen Augen? Lindner mit gebrochener Nase? Dann glauben wir Außenstehenden, daß sie wirklich hart und mit vollem Einsatz verhandelt haben.

Im Augenblick streiten sie sich um des Kaisers Bart. War der von Wilhelm I. oder der von Wilhelm II. schöner? Seehofer will seine 200.000er Obergrenze, und die Grüninnen sind dazu bereit, allerdings soll diese Obergrenze nicht „starr“, sondern „flexibel“ sein. Das kennen wir von der Richtgeschwindigkeit auf den Autobahnen. Die gewünschten 130 km/h hindern niemanden, schon mal mit 250 km/h loszudonnern.

Besser als die Richtgeschwindigkeit hilft der Verkehr und der merkelwürdige Zustand der Straßen im heruntergewirtschafteten Deutschland. Mit anderen Worten: Es geht bei den Verhandlungen nicht ums Ergebnis, sondern ums Prinzip. Der faule Kompromiß lautet übrigens: Seehofer bekommt seine 200.000er Obergrenze, und die Grüninnen lassen flexibel zwei Millionen Asylbetrüger ins Land.

Ich persönlich kann mich mit den 200.000 anfreunden. Nicht als Ober-, sondern als Untergrenze. Mindestens 200.000 Abschiebungen pro Jahr, und nach oben bin ich völlig flexibel. Sogar einen Moslem-Bonus befürworte ich, insofern, daß Mohammedaner bevorzugt in ihre Herkunftsländer rückgeführt werden. Auch für Minderjährige und Alleinreisende habe ich etwas übrig:

Die sollen im Rahmen der Familienzusammenführung ebenfalls bevorzugt zurückgeschickt werden. Vor allem nach Syrien, um das Land dort wiederaufzubauen. Und ja, auch Wiederaufbautürken dürfen sich für dieses Programm melden.

Quelle: Michael Winkler

2 KOMMENTARE

  1. Wenn schon eine OBERGRENZE von 200 000 dann wäre nach Adam Riese der Zuzug für die nächsten 20
    Jahre schon erreicht und zum Teil auch schon überschritten, also bis 2050 keine „Neusiedler“ mehr.
    So verstehe ich Herrn Seehofer.

  2. Vollkommen richtig und endlich mal die normale Regelung – ohne Pass krin Zuzug -. War doch schon immer so, ohne Pass kommste net rein. Und die Pässe auf Eichtheit prüfen und Geld weg, sie bekommen doch schließlich genug von uns.

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