Michael Winkler: Geisteshaltung wie im Kindergarten

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Also das geht gar nicht – das wollen wir unbedingt – hier ist eine rote Linie – das ist mit uns nicht zu machen. Na schön, im Kindergarten klingt das nicht ganz so wohlformuliert, aber es ist die gleiche Geisteshaltung, die bei den Jamaika-Verhandlungen zum Tragen kommt. Es geht nicht um Kompromisse, sondern um das Sich-Durchsetzen.

Die Generation Unreif, die sich dem Erwachsen-Werden verweigert hat, verhandelt über die vierte Merkelregierung. Dabei ist doch nur wichtig, daß die Kanzlerin ihren Airbus behält, ansonsten haben weder sie noch die Union Prinzipien und Ziele. Außer Seehofer, natürlich, aber der weiß, wenn er durch die Tür des Verhandlungsraums tritt, noch nicht, was er unbedingt haben will und was nicht.

Die deutsche Marine verfügt derzeit über kein einziges einsatzfähiges Unterseeboot. U35 hat vor Norwegen einen Felsen gerammt und sich damit außer Dienst genommen. Vier Boote liegen in Kiel, in der Werft, zwei weitere warten in Eckernförde, bis sie in die Werft dürfen. Im Juni 2018 soll das erste Unterseeboot wieder dienstbereit sein.

Warum Pfuschis Schrottwehr ein solches Problem hat? Es fehlen Ersatzteile. Und offenbar ein Karl Dönitz, der es im Zweiten Weltkrieg geschafft hat, trotz alliierter Luftangriffe und kriegsbedingter Knappheit mehr als hundert Boote gleichzeitig einsatzbereit zu halten.

„Herwart“ heißt der Sturm, der am Sonntag über Deutschland hinweggefegt ist. Die Deutsche Bahn AG hofft, daß am Montag wieder die meisten Züge fahren werden. Die Merkelbahn schafft es eben nicht, dem Wetter zu trotzen. Die Infrastruktur des Landes ist eben zu weit herabgewirtschaftet. Das sieht man auch an der A20, von Rostock nach Lübeck, bei der drei Spuren einfach weggesackt sind. Nun ja, eröffnet hat diese Autobahn eine gewisse Angela Merkel. Sollte man das einen Konstruktionsfehler nennen?

Sommerzeit – Winterzeit – die Umstellung sorgt für Unfälle, Verletzte und Tote. Sie ist folglich unsinnig. Fortschrittliche Staaten wie Rußland haben längst reagiert und die „ewige Sommerzeit“ eingeführt, also nicht mehr auf die Normalzeit umgestellt. Unsere Zeitzone, die Mitteleuropäische Zeit, entsprechend dem 15. Grad östlicher Länge, gilt nur an fünf der zwölf Monate des Jahres.

Die überbezahlten Pfötchenheber im merkeldeutschen Parlament verweigern Vernunftargumente mit dem Hinweis auf Europa. Nur vereinheitlicht ließe sich da etwas ändern. Die Polen sehen das anders. Dort sind Bestrebungen angelaufen, diesen Unsinn nur noch einmal mitzumachen und dann die ewige Sommerzeit zu belassen. Die dortigen Volksvertreter haben eben das Wohl des Volkes im Auge, nicht irgendwelche Abmachungen, die bloß auf dem Papier stehen, nur in Deutschland als in Stein gemeißelt betrachtet werden.

Quelle: Michael Winkler

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