Michael Winkler: Gerechtigkeit

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Der deutsche Ingenieur James Rober Liang wurde von einem US-Gericht wegen seiner Verwicklung in den VW-Abgas-Skandal zu 40 Monaten Gefängnis und 200.000 Dollar Strafe verurteilt. Der 63jährige Indonesier mit deutscher Staatsbürgerschaft hatte an der Entwicklung der manipulierten Motoren mitgearbeitet.

Als Ingenieur war er bloß der Ausführende, der auf Anweisung gehandelt hat. Die wirklich Schuldigen sitzen in der Vorstandsetage und im Aufsichtsrat, aber die sind, wie so oft, fein raus.

Ich kann mir bildlich vorstellen, wie ein Ingenieur widerspricht, daß die Abgasreinigung zu klein dimensioniert ist, und ein Buchhalter vorrechnet, wieviel günstiger es doch ist, die Motorkennung an den Prüfstandbetrieb anzupassen, statt für Sauberkeit im Alltagsverkehr zu sorgen. Der Buchhalter hat sich durchgesetzt, der Ingenieur muß ins Gefängnis. Die Welt nennt das vermutlich Gerechtigkeit.

Was mag wohl ein „godspot“ sein? So nennt die Evangelische Kirche in Merkeldeutschland das kostenlose WLAN in ihren Kirchen. Natürlich muß man beim Einwählen bestätigen, sich an die geltenden Gesetze und das Urheberrecht zu halten. Warum man ausgerechnet in einer Kirche über Gott spotten soll, sagen die Kirchenoberen leider nicht.

Und ihre Rechtschreibung ist einfach grauenhaft. Merkeldeutsch eben, statt gutes Deutsch. Eine Kirche, die an den Menschen vorbeiredet, ist eine besondere Aufmerksamkeit zum Martin-Luther-Jahr.

Warum sieht Frankreichs Emmanuel Macron so viel besser aus als Angela Merkel? Er hat in den ersten drei Monaten seiner Amtszeit 26.000 Euro für Schönheit ausgegeben, darin ist auch die Entlohnung für eine Visagistin enthalten. Sein Vorgänger Francois Hollande hatte pro Monat 10.000 Euro für einen Friseur ausgegeben. Und Angela Merkel? Bei der würden selbst 26.000 Euro pro Monat nichts bewirken.

Auf der einen Seite weine ich „indymedia.org“ keine Träne nach, da mir mißfallen hat, was die so gesagt haben. Auf der anderen Seite ist jede Stimme, die zum Verstummen gebracht wird, eine Stimme, die uns in Zukunft fehlen wird. Aus diesem Grund befürworte ich, daß die Seite wieder ans Netz geht – allerdings sollte sie der Gewalt abschwören.

Im Wettkampf der Ideen und Argumente sind sie mir willkommen. Falls Sie mit diesem Namen nichts anfangen können: Das war ein linkes Meinungsportal, das sich gerne als Dreckschleuder betätigt hat, gewissermaßen das Gegenstück zum „rechten“ altermedia.org.

Die Linken haben es übertrieben und sind vom Innenministerium hochgenommen worden – wobei das Innenministerium viel geduldiger gewesen ist als mit altermedia. Bei den Hausdurchsuchungen wurden diverse gefährliche Gegenstände aufgefunden, z.B. Butterfly-Messer. Die Waffen des Geistes haben bei den Linken offenbar nicht ausgereicht.

Quelle: Michael Winkler

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