Michael Winkler: Gerne auch im Namen Allahs

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Angela Merkel möchte keine Neuwahlen, hat sie gesagt. Oh, oh, da müssen die Umfragen ja richtig mies aussehen. Also die echten Umfragen, nicht das, was uns als Umfrageergebnisse untergejubelt wird. Liegt die AfD dort bei 20, 25 oder gar 30 Prozent? Wird die AfD so stark, daß selbst eine große Koalition nicht mehr möglich ist?

Mit solchen geheimgehaltenen Zahlen im Hintergrund, verstehe ich natürlich, wieso die SPD gerade umfällt. Die ersten Stimmen, die Merkels Rücktritt fordern, sind ja schon in der CDU laut geworden. Zwar nicht so laut wie diejenigen in der CSU, die Seehofers Abtritt fordern, aber für den braven, biederen Kanzlerwahlverein, zu dem Merkel die CDU degradiert hat, sind selbst solche ersten Stimmen beachtlich.

Amerikanische Unsitten greifen um sich. Aber nicht das, was in Hollywood gezeigt wird, wo gegen Terroristen eine kleine Truppe ausgesucht mordlustiger Spezialisten unter den Bösen mit geradezu chirurgischer Präzision gründlich aufräumt, sondern das reale Vorgehen: Luftwaffe schicken und bombardieren. Im Vertrauen auf Gott, der die Unschuldigen ganz sicher angemessen behandeln wird.

Okay, die Juden dürfen das, die haben sowohl den Hollywood-Unsinn als auch die realen Meuchel-Aktionen entworfen, weshalb Israel zu gerne bombardiert. Diesmal sind es die Ägypter, die Amerigauner spielen. Weil ein paar korantreue Muslime mindestens 300 Mohammedaner beim Gottesdienst zu Allah geschickt haben, hat nun die ägyptische Luftwaffe Angriffe geflogen.

Sieht ja auch gut aus, so ein Zielkreuz auf einem unscharfen Schwarz-Weiß-Bild, wo dann etwas genau im Ziel explodiert. Ob da alte Mülltonnen und ausrangierte Autowracks in die Luft gejagt werden, erkennen bestenfalls Fachleute der militärischen Luftbildauswertung. Dem staunenden Publikum kann man da ganz beruhigt sagen, man habe Terroristen bekämpft. Gerne auch im Namen Allahs.

Vor Libyen sind Boote mit 200 Menschen an Bord in Seenot geraten und nicht alle haben es überlebt. Nun gut, ich bin einverstanden. Gebt den Ertrunkenen einen Darwin-Award! Wenn ich auf einen Fernsehturm steige und von dort aus runterspringe, kritisiert doch auch niemand die Feuerwehr, daß sie nicht ausgerückt ist, um mich zu retten. Wenn aber irgendwelche Leute sich nach Libyen durchschlagen und dort für viel Geld einen Platz in einem Boot erwerben, das selbst mit dem Wellengang in einem mittelprächtigen Baggersee seine Schwierigkeiten hat, dann sind sie selbst schuld, wenn sie damit aufs Mittelmeer hinausfahren.

Daran sind nicht wir schuld, nicht einmal mein lange verstorbener Opa, der damals Hitler gewählt hat. Wer soviel Energie für seinen Selbstmord verwendet, dem muß es auch gestattet sein, bei solchen Spielereien umzukommen. Das ist nicht menschenverachtend, wie ebenso gerne wie saublöd formuliert wird, sondern das Gegenteil: die Achtung des freien Willens.

Ja, liebe Afrikaner, Ihr habt das Recht, Euch im Mittelmeer zu ersäufen. Und, liebe Muselmanen, wenn Allah wirklich möchte, daß Ihr alle nach Europa kommt, wird er solche Schlauchboote gerne in fliegende Teppiche verwandeln.

Kennen wir das nicht? Ach nein, noch kennen wir das nicht. Gehört haben wir das schon mal, und wir werden es wieder hören.

Quelle: Michael Winkler

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