Michael Winkler: Hexenprozesse

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Heute ohne Merkel und Komplizen.

Meine Lieblingsbaustelle existiert noch immer, heute habe ich dort zweimal zwei Arbeiter gesehen, nicht auf einem Haufen, sondern in einigem Abstand voneinander. Einen richtigen Fortschritt habe ich nicht beobachtet, aber ich muß schließlich bei der Vorbeifahrt auf den Verkehr achten. So, wie die Arbeiten voranschreiten, gehe ich davon aus, daß die bis Weihnachten zu tun haben.

Sie lesen richtig, die Berufungsverhandlung am Landgericht ist in vier Monaten angesetzt. Einem solchen Termin entnehme ich, daß sogar die Justizbehörden mit beschränkter Haftung in Würzburg mit Arbeit eingedeckt sind, es die Rachejustiz des totalen Merkelstaates jedoch erfordert, als willige Handlanger der Michalskys dieser Welt zu fungieren. Wir sollen uns immer darüber wundern, wieso unsere Eltern und Großeltern einen Hitler zugelassen haben, dabei erleben wir gerade, wie die ach so großartigen Antifaschisten eine Merkel zulassen.

Türken, die einen merkeldeutschen Reisepaß erlangt haben, sind furchtbar wichtig, wenn sie irgendwo im Ausland, auch in der Türkei, wegen ihrer Meinungsäußerungen Schwierigkeiten bekommen. Daß dieses Regime Deutsche in Inland wegen abweichender Meinungen mit Hexenprozessen überzieht, fällt dabei wohlwollend unter den Tisch.

Persönlich finde ich es interessant, daß die Rachejustizbehörden mbH in Würzburg es schaffen, als Handlanger für Denunzianten zwei Prozeßtermine anzusetzen, aber bisher nicht in der Lage waren, eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 21. April 2017 umzusetzen. Das liegt ganz sicher daran, daß die Rachejustiz in diesem Fall nicht gewonnen hat, also ihre Verblendung zugeben und den Fall zu meinen Gunsten schließen muß. Natürlich gehört eine gefestigte Persönlichkeit dazu, solche Fehler einzugestehen, wie es aussieht, gibt es solche Persönlichkeiten bei den Rachejustizbehörden mbH in Würzburg offenbar nicht.

Ptolemäus war ein großartiger Astronom, jedoch hatte das von ihm entworfene Weltbild ein paar Fehler. Galen war ein großartiger Arzt, nur eben gute tausend Jahre das Maß aller Dinge, das den Fortschritt der Medizin verhindert hat. Wir lächeln heute wissend, wenn in einem Film Gelehrte mit der Bibel argumentieren, um Ptolemäus zu verteidigen.

Ihre damaligen Kollegen haben wunderbare Erklärungen für die Epizyklen gefunden, haben genau gewußt, warum Planeten am Himmel Haken schlagen. Der Nachfolger des Ptolemäus ist ein Albert Onestone, dessen Name in jeder Dokumentation über Physik unbedingt fallen muß. Mr. Onestone hat in seiner Zusammenschau ein Weltbild in den mathematischen Gleichungen jener Kollegen gefunden, bei denen er seine Ideen abgeschrieben hat. Die Epizyklen heißen heute „dunkle Materie“ und „dunkle Energie“, der Gott der Bibel findet sich im Urknall wieder.

Ein Detektor namens LIGO gleicht dem Versuch, mit zwei Zahnstochern und einem Opernglas die Fußstapfen der Apolloastronauten auf dem Mond zu vermessen. Jede einzelne Vorhersage, wie sich etwas im Weltall verhält, erweist sich im Experiment als vollkommen falsch. Folglich verbessert man das mathematische Modell, fügt ein paar weitere Epizyklen ein, anstatt sich mit Physik zu beschäftigen.

Der berühmte Mr. Onestone hat absolut nichts erfunden, was Sie im täglichen Leben benutzen. Auch nicht das Navi Ihres Autos, das hätte man wunderbar ohne ihn bauen können. Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied zum Mittelalter:

Damals waren die Gelehrten unter sich geblieben, heute bekommen wir von denen wunderbare Bilder und Filmchen gezeigt, wie das mit den Epizyklen so funktioniert. Es gibt keine Nahaufnahmen eines Schwarzen Loches, alle Bilder von Exoplaneten sind nichts anderes als die heutigen künstlerischen Vorstellungen des Turmbaus zu Babel. Wir haben nie einen Neutronenstern gesehen, geschweige denn einen Pulsar. Verschmelzende Schwarze Löcher sind nichts weiter als die Einbildung irgendwelcher Theoretiker, und „Gravitationswellen“ sind nicht wirklich nachgewiesen, da die Detektoren absolut unfähig sind, deren Ursprung festzustellen.

Wir haben das Denken des Mittelalters nicht wirklich hinter uns gelassen, wir haben uns nicht wirklich entwickelt. Wir haben nur andere Dogmen als damals, statt der jungfräulichen Empfängnis glauben wir an Sankt Holograus. Statt der physischen Folter wird die psychische Folter angewandt. Sogar die Mächtigen von heute sehen genauso auf das gemeine Volk herab, wie die Mächtigen jener Zeit.

Quelle: Michael Winkler

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