Michael Winkler: Ihr alle seid die Ursache, beschwert Euch nicht über die Wirkung

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Heute war es auf dem Würzburger Stadtring etwas ruhiger, deshalb habe ich mit dem Tacho meine Lieblingsbaustelle vermessen. Es sind tatsächlich 300 Meter! Die aktive Zone, in der gelegentlich gearbeitet wird, ist höchstens 25 Meter lang. Arbeiter habe ich heute keine gesehen. Ist ja klar, es hat geregnet, da will man doch keinen Bauarbeiter vor die Tür jagen. Und außerdem war Mittagspause. Im Zweifelsfall ist immer Pause, Frühstückspause, Mittagspause, Brotzeitpause, Five o’clock Tea, NATO-Pause …

Jedenfalls geht es voran, zwar nicht erkennbar, aber ganz bestimmt. Länger als ein paar Jahre halten sich Straßenbaustellen selten.

Im Internet findet sich wieder der „Wahl-O-Mat“, ein Programm, das anhand diverser Parteithesen die Gesinnung des Nutzers prüft und anschließend eine Wahlempfehlung gibt. Ob das Programm die Daten der Benutzer sammelt und bei zu eindeutigem Ergebnis ein SEK in Marsch setzt, ist nicht bekannt.

Ansonsten ist das Programm reiner Unsinn. Wir haben oft genug erlebt, daß Wahlkampfthesen und Wahlversprechen am Wahltag mit dem Schließen der Wahllokale null und nichtig sind. Kein Politiker ist an das gebunden, was er oder seine Partei vor der Wahl versprochen haben. Was wirklich passieren soll, wird in den Koalitionsverhandlungen festgelegt, dort, wo die Politiker unter sich sind und kein Wähler stört.

Es ist übrigens ganz einfach, einen analogen Wahl-O-Maten zu basteln. Klauen Sie Ihrer Tochter einen Würfel aus deren Mensch-Ärgere-Dich-Nicht. Bekleben Sie jede der sechs Seiten mit einem kleinen Etikett, auf das Sie zuvor AfD schreiben. Würfeln Sie dreimal nacheinander. Wenn der Würfel so unentwegt AfD empfiehlt, sollten Sie sich daran halten. Entfernen Sie die Etiketten und legen Sie den Würfel zurück, das erhält den Haussegen.

Sigmar das Pack Gabriel wirft Angela Merkel vor, sie trüge eine Mitschuld am Erfolg der AfD. Natürlich hat die alternativlose Rautenkanzlerin mit ihren die Augen beleidigenden Hosenanzügen Mitschuld am Erfolg der AfD. Sie und ihre Komplizen, heißen sie nun Schäuble oder Gabriel, de Maizière oder Maas. Würden diese Leute ihrem Amtseid folgen, würden sich CDU, CSU, SPD, FDP, Grüninnen und Linke um das Wohl des deutschen Volkes sorgen, bräuchten wir keine Alternative für Deutschland.

Die Wähler als Pack bezeichnen, ständig an der Steuerschraube drehen, um das Geld anschließend für Unsinn zu verpulvern, ein Zensurgesetz nach dem anderen erlassen und unter Sicherheit nur noch mehr Überwachung verstehen, das kommt nicht mehr bei allen Wählern gut an. Und ja, Sigmar, Du hast recht. Ihr alle seid die Ursache, nun beschwert Euch nicht über die Wirkung.

Den Bundestag nur alle fünf Jahre wählen? So, wie es bei vielen Landtagen der Fall ist? Die Abgeordneten sind dafür. Schließlich unterbrechen Wahlen die angenehmen Seiten des Daseins, die eigene Bereicherung mit allen Mitteln. Wer länger im Amt ist, kann deutlich mehr Unfug anstellen.

In der Antike hatte man andere Modelle. Dem römischen Senat gehörte man auf Lebenszeit an, die Ämter wurden jedoch jährlich neu besetzt. Die Römer müssen sehr fähige Leute gewesen sein, bei heutigen Ministern gewinnt man den Eindruck, daß sie das erste halbe Jahr im Amt dafür benötigen, um sich den Weg zur Ministertoilette einzuprägen. Bei den Griechen in Athen wurden alle Ämter verlost, da hat ein Schreiner am Morgen zufällig per Aushang erfahren, daß er am Nachmittag als Richter einen Prozeß leiten soll. Beides hat wunderbar funktioniert, viel länger als dieser totale Merkelstaat.

Quelle: Michael Winkler

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