Michael Winkler: Lachnummer Nobelpreis

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Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht wieder einmal in die Verarmten Staaten von Amerika. Und der Empfänger heißt auch noch Richard Failure. Zumindest habe ich den Namen so verstanden, tatsächlich heißt er Thaler.

Der Mann hat den obersten Kriegsherrn Obama beraten, jenen Präsidenten, der so viele Staatsschulden angehäuft hat, wie alle seine Vorgänger zusammen. Ich weiß natürlich nicht, wie ernst dieser Nobelpreis gemeint ist. Der Friedensnobelpreis an den Drohnenmörder Obama war schließlich ebenfalls Satire auf hohem Niveau. Jedenfalls sind Wirtschafts-Nobelpreise an Professoren, die völlig unfähig sind, die Wirtschaft ihres eigenen Landes zu sanieren, eine weltweite Lachnummer.

Wozu sind eigentlich Menschenrechtspreise da? Damit werden Leute ausgezeichnet, die von unbeliebten Regimen ins Gefängnis geworfen wurden. Jüngster Empfänger des Menschenrechtspreises der Parlamentarischen Versammlung des Europarats ist ein türkischer Verfassungsrichter, dessen Verdienst um die Menschenrechte darin besteht, daß er von der türkischen Regierung ins Gefängnis gesteckt worden ist. Insofern wären Menschenrechtspreise für Ursula Haverbeck oder Horst Mahler ebenso gerechtfertigt. Das Regime Merkel ist ohne Zweifel unbeliebt genug dafür.

Seehofer verkauft den wachsweichen Kompromiß, bei dem er Merkel in allen Punkten nachgegeben hat, als persönlichen Erfolg. Das muß er auch, denn die CSU ist mit ihrem Noch-Vorsitzenden alles andere als glücklich. Parteiintern wächst die Unzufriedenheit, der Ruf nach einer neuen Spitze. Seehofer ist, genau wie Merkel und Schäuble, ein Relikt aus dem vergangenen Jahrhundert, ein Ex-Minister aus der Ära Kohls, aus Bonner Tagen. Auch wenn die CSU sich als konservativ betrachtet, sollte sie endlich den Schritt in die Neuzeit wagen und sich von Ewiggestrigen trennen.

Quelle: Michael Winkler

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