Michael Winkler: Ruhestand heißt, keine Pflichttermine mehr

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Prinz Philip, der Ehemann der Queen, geht in den Ruhestand. Mit 96 Jahren hat er die Altersvoraussetzungen erfüllt. Ruhestand heißt, keine Pflichttermine mehr. Hin und wieder dürfte er an der Seite seiner Frau trotzdem zu sehen sein. Die Königin könnte theoretisch ebenfalls in den Ruhestand, sie hält inzwischen sämtliche Rekorde bezüglich ihrer Amtszeit. Entweder hat sie ein entsprechendes Pflichtbewußtsein, oder es macht ihr Spaß, oder sie traut Prinz Charles die Nachfolge (noch) nicht zu.

Eine Wette auf den Tod des Amtsinhabers geht oft genug schief. Im Mittelalter konnte sich das Würzburger Domkapitel nicht auf einen Nachfolger als Fürstbischof einigen. Folglich wählte man einen salomonischen Kompromiß: Philipp von Scherenberg, mit 65 der älteste Angehörige des Domkapitels. Zur damaligen Zeit hatte er sein Haltbarkeitsdatum damit deutlich überschritten, die Domkapitulare haben damit gerechnet, in ein paar Monaten wieder einen Nachfolger zu wählen, auf den man sich bis dahin einigen würde. Fürstbischof Scherenberg wurde jedoch 93 Jahre alt – und hat alle, die ihn als Kurzzeitlösung gewählt haben, überlebt. Ich bin gespannt, ob der amtierende Papst vor dem emeritierten Papst zu seinem Chef bestellt wird.

Berlin hat einen „Dieselgipfel“ abgehalten. Dieser sollte zunächst im Verkehrsministerium stattfinden, doch davor hatte sich die Demokratie versammelt. Um „aus Sicherheitsgründen“ den Bürgerprotesten zu entgehen, wurde die Veranstaltung ins Innenministerium umdirigiert. Dabei waren gar nicht die Schläger der Antifa aufmarschiert, kein Schwarzer Block zu sehen, nicht mal die Merkeljugend, nur ein paar Umweltorganisationen. Darunter Grünpiß, die auch gleich dem Verkehrsminister aufs Ministeriumsdach gestiegen sind. Jedenfalls hat der Gipfel beschlossen, daß fünf Millionen Dieselfahrzeuge eine neue Software eingespielt bekommen, die dafür sorgt, daß die Autos weniger Schadstoffe ausstoßen.

Mir ist durchaus bekannt, was Software zu leisten vermag. Ja, die Programme können bis zu einem gewissen Grad Unzulänglichkeiten der Hardware ausgleichen, allerdings hat das in der Regel seinen Preis. Wenn die Software so nahe wie möglich an die Bedingungen heransteuern soll, die auf dem Prüfstand herrschen – also dort, wo die Abgaswerte so großartig ausgefallen sind – dann geht das über eine Leistungsbegrenzung, eine Abregelung auf die Solldrehzahl. Oh, der Diesel hält trotzdem gut mit, nur die „Freude am Fahren“ wird geringer. Und beim Spitznamen „Heizöl-Ferrari“ sollte man das „Ferrari“ durch einen langsameren Fahrzeugtyp ersetzen. Ein „Heizöl-Trabbi“ wird trotzdem nicht daraus.

Bis 2030 gehen angeblich mehr als 40 Prozent der Richter und Staatsanwälte in den Ruhestand. Der Nachwuchs fehlt, die Justiz ist überlastet. Behauptet wenigstens die Justiz. Deshalb werden immer mehr Verfahren zum Nachteil der deutschen Opfer eingestellt. So wird ganz unauffällig der Bonus für Migrationshintergrund umgesetzt, kommen Vergewaltiger und Messerstecher frei, allerdings nur, wenn es keine Deutschen sind. Nach meinen persönlichen Beobachtungen ist die Staatsanwaltschaft Würzburg jedoch eindeutig überbesetzt und unterbeschäftigt. Ich gehe davon aus, daß dies auch bei anderen Staatsanwaltschaften der Fall ist, mithin nur gejammert wird, um weniger arbeiten zu müssen.

Quelle: Michael Winkler

1 KOMMENTAR

  1. Ob Phillip in Ruhe geht stört mich nicht und wenn alle Richter in den Ruhestand gehen nach dem HGB
    sind sie sowieso nutzlos. Wahlen worauf sich alle stürzen sind doch nach dem HGB witzlos un unnötig,
    das Geld für die Parasiten kann man sich auch sparen.Ohne RE- GIER- ung lebt es sich besser.

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