Michael Winkler: Schweinepriester

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Die deutsche Sprache verfügt über ganz eigenartige Konstruktionen. Der „Deutschtürke“ geht uns ganz selbstverständlich über die Lippen, inzwischen sind auch „Deutschsyrer“ im Kommen. Bei diesen Spezies handelt es sich zumeist um Menschen, die in Merkeldeutschland Hartz IV beziehen und hin und wieder kurze Sätze in Deutsch sagen können, beispielsweise „Isch disch Messer!“ oder „Du Nazi!“.

Die Deutschamerikaner hingegen sind Menschen deutscher Abstammung, die in den USA leben. Deutschrussen waren früher Rußlanddeutsche, die in der alten Heimat dieses Prädikat angehängt bekommen haben. Auffällig ist, daß es keine „Schwedischtürken“ oder „Holländersyrer“ gibt. Offenbar sind die anderen Länder auf der Welt nicht so eingemeindungsfreundlich wie die merkeldeutschen Wahrheitsmedien. Ganz nebenbei:

Das „Deutschtürke“ hat die gleiche Aussagequalität wie „Schweinepriester“. Mir ist jedenfalls keine Kirche oder Glaubensrichtung bekannt, die Schweine zu Priestern weiht.

US-Präsident Trump hat Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Na, da freuen sich die Juden aber und geloben ewige Dankbarkeit. Also mindestens bis morgen, wenn Zeitungen, die zufällig in jüdischem Besitz sind, wieder gegen Trump hetzen werden. Der Freistaat Bayern ist noch nicht soweit, der will zwar am 1. Januar eine Niederlassung in Israel eröffnen, aber in Tel Aviv. Früher hatte Bayern einen Botschafter beim Vatikan, demnächst einen Vertreter in Tel Aviv. Das Gottesbild hat sich eben gewandelt.

Jerusalem oder Tel Aviv? Bei der Gründung des heutigen Judenstaates hatten die Juden gerade den Westteil Jerusalems erobert, der Ostteil gehörte noch zu Jordanien. Tel Aviv ist eine Gründung jüdischer Einwanderer im 20. Jahrhundert und wurde als Hauptstadt auserkoren, gerade weil es eine so moderne Stadt gewesen war.

Im Sechstagekrieg des Jahres 1967 hat Israel Ostjerusalem und das Gebiet bis zum Jordan besetzt. Das vormals jordanische Gebiet, die „Westbank“ (das Westufer des Jordans) wurde in der Folgezeit palästinensisch. Die Palästinenser sehen Ostjerusalem als ihre Hauptstadt an, die Juden möchten den ganzen Kuchen für sich.

Womit wir mitten in diesem Völkergemisch angekommen sind. Vor 2.000 Jahren waren die Juden eine semitische Volksgruppe, die sich im ganzen Römischen Reich ausbreitete. Freiwillig, aus geschäftlichen Gründen.

Der Aufstand, bei dem der Tempel in Jerusalem geplündert wurde, erfolgte erst Jahrzehnte später. Die Römer haben zwar die Rebellen niedergemetzelt und den Tempel des Herodes zerstört, jedoch die Juden nicht aus der Provinz Judäa vertrieben. Die dort verbliebenen Juden wurden zeitweise Christen, später Mohammedaner.

Die Palästinenser sind Nachkommen standorttreuer semitischer Juden, die irgendwann zum Islam übergetreten sind. Dank ihrer jüdischen Herkunft hätten sie ein historisch begründetes Anrecht auf Jerusalem. Die heutigen Juden sind Zuwanderer, deren Hauptteil erst nach 1945 angekommen ist.

Wie dünn das semitische Blut nach Jahrhunderten in der Fremde geworden ist, kann man nur vermuten. Jedenfalls gibt es seit dieser Einwanderung in Palästina fortwährende Unruhen und ständiges Blutvergießen. Einen guten Ruf hat sich Israel damit auf der Welt nicht erworben.

Quelle: Michael Winkler

2 KOMMENTARE

  1. wird die israelitische (jüdische?, es gab ja immerhin 12 Stämme) Abstammung der Palästinenser in irgendeiner Form nachgewiesen? Heute kann man über DNA doch so viel erkennen. Nun, nur ca 6 % der Juden haben wirklich eine indigene Abstammung des alten semitischen Volkes. Der Rest setzt sich aus Khasaren zusammen. Khasaren kann man googeln.Zumindest könnte man begründet dem eigentlichen Problem näherrücken.
    Wir man aber nicht, da das Recht immer da steht, wo die Waffen sind und bei denen, die die Meinungshoheit haben.

  2. Die Verwandtschaftsverhältnisse sind falsch. Die Palästinenser sind keine Nachkommen von Juden, sondern von Semiten, bzw. einem semitischen Volk. Das wurde verwechselt. Es gab damals mehrere semitische Völker, nicht nur die Juden/Israelis/Hebräer. Das ist eine Folge der jüdischen Sprachverwirrung, das die Meisten denken, Semiten waren/sind nur Juden/Israelis. In Wirklichkeit ist es umgekehrt. Geschätzt ca. 80 der heutigen Juden gar nicht rein semitischer Abstammung, sondern stammen von den sog. Ostjuden ab.

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