Michael Winkler: Totengräber der deutschen Sozialdemokratie

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Martin Schulz, ehemals Messias der SPD, ist ein Mann, der das Wort NEIN groß schreibt. Dafür genügen ihm die Buchstaben J und A.

Ihn deshalb als Totengräber der deutschen Sozialdemokratie zu bezeichnen, ist stark übertrieben, es gibt schließlich auch ein Leben unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Das kennen wir von einer anderen alten und ehemals großen Partei, dem Zentrum. Das war nicht nur wie heute die CDU die Mitte, sondern geradezu das Herz der Mitte. Auch wenn diese Partei heute kaum noch jemand kennt, es gibt sie weiterhin.

Die Verliererbande hat sich auf Kosten der Bürger dieses Landes geeinigt, ihre Pöstchen zu behalten. Nach langen, zähen Verhandlungen haben sie den Weg der faulsten Kompromisse gefunden, ein „Weiter so!“, das als neuer Kurs verkauft werden soll. Dem Zwangsbündnis der Wahlverlierer ist das gelungen, was so vielen Abnehmwilligen in Merkeldeutschland vorschwebt:

Sie haben ihr Gewicht um ein Drittel reduziert, von vormals 80 Prozent auf nunmehr 53,5 Prozent.

Was als großer Erfolg der Verhandlungen verkündet wird, schrumpft allerdings bei näherer Betrachtung auf die Bastelei einiger Vorgartenzwerge zusammen:

Bei der Krankenkasse sollen die Beiträge wieder paritätisch entrichtet werden, also von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in gleicher Höhe. Hatten wir schon, die Abschaffung wurde damals „Reform“ genannt. Diese Änderung wurde nötig, damit die Wähler nicht ganz so schnell an ihren Beiträgen erkennen, welche Defizite die Asylbetrüger in den Krankenkassen anrichten.

Das Rentenniveau soll bis 2025 auf 48 Prozent festgeschrieben werden. Klasse, die Ursache der Altersarmut bleibt uns demnach erhalten.

Nur noch 180.000 bis 220.000 „Flüchtlinge“ sollen pro Jahr ins Land gelassen werden. Kommet also alle, die ihr mühselig und beladen seid, so genau wird da keiner mitzählen. Wer „subsidiären Schutz“ genießt, sich also widerrechtlich in Merkeldeutschland aufhält, darf seine Familie nachholen, auch wenn es nur 1.000 Fälle pro Monat sein sollen. 50.000 wären mir lieber gewesen, allerdings Rückführungen pro Monat. Alles andere fällt unter weiter so.

Außerdem sollen die Steuern nicht erhöht werden. Ach ja? Die Regierung weist angeblich Haushaltsüberschüsse aus, da müssen wir wirklich froh sein, daß die Steuern nicht erhöht werden.

Laut Seehofer soll die Regierung bis Ostern stehen. Da trifft es sich gut, daß der Ostersonntag dieses Jahr auf den 1. April fällt. Die Regierung Merkel IV wird ein Aprilscherz … Danke, Horst, darauf wäre ich ohne Dich nicht gekommen.

Bis dahin muß die SPD noch einen Parteitag abhalten, dann folgen Koalitionsverhandlungen. Der Kanzlerwahlverein CDU hat das nicht nötig. Über den Koalitionsvertrag und damit den Weg in die Splitterpartei dürfen anschließend noch die SPD-Mitglieder abstimmen. Beim Kanzlerwahlverein CDU ist das ebenfalls unnötig.

Anschließend darf die Merkel-Diktatur fortgesetzt werden. Avanti, Dilettanti!, hat Stoiber mal gesagt. Drei Parteien, die um ihre Macht fürchten und um das letzte bißchen Profil, werden sich dabei öfter im Weg stehen als gegenseitig unterstützen. Dagegen werden die letzten Jahre Kohl als Ausbund an Reformen und Zukunftseuphorie aussehen. Es gibt jedoch einen großen Unterschied:

Damals standen mit SPD und Grüninnen Alternativen bereit. Was sich heute als „demokratische Parteien“ beweihräuchert, hat bestenfalls andere Gesichter für den Fortgang des Schwachsinns zu bieten.

In Bayern sind diesen Herbst Landtagswahlen. Dann wollen die Grüninnen mitregieren. Und die Freien Wähler, die wollen ebenfalls mitregieren. Bei der FDP bin ich mir fast sicher, daß die gerne mitregieren möchten, und ganz nebenbei, die CSU will natürlich auch mitregieren. Was die SPD will, kann ich leider nicht sagen, da kommt womöglich ein NEIN von Martin Schulz.

Jedenfalls müssen möglichst viele Bürger AfD wählen, um die ganzen Mitregierungs-Wünsche zu erfüllen. Bei 40 plus X für die AfD gibt es eine Allparteien-Regierung gegen die AfD, und dann sind bestimmt alle zufrieden. Daraus folgt: gute Demokraten wählen AfD!

Quelle: Michael Winkler

1 KOMMENTAR

  1. Man sollte nicht vergessen, das in diesem Jahr das wichtigste Land auf der Welt mit dem wichtigsten und auserwählten Volk auf Erden 70-jähriges Jubiläum feiern wird und will. Es würde mich nicht wundern, wenn auch die Deutschen dazu eingeladen sind – natürlich nicht um mit zu feiern, sondern nur um paar teure Geschenke abzuliefern. Vielleicht wünscht es sich aber auch nur, das man ihm endlich den Iran zu Füßen legt…

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