RA Lutz Schaefer: Vom Grauen durchgeschüttelt

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12. Januar 2018, liebe Leser,

es ist kaum zu glauben, dennoch: Auch ich alter und durchaus abgebrühter Knochen wurde innerhalb der letzten zwei Tage vom Grauen durchgeschüttelt! Durchgeschüttelt ob der Idiotie des Volkes (zu diesem Begriff komme ich gleich) und der damit verbundenen Selbstzerstörung, der Reihe nach und langsam:

– „Die deutsche Wirtschaft brummt, die Steuereinnahmen sprudeln, der Staat schwimmt im Geld“, u.ä. Schlagzeilen mehr.

Der „Staat“, also das Volk, schwimmt in Geld? Ne, aber da kommt gleich mehr, vorab:

Der „Staat“ schwimmt im Geld, während die Menschen zunehmend verarmen, nun, das ist genau das Prinzip, nicht nur des „Staates“, sondern auch der Physik und sonstiger sogenannten Wissenschaften, denn es verschwindet nichts, es wird nur umgewandelt oder wechselt den Aufenthaltsort, dies i.d.R. mit Schaden verbunden!

Die Geldpolitik der EU, weitgehend mitgetragen von den einzelnen Mitgliedsstaaten, enteignet die Bürger, lässt sie verarmen, sie werden also nach strafrechtlichen Gesichtspunkten knallhart betrogen. Das so veruntreute Geld der Bürger wandert nun als Gewinn und Sinnbild einer „stabilen Politik der Länder und der EU“ in die Staatshaushalte …, Leute, wann hört ihr es endlich knallen??!

– Hier ein weiteres Beispiel für die absolute Verelendung Deutschlands, so niedrig und widerwärtig agiert kein Land der zivilisierten Welt:

„Alleinerziehende Mutter soll beim Jugendamt auflisten, wo und wie oft sie Sex hatte“

Die junge Frau wollte und konnte keine näheren Angaben zum Vater ihres Kindes machen (Wohnort usw.), aber lesen Sie diesen Beitrag nach, das Grauen überkommt einen spätestens dann, wenn man sich das Procedere zum Thema „Flüchtlinge oder besser Zuwanderer oder besser Asylbewerber oder besser Schutzsuchende oder besser Migranten oder noch besser Invasoren“ betrachtet!

Nix Genaues weiß man da zwar auch nicht, aber allein das reicht auch schon zur Vollversorgung, nicht wahr? Man kann diese Verbrechen am deutschen Volk nicht oft genug beim Namen nennen, auch wenn dies ausdrücklich verboten ist.

– „Union und SPD erklären die Flüchtlingskrise für beendet“

Alles klar, das ist sie wohl auch, denn nun haben wir ja eine Migrationskrise!! Unterschlagen wurde allerdings, daß dadurch auch die „Deutschen-Krise“ demnächst beendet sein wird, die Anzeichen hierfür sind durchaus günstig und positiv zu werten.

Ebenso wurde unterschlagen, daß Union und SPD das zunehmende Abdriften des Mondes von der Erde für beendet erklärt haben, da dies eine sehr negative Auswirkung für das Erdengeschehen mit sich bringt.

Eine diesbezügliche Unterlassungserklärung ist per gelbem Brief bereits an den Mann im Mond unterwegs, der Postlauf ist derzeit zwar noch nicht ganz geklärt, ebenso nicht der korrekte Empfänger, aber irgendein Briefkasten wird auch dort schon vorhanden sein und das reicht allemal für eine „gültige“ Zustellung!

Kommen wir also zum Begriff „Volk“, es gibt verschiedene Interpretationen hierzu. Generell versteht man darunter eine homogene Masse von Menschen, welche dieselben Interessen verfolgen, demselben Kulturkreis angehören, eine Sprache pflegen usw., die Literatur hierzu ist nahezu unerschöpflich, der Tenor aber stets konsequent und klar, nämlich nicht „aufweichbar“.

Hier eine Unterbrechung:

Nun bekommen wir also eine neue Groko, wir bekommen somit das Ende Deutschlands.

Nun könnte z.B. das „Volk“ als letztes Mittel Klage erheben, vertreten durch einen Rechtsanwalt (pardon: Rechtsanwältin), hinter der Tausende oder Millionen von Bürgern stehen, nämlich Klage gegen eine Frau Merkel auf „Unterlassung“ der „Volks“-Schädigung o.ä..

Abgesehen von der Frage, ob es einen solchen Tatbestand überhaupt gibt, ist vorher stets nach dem richtigen Kläger und dem richtigen Beklagten zu suchen.

Machen wir also eine Unterschriftenaktion und bekommen eine Million Mitstreiter zusammen – haben wir damit „das Volk“ als Kläger zusammen? Mit Sicherheit nicht!

Auch ein volles Fußballstadion beherbergt nicht „das Volk“, auch die Zuschauer im Gerichtssaal sind zwar Teil der „Öffentlichkeit“, sie sind aber nicht das „Volk“, in dessen Namen angeblich Recht gesprochen wird.

Ja, wo ist denn aber „das Volk“, vom dem angeblich nach Art. 20 Abs.2 S.1 GG „alle Staatsgewalt“ ausgeht?

Nirgendwo!

Das Volk als juristische Körperschaft, welches die aktive und passive Rechtsfähigkeit hätte, also klagen könnte und verklagt werden kann, existiert schlicht nicht.

Insoweit ist es auch eine glatte Lüge, wenn Gerichte treuherzig „im Namen des Volkes“ ihr gefundenes Recht verkünden.

Das Volk kann nur in rund 80 Millionen rechtsfähige Individuen aufgespaltet werden, die vor Gericht ziehen mögen, aber nie ein Urteil erstreiten können, bei dem „das Volk“ Partei wäre!

Gibt es aber nicht eine Ausnahme?

Diese Frage zu stellen, läßt Unrat wittern. Doch, werden Sie sagen, es gibt „das Volk“, aber natürlich nur, wenn dies den Machthabern von Nutzen ist.

Woran ist zu denken? Natürlich an die „Wahlen“, bei denen plötzlich „das Volk“ seine „Stimme“ abgibt und rotzfrech behauptet wird, daß ein Votum „des Volkes“ vorliegt, selbst wenn niemand außer den Parteimitgliedern zur Wahl geht, diese Leute sich also selbst wählen und vom restlichen Volk weit und breit nichts zu sehen ist.

Ich habe diese Entdeckung des „Volkes“ immer für eines der größten Phänomene einer Diktatur gehalten, welche sich als Demokratie verkauft.

Ansonsten können Sie im Alltag „das Volk“ sein wie Sie wollen, bestenfalls sind Sie die „Bevölkerung“, aber niemals „das Volk“.

Ist das nicht schön?

Der Souverän existiert juristisch nur als eine nicht greifbare Fiktion und darf nur ein einziges Mal als ebenso fiktiver „echter Souverän“ auftreten, wenn er nämlich Stimme und Macht aus der Hand gibt, meistens an spätere Machthaber, die er nie gewählt hat.

Vergessen wir es daher, Merkel zu verklagen, endlich mit ihren Rechts- und Eidbrüchen aufzuhören, die Gerichte würden sich totlachen. Soweit mal wieder der Rechtsstaat …

Ich möchte noch hierzu passend den Historiker Michael Wildt zitieren, der sagte:

„Das Volk als einheitliche Größe, als homogenes Ganzes hat es nie gegeben. Der Begriff vom Volk wandelte sich laufend, mit den politischen Regimen und dem jeweils herrschenden Zeitgeist.“

Also, passt doch, nicht wahr?

Liebe Leser, wie es meine Gewohnheit ist, schaue ich nahezu täglich in die norwegische Presse, um z.B. Sachen zu erfahren, die hier offenbar unterdrückt oder verheimlicht werden.

Mich hat es heute vom Stuhl gehauen, weil ich im ‚Aftenposten‘ einen Bericht fand, der darauf hinausläuft, daß der Terrorismus eine neue Waffe hat, gegen die wohl auf lange Zeit kein Kraut gewachsen sein wird: Selbstgebaute Mini-Drohnen, bestückt mit Schweinereien aller Art. Dort ist zu lesen:

„Ein Drohnenschwarm kam überraschend über die russischen Soldaten. Jetzt muß Putin Antwort darauf geben, ob er seinen Sieg (in Syrien) zu früh gefeiert hat.“ (…) „Neue, selbstgebastelte Drohnen schockierten und überraschten das russische Militär in Syrien. Jetzt befürchtet man, daß die Terroristen eine neue Waffe bekommen haben.“

Die russischen Soldaten waren voll damit beschäftigt, den Neujahrsabend zu feiern, als die Bomben landeten …

„Die syrischen Aufständischen führten den größten Angriff gegen die russische Militärbasis ‚Khmeimim‘ in Syrien durch seit Kriegsbeginn. Vier russische Soldaten wurden getötet und mehrere Jagdflugzeuge wurden zerstört“, russischen Medien zufolge.

Am Neujahrsabend und am 6. Januar führten syrische aufständige Kämpfer einen neuen großen Angriff auf die verbliebene russische Stellung durch. Der Angriff kam einige Tage, nachdem im Kreml große Festlichkeiten herrschten, als Putin seinen ‚Sieg in Syrien‘ feierte und Orden verteilte. „Die Terroristen sind zerstört“, sagte Putin – und dann kamen die Drohnen …

Natürlich wurden diese Ereignisse geheimgehalten, jedoch sickerten diese durch bei der russischen Zeitung ‚Kommersant‘ am 4. Januar. Wer sich eine Vorstellung von den Möglichkeiten dieser Miniaturwaffen machen will, der beachte folgendes:

– Die Angriffe zeigen, daß die Anwender sich sowohl das know-how als auch die Technologie beschafft haben, womit sie Drohnen herstellen können, die aus einer Entfernung von 20 bis 30 km vom Ziel entfernt gesteuert werden können.

– Sie sind auch imstande, Bomben abzuwerfen, dies mit Hilfe von GPS-Koordinaten.

– „Dies sollte Grund für eine sehr große Besorgnis für das ganze internationale Millieu sein“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsdepartements zu ‚Interfax‘.

– Die Russen sind der Ansicht, daß es sehr schwierig wird, die Verbreitung dieser Technologie zu verhindern, zumal die Aufständischen in Syrien sich diese jetzt beschafft haben.

Weitere Berichte/Übersetzungen erspare ich mir, also wer z.B. jetzt wem die Schuld gibt usw.. Die Russen finden es nur merkwürdig, daß das amerikanische Aufklärungsflugzeug ‚Poseidon‘ der US-Marine in der Gegend unterwegs war, als der Angriff stattfand.

Viel erschreckender sind die Aussichten, was mit diesen Dingern angerichtet werden kann. Diese Drohnen sind reine Terrorwaffen. Man befürchtet, daß Terroristen diese Drohnen auch für chemische oder biologische Angriffe verwenden können, und daß u.a. Europa ein Angriffsziel werden könnte. Damit sind bereits jetzt jegliche Sicherheitsabsperrungen, z.B. das „Merkel-Lego“ obsolet geworden, da man bei diesen Angriffsarten vollkommen anders denken muß.

Denken Sie diese Szenarien zu Ende, ich denke, Sie werden keine gute Nacht haben …

Zur „Erheiterung“ deshalb:

„Fitnesstraining“ in einer Polizeibeamten-Schule (dürfte aber auch für Beamte jedweder anderer Dienstart gelten):

„Die Fäuste ballen …, die Fäuste heben … und jetzt still halten …, danke, das war`s für heute“ …, danke an den genialen Ottfried Fischer!

Quelle: Lutz Schaefer

2 KOMMENTARE

  1. Zu den Angriffen auf die russischen Stützpunkte in Syrien per „Kinderspielzeugdrohnen“ (ja, so sehen sie auch fast aus) noch eine erläuternde Version unter http://www.whatdoesitmean.com/index2469.htm in Englisch, übersetzt aus dem Russischen (kommt also von der Quelle selbst).
    Ansonsten prima Artikel, giftig, nachdenklich und aufklärend; Vielen Dank Herr Lutz Schäfer.

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