Wahlabendspiel zum Mitmachen

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Am Sonntagabend Prophet zu sein, der die zu erwartenden Sprüche schon jetzt antizipiert, ist kein Kunststück. Das behauptet jedenfalls Sebastian Antrak in seinem Kommentar The same Procedure as Every Wahl. Eigentlich kann man sich den ganzen Zirkus schenken, denn egal wie die Wahl ausgeht: Das Imperium hat alles fest im Griff. Es geht nicht um den Wahlgewinner, es geht um die Loser. Ganz lustig wäre, wenn die AfD die stärkste Partei werden würde und der Ministerpräsident aus dem besten Verlierer erkoren wird. Geht SPD mit CDU? Wenn nicht, wer darf mit? Die Grünen oder die Linken? Oder probiert man was anderes aus? Da wird hin- und her gerechnet und der Mr. Bean der ARD macht das Brexit_afdsalbungsvolle Gesicht und erklärt das Erklärbare aus Sicht der Verlierer: Das große Missverständnis des bescheuerten Wahlvolkes, das für alles zu blöd ist. Gleich doof wie die Briten, weil diese nicht vorher „Brexit“ gegoogelt haben. „Wir sind das Volk“ war nur so lange etwas wert, wie die Bananen noch das höchste Ziel aller Träume waren und diese Chaoten noch den Kohl vor der Abwahl retteten. Heute wird vor allem den Sachsen, die eigentlich der Motor der Wende waren, tumbes Denken vorgeworfen. So ändern sich die Zeiten.

Der Sonntag wird der große Tag der Erklärer werden. Die Schuldigen stehen ja schon fest, es sind die POPULISTEN, denen der Deutsche Michel auf den Leim gegangen ist. Mit diesem abgeschmackten Begriff – mit der Assoziation „Vollposten“ – wird alles weggebügelt, was dem Imperium nicht in den Kram passt. Sebastian Antrak hat das ja explizit beschrieben.

Und jetzt zu meinem Wahlabendspiel: Vor Beginn der Runde NDR//Aktuell/Wahl um 20:15 gibt jeder Teilnehmer einen Tipp ab, wie oft das Wort Populismus oder populistisch in den 45 Minuten fällt. Die beste Schätzung gewinnt. Alle können mitmachen. Ich lege mal vor und sage 8. Der Gewinner wird Wahlexperte bei der ARD (Terrorismusexperten haben die schon genügend). Also: Schlagt den altenmann!

Quelle: altermannblog.de


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Alle Jahre wieder. Fernsehrituale am Wahlabend. (weiter)


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Der deutsche Bundestag in der Mediendemokratie
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Was bringt wählen überhaupt? Wen soll man denn nun wählen? Fragen, die Jugendliche rund um das Thema Wahl des Deutschen Bundestages haben. Wie Jugendliche die Programmatik der Parteien mit ihrer eigenen Meinung vergleichen. (weiter)


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Eine umfassende vergleichende Analyse der Kanzlerkandidaturen Franz Josef Strauß‘ und Edmund Stoibers. Im Zentrum der Betrachtung stehen die Fragen, warum die beiden Parteivorsitzenden der CSU erfolgreich waren und Kanzlerkandidaten der Unionsparteien wurden und warum sie letzten Endes am Wahlabend trotzdem scheiterten. (weiter)

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