Anwalt sieht keine Verstrickung staatlicher Stellen in NSU-Skandal – Helmut Roewer: Die Spur endet in der Türkei

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Der NSU sei von seiner Gründung bis zu seiner Auflösung als „kleine Zelle“ konzipiert gewesen, sagte Bundesanwalt Diemer vor dem Oberlandesgericht München. Zudem ist Zschäpe der Mittäterschaft bei den zehn Morden, zwei Bombenanschlägen und fünfzehn Raubüberfällen die der NSU ausgeführt haben soll angeklagt. Kritiker und Beobachter zweifeln jedoch stark an den offiziellen Darlegungen.

Die Bundesanwaltschaft hat nach mehr als vier Jahren NSU-Prozess keine Zweifel an der Schuld von Beate Zschäpe: Zschäpe sei „Mittäterin“ bei allen Morden, Bombenanschlägen und Raubüberfällen des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), sagte Bundesanwalt Herbert Diemer am Dienstag zu Beginn seines Plädoyers vor dem Oberlandesgericht München. Für die Anklage war sie der „entscheidende Stabilitätsfaktor der Gruppe“.

Diemer begann am Dienstag mit dem Plädoyer der Bundesanwaltschaft, das an mehreren Prozesstagen gehalten werden soll. Das Motiv für die angebliche Terrorserie des NSU sei die „rechtsextreme Ideologie“ von Zschäpe sowie ihrer Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gewesen. „Die Täter, Hoher Senat, waren Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe“, sagte Diemer weiter.

Zschäpe wegen zehn Morden angeklagt

Zschäpe ist der Mittäterschaft bei den zehn Morden, zwei Bombenanschlägen und fünfzehn Raubüberfällen angeklagt die der NSU zugeschrieben werden, obwohl es keine Beweise gibt, dass sie eine der Taten selbst ausgeführt hat. Nach Auffassung der Anklage wären die Taten ohne ihre Rolle als „Tarnkappe“ für das jahrelange Leben im Untergrund des Trios aber nicht möglich gewesen.

Nach Auffassung der Bundesanwaltschaft sollten durch die Taten aus der Türkei stammende Kleinunternehmer „um ihr Leben fürchten, eingeschüchtert und aus dem Land vertrieben werden“. Acht der zehn Toten waren türkischstämmige Einwanderer und Kleinunternehmer, einer war Grieche. Der deutsche Staat wiederum habe vorgeführt werden sollen, der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter habe sich gegen die verhasste Polizei gerichtet.

Die Anklage hält auch die Vorwürfe gegen die vier mitangeklagten mutmaßlichen NSU-Helfer für im Wesentlichen bestätigt. Neben Zschäpe stehen der ehemalige NPD-Funktionär Ralf Wohlleben, André E. sowie die aus der rechten Szene ausgestiegenen Holger G. und Carsten S. vor Gericht.

Anwalt sieht keine Verstrickung staatlicher Stellen

Diemer ging zu Beginn seines Plädoyers auch auf Kritik am NSU-Prozess ein. Es sei „unzutreffend, wenn immer noch kolportiert wird, der NSU-Prozess habe seine Aufgaben nur unzureichend erfüllt“. Mögliche Fehler staatlicher Behörden aufzuklären sei eine Aufgabe politischer Gremien. Anhaltspunkte für eine strafrechtliche Verstrickung staatlicher Stellen seien im Ermittlungsverfahren nicht aufgetreten.

„Anderes zu behaupten verunsichert die Opfer, verunsichert die Bevölkerung“, sagte Diemer zu anhaltenden Spekulationen über ein über das NSU-Trio hinausgehendes Netzwerk. Die These von einer größeren Gruppe hält die Anklage laut Oberstaatsanwältin Reger für widerlegt. Der NSU sei von seiner Gründung bis zu seiner Auflösung als „kleine Zelle“ konzipiert gewesen. Er habe durchgehend und ausschließlich aus Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe bestanden.

Helmut Roewer: Die Mörder sind unter uns

Kritiker und Beobachter, wie der ehemalige Thüringer Verfassungsschutzpräsident Helmut Roewer, sehen dies jedoch anders. Tatsächlich gibt es zahlreiche Hinweise und Belege dafür, dass im Fall NSU von staatlicher Stelle massiv vertuscht wurde.

Im Anfang 2017 erschienenem Interview mit Prof. Dr. Michael Friedrich Vogt spricht Dr. Helmut Roewer über die angebliche juristische Aufarbeitung der sogenannten NSU-Mordserie.

In dem Gespräch wird geklärt, dass es sich in Wirklichkeit bei den Bluttaten nicht um rechtsextremistischen Terrorismus gehandelt hat, sondern um solche aus dem Bereich des organisierten Verbrechens, dessen Spuren in der Türkei verschwinden. Es wird geklärt, dass die im großen Umfang zugänglichen polizeilichen Ermittlungsakten genau in diese Richtung zeigen.

Hier das Interview:

Quelle: http://www.epochtimes.de


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7 KOMMENTARE

  1. Herr R. könnte wohl noch mehr ausplaudern,wird er aber nicht,weil es ihm schlecht bekommen würde.
    Scheinbar brodelt es in dem Herrn, sonst würde er schweigen, wie alle,die damit zu tun hatten und haben,sonst ist man bald nicht mehr unter den Lebenden.
    Nestbeschmutzer, Verräter werden vom Verfassungschutz nicht geduldet.
    Dass die ganze NSU-Affäre zum Himmel stinkt,ist ein Beweis für den Zustan dieser Republik, die nur noch .Lügen, Verdummung,Ausbeutung der ehrlichen Bürger besteht.

  2. >>„Anderes zu behaupten verunsichert die Opfer, verunsichert die Bevölkerung“<<
    Es geht also wahrlich nicht um Wahrheitsfindung, sondern darum eine "Verunsicherung" zu vermeiden. Nun ja Herr Diemer, genau so wurde dieses Theater auch abgespult, denn keiner war an der Wahrheit interessiert, sondern nur daran möglichts vieles auszuklammern und noch viel mehr zu vertsuchen.

  3. Der STAATSANWALT muß doch ein Schwein schlachten so wollen es die Moslem und Juden. Hier wird etwas
    vertuscht was nicht ans Tageslicht kommen darf. Die Täter sind in einem anderen Kreis zu suchen aber die
    Beiden und Tschäpe sind nur kleine Lichter denen man es anhängen kann und geopfert werden müssen.

  4. Beim Zusammentreffen von sogenannten Rechtsextremen und Straftaten kann man getrost davon ausgehen, das Geheimdienste im Spiel sind/waren. Auf Grund der extrem langen Sperrfrist für die Akten ist zu vermuten, das Anhörige von israelischen/lüdischen/zionistischen Organisationen beteiligt sind. In der Vergangenheit gab es schon ähnliche Aktionen.

    Theorie 1: Vermutlich war es mal wieder an der Zeit die »Gefahr« von Rechts und Nationalsozialismus mal wieder anzufeuern…

    Theorie 2: Natürlich wäre es auch möglich, das durch die Morde die Aufnahme einer größeren Anzahl von Ausländern psychologisch vorbereitet werden sollte. Wenn man den Deutschen mal wieder einen Schuldkomplex verpaßt, wäre es immerhin möglich, das dann die Aufnahmebereitschaft größer wäre, bzw. der Widerstand geringer.

    Theorie 3: Da die meisten Opfer Türken waren, läge auch eine versuchte Störung der Beziehungen zur Türkei nahe. Oder eine Warnung an die Türkei.

    Auf jeden Fall war es große Politik im Hintergrund, also eine Aktion vom globalen Prädiktor, bzw. der globalen Elite. Die deutschen Opfer (Polizisten) waren wohl nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Die angeblichen deutschen Täter sollen sicherlich nur von den wahren Tätern ablenken.

  5. Ich habe mir das Video angesehen und weil ich so erschüttert davon war, noch ein zweites Mal. Dann wollte ich die direkt betroffene hören und habe mir gestern die Stellungnahme von Beate Zschäpe herunter geladen und die kompletten 53 Seiten gelesen. Das hat mich ebenfalls erschüttert, es liest sich wie ein Drama/Thriller und das ist es ja auch, wie diese junge Frau da rein geraten ist und sich nicht mehr heraus getraut hat. Und im Grunde war es ihre Angst vor der Polizei, die sie zur Hehlerin gemacht hat. Ich hoffe, dass dies im Urteil deutlich gesagt wird. Hätte Frau Zschäpe vor 20 Jahren nicht diese Polizeiwillkür wegen Gesinningsbagatellen erfahren, wäre es wahrscheinlich nicht zu den 10 Morden gekommen.

    Die Erklärungen von Herrn Roewer in dem Video stehen im Widerspruch zur Stellungnahme von Frau Zschäpe. Beide Erklärungen erscheinen mir bis zu gewissen Punkten glaubhaft, aber Herr Roewer sagt, dass es keine stichhaltigen Beweise zur Überführung von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhard als zehnfache Mörder gibt, dass es eher Südländer waren und die Spuren alle in die Türkei führen. Frau Zschäpe erklärt dagegen, dass Uwe Mundlos und Uwe Böhnhard ihr die Taten alle mit Einzelheiten gestanden haben.
    Nur eine der beiden Aussagen kann stimmen.

    • Das hier habe ich eben auf Tagesschau.de gefunden, unter dem Titel „Sommerpause im NSU-Prozess: Auf der langen Zielgeraden“ http://www.tagesschau.de/inland/nsu-prozess-245.html :

      „Und so sehen es die Ankläger bei Zschäpe. Nur durch sie habe das Trio so lange unentdeckt im Untergrund leben können. Sie sei der entscheidende Stabilitätsfaktor gewesen und nur durch ihre Hilfe hätten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die Taten vor Ort ausführen können. Die Einlassungen von Zschäpe während des Prozesses seien durch die Beweisaufnahme widerlegt – es sei klar, dass sie von den Taten gewusst und diese auch gewollt habe.“

      Gegen die logischen und schlüssigen Ausführungen von Herrn Roewer und die detaillierten Erklärungen von Frau Zschäpe erscheinen mir solche Plädoyer-Sätze aus der Luft gegriffen. Früher nannte man so etwas Inquisition. Und ich schäme mich mittlerweile, dass ich es so spät erst mitbekomme, dass dies offenbar ein Schauprozess ist.

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